LiteraTour Nord

Lite­ra­Tour Nord 2020/21

Auf die Lite­ra­Tour Nord gehen jeden Win­ter sechs Autorin­nen und Autoren der deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­li­te­ra­tur und lesen aus ihren Neu­erschei­nun­gen in Olden­burg, Bre­men, Lübeck, Ros­tock, Lüneburg, Han­no­ver und Osnabrück – in den örtlichen Literaturhäusern und Buch­hand­lun­gen, mode­riert von Professor*innen.

Sie bewer­ben sich damit um den „Preis der Lite­ra­Tour Nord“, der seit 2006 von der VGH Stif­tung aus­ge­lobt wird und mit 15.000 Euro dotiert ist.

Die Jury besteht aus den Ver­an­stal­tern und Moderator*innen sowie dem Publi­kum. Die bis­he­ri­gen Preisträger*innen sind: Bernd Eilert, W.G. Sebald, Wil­helm Gen­azi­no, Anne Duden, Robert Gern­hardt, Chris­toph Hein, Emi­ne Sev­gi Özdamar, Dirk von Peters­dorff, Josef Has­lin­ger, Bodo Kirch­hoff, Lia­ne Dirks, Hart­mut Lan­ge, Terézia Mora, Karl-Heinz Ott, Tho­mas Hürlimann, Kat­ja Lange-Müller, Jen­ny Erpen- beck, Mat­thi­as Poli­ty­cki, Iris Hanika, Gre­gor San­der, Mari­ca Bodrožic ́, Ralph Dut­li, Micha­el Köhlmeier, Ulrich Schacht, Til­man Ramms­tedt, Lukas Bärfuss, Joa­chim Zel­ter und Ulri­ke Dra­es­ner.

Die Tour star­tet immer am Sonn­tag­vor­mit­tag in Olden­burg, führt am sel­ben Abend nach Bre­men und an den fol­gen­den vier Tagen nach Lübeck, Ros­tock, Lüne­burg, Han­no­ver und Osna­brück.

Wei­te­re Infos auch unter www.literatournord.de

In die­ser Sai­son 2020/2021 lesen:

Roman Ehr­lich (25. bis 30. Okto­ber), Anne Weber (8. bis 13. Novem­ber), Iris Wolff (22. bis 27. Novem­ber), Leif Randt (6. bis 11. Dezem­ber), Anna Katha­ri­na Hahn (10. bis 15. Janu­ar 2021) und Olga Grjas­no­wa (24. bis 29. Janu­ar 2021).

Die Autor*innen der Lite­ra­Tour Nord 2020/2021 und ihre Bücher im Über­blick:

Foto: Michael Disqué
Foto: Micha­el Dis­qué

ROMAN EHRLICH: ›Malé‹

Roman Ehr­lich, gebo­ren 1983 in Aich­ach, stu­dier­te am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig und an der FU Ber­lin. Er wur­de u.a. mit dem Robert Wal­ser-Preis 2014, dem Ernst Tol­ler-Preis 2016 und der Alfred Döblin-Medaille 2017 aus­ge­zeich­net.

Alle Ver­su­che, die Male­di­ven vor dem stei­gen­den Mee­res­spie­gel zu ret­ten, sind geschei­tert, Pau­schal­tou­ris­ten haben sich neue Zie­le gesucht, und der Groß­teil der Bevölkerung muss­te die Inseln ver­las­sen. Gleich­zei­tig wer­den sie für die kur­ze Zeit bis zu ihrem Unter­gang zur Projektionsfläche für Aus­stei­ge­rin­nen, Aben­teu­rer und Uto­pis­tin­nen, zu einem Ort zwi­schen Eupho­rie und Alb­traum, in dem neue For­men der Solidarität erprobt wer­den und Men­schen unauf­find­bar ver­schwin­den. Mit „Malé“ fängt Roman Ehr­lich die kom­ple­xe Stim­mungs­la­ge unse­rer Zeit ein.

Olden­burg So, 25. Okto­ber, 11:00 Uhr Kul­tur­zen­trum PFL, Peter­str. 3

Bre­men So, 25. Okto­ber, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 26. Okto­ber, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstr. 27–31
Ros­tock Di, 27. Okto­ber, 20:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 28. Okto­ber, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Do, 29. Okto­ber, 19:30 Uhr Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2
Osnabrück Fr, 30. Okto­ber, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

MALÉ | ROMAN
S. Fischer | Frank­furt a. M. 2020 | 240 S. | 23,00 Euro

Foto: Thorsten Greve
Foto: Thors­ten Gre­ve

ANNE WEBER: ›Annet­te, ein Hel­din­nen­epos‹

Anne Weber, gebo­ren 1964 in Offen­bach, lebt seit 1983 in Paris. Sie übersetzt aus dem Deut­schen ins Französische und vice ver­sa und schreibt ihre Bücher in bei­den Spra­chen. Für ihre Tex­te erhielt sie u.a. den Hei­mi­to von Dode­rer-Lite­ra­tur­preis, den 3sat-Preis, den Kra­nich­stei­ner Lite­ra­tur­preis und den Johann-Hein­rich-Voß-Preis.

Gebo­ren 1923 in der Bre­ta­gne, schon als Jugend­li­che Mit­glied der kom­mu­nis­ti­schen Résistance, Ret­te­rin zwei­er jüdischer Jugend­li­cher, 1959 zu zehn Jah­ren Gefängnis ver­ur­teilt wegen ihres Enga­ge­ments auf Sei­ten der alge­ri­schen Unabhängigkeitsbewegung – noch heu­te ist Anne Beau­ma­noir ein leben­di­ges Bei­spiel für die Wich­tig­keit des Unge­hor­sams. Anne Weber wagt ein lite­ra­ri­sches Expe­ri­ment und erzählt die­ses unwahr­schein­li­che Leben in einem bril­lan­ten Hel­din­nen­epos.

Olden­burg So, 08. Novem­ber, 11:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Bre­men So, 08. Novem­ber, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 09. Novem­ber, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstraße 27–31
Ros­tock Di, 10. Novem­ber, 20:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 11. Novem­ber, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Don­ners­tag, 12. Novem­ber, 19:30 Uhr Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­en­stra­ße 2
Osnabrück Fr, 13. Novem­ber, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

ANNETTE, EIN HELDINNENEPOS
Mat­thes & Seitz | Ber­lin 2020 | 208 S. | 22,00 Euro

Foto: Annette Hauschild-Ostkreuz
Foto: Annet­te Hau­s­child-Ost­kreuz

IRIS WOLFF: ›Die Unschärfe der Welt‹

Iris Wolff, gebo­ren 1977 in Sibiu (Hermannstadt)/Siebenbürgen, wur­de für ihre Roma­ne viel­fach aus­ge­zeich­net. Zuletzt erhielt sie 2019 den Thaddäus-Troll-Preis, war für den Alfred- Döblin-Preis nomi­niert und wur­de mit dem Marie­lui­se-Fleißer-Preis für ihr Gesamt­werk geehrt. Iris Wolff lebt in Frei­burg im Breis­gau.

Die Geschich­te einer Fami­lie aus dem Banat, über Men­schen aus vier Genera­tio­nen, Ver­lust und Neu­an­fang. Vor dem Hin­ter­grund des zusam­men­bre­chen­den Ost­blocks und der wech­sel­vol­len Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts ent­steht ein Roman über Freund­schaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines ande­ren auf­zu­ge­ben. Kunst­voll und präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Gren­zen von Spra­che und Erin­ne­rung aus.

Olden­burg So, 22. Novem­ber, 11:00 Uhr Kul­tur­zen­trum PFL, Peter­str. 3
Bre­men So, 22. Novem­ber, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 23. Novem­ber, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstraße 27–31
Ros­tock Di, 24. Novem­ber, 20:00 Uhr, (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 25. Novem­ber, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Do, 26. Novem­ber, 19:30 Uhr Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­en­stra­ße 2
Osnabrück Fr, 27. Novem­ber, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

DIE UNSCHÄRFE DER WELT | ROMAN
Klett-Cot­ta | Stutt­gart 2020 | 216 S. | 20,00 Euro

Foto: Zuzanna Kaluzna
Foto: Zuz­an­na Kaluz­na

LEIF RANDT: ›Alle­gro Pas­tell‹

Leif Randt, gebo­ren 1983 in Frank­furt a.M., wur­de für sei­ne Uto­pie-Roma­ne zuletzt mit dem Erich-Fried-Preis (2016) sowie mit Auf­ent­halts­sti­pen­di­en in Japan (2016) und Irland (2019) aus­ge­zeich­net. Seit 2017 co-kura­tiert er das PDF- und Video-Label tegelmedia.net.

In „Alle­gro Pas­tell“ erzählt Leif Randt vom Glück. Von Wirk­lich­keit und Bad­min­ton, von idea­len Zuständen und den Hoch­zei­ten der ande­ren. Eine Love­sto­ry aus den späten Zeh­ner­jah­ren: Die Fern­be­zie­hung von Tan­ja und Jero­me wirkt makel­los. Eltern, Freund*innen und depres­si­ve Geschwis­ter spie­geln ihnen ein Leid, gegen das bei­de weit­ge­hend immun blei­ben. Doch der Wunsch, ihre Zunei­gung zu kon­ser­vie­ren, ohne dass die­se bie­der oder schmerz­haft exis­ten­zi­ell wird, stellt das Paar vor eine gro­ße Her­aus­for­de­rung.

Olden­burg So, 06. Dezem­ber, 11:00 Uhr Kul­tur­zen­trum PFL, Peter­str. 3
Bre­men So, 06. Dezem­ber, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 07. Dezem­ber, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstraße 27–31
Ros­tock Di, 08. Dezem­ber, 20:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 09. Dezem­ber, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Do, 10. Dezem­ber, 19:30 Uhr Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­en­stra­ße 2
Osnabrück Fr, 11. Dezem­ber, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

ALLEGRO PASTELL | ROMAN
Kie­pen­heu­er & Witsch | Köln 2020 | 288 S. | 22,00 Euro

Foto: Heike Steinweg
Foto: Hei­ke Stein­weg

ANNA KATHARINA HAHN: ›Aus und davon‹

Anna Katha­ri­na Hahn, gebo­ren 1970, stand mit ihrem Roman „Am Schwar­zen Berg“ 2012 auf der Short­list für den Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se und auf Platz eins der SWR- Bes­ten­lis­te. Die Recher­chen für „Aus und davon“ führten sie in die USA und nach Mainz, wo sie 2018 Stadt­schrei­be­rin war.

Aus und davon“ ent­fal­tet ein Pan­ora­ma zwi­schen Genera­tio­nen, die ein­an­der immer weni­ger zu sagen haben. Eli­sa­beth sitzt mit ihren Enkeln in Stutt­gart, während sich ihre Toch­ter aus dem flir­ren­den Man­hat­tan oder den Wei­ten eines pro­vin­zi­el­len Hin­ter­lands mel­det. Durch Bil­der und Text­nach­rich­ten, die um die hal­be Welt geschickt wer­den, scheint das alles irgend­wie zusammenzuhängen. Doch was nützt das, wenn ein Kind nicht nach Hau­se kommt? Ein Fami­li­en­ro­man des 21. Jahr­hun­derts!

Olden­burg So, 10. Janu­ar, 11:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Bre­men So, 10. Janu­ar, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 11. Janu­ar, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstraße 27–31
Ros­tock Di, 12. Janu­ar, 20:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 13. Janu­ar, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Do, 14. Janu­ar, 20:15 Uhr Buch­hand­lung Hugen­du­bel, Bahn­hof­str. 14
Osnabrück Fr, 15. Janu­ar, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

AUS UND DAVON | ROMAN
Suhr­kamp | Ber­lin 2020 | 308 S. | 24,00 Euro

Foto: Joachim Gern
Foto: Joa­chim Gern

OLGA GRJASNOWA: ›Der ver­lo­re­ne Sohn‹

Olga Grjas­no­wa, gebo­ren 1984 in Baku, Aser­bai­dschan, lebt in Ber­lin. Aus­lands­auf­ent­hal­te in Polen, Russ­land, Isra­el und der Türkei. Ihr Debütroman „Der Rus­se ist einer, der Bir­ken liebt“ wur­de mit dem Klaus-Micha­el Kühne-Preis und dem Anna Seg­hers-Preis aus­ge­zeich­net. 2017 erschien ihr viel­be­ach­te­ter Roman „Gott ist nicht schüchtern“.

Nord­kau­ka­sus, 1838: Jamal­lu­din wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahr­zehn­ten tobt der Kau­ka­si­sche Krieg, und sein Vater wird von der rus­si­schen Armee immer mehr bedrängt. Schließ­lich muss er sei­nen Sohn als Gei­sel an den Hof des Zaren nach St. Peters­burg geben, um die Ver­hand­lun­gen mit dem Feind auf­zu­neh­men. Olga Grjas­no­wa erzählt sprachmächtig von einem Kind, das zwi­schen zwei Kul­tu­ren und zwei Reli­gio­nen steht und sei­ne Identität fin­den muss.

Olden­burg So, 24. Janu­ar, 11:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Bre­men So, 24. Janu­ar, 20:00 Uhr Thea­ter Bre­men, Goe­the­platz 1–3
Lübeck Mo, 25. Janu­ar, 20:00 Uhr Katha­ri­ne­um zu Lübeck, Königstraße 27–31
Ros­tock Di, 26. Janu­ar, 20:00 Uhr, (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Lüneburg Mi, 27. Janu­ar, 19:30 Uhr (Ort wird noch bekannt gege­ben)
Han­no­ver Do, 28. Janu­ar, 19:30 Uhr Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­en­stra­ße 2
Osnabrück Fr, 29. Janu­ar, 20:00 Uhr, Blue Note im Cine­ma Arthouse, Erich-Maria-Remar­que-Ring 16

DER VERLORENE SOHN | ROMAN Auf­bau | Ber­lin 2020 | 384 S. | 22,00 Euro


Foto: Dominik Butzmann
Foto: Domi­nik Butz­mann

Ulri­ke Dra­es­ner erhält den Preis der Lite­ra­Tour Nord 2020

Als Mit­ver­an­stal­ter der Lite­ra­Tour Nord gra­tu­lie­ren wir ganz herz­lich Ulri­ke Dra­es­ner zum Preis der Lite­ra­Tour Nord 2020!

Die in Ber­lin und Oxford leben­de freie Schrift­stel­le­rin Ulri­ke Dra­es­ner erhält den von der VGH-Stif­tung aus­ge­lob­ten und mit 15.000 Euro dotier­ten Preis der Lite­ra­Tour Nord. Mit die­ser Ent­schei­dung wür­di­gen Jury und Stif­te­rin die Autorin sowohl für ihr bis­he­ri­ges Werk als auch für ihre zuletzt erschie­ne­ne Novel­le „Kanal­schwim­mer“ (mare Ver­lag, 2019).

In der Jury-Begrün­dung heißt es: „Sprach­lich fili­gran über­zeugt Ulri­ke Dra­es­ner in ihrer Novel­le mit Sprach­neu­schöp­fun­gen und der Über­set­zung kör­per­li­cher Voll­zü­ge in eine prä­zis-nüch­ter­ne und beob­ach­tend-poe­ti­sche Spra­che. Die lan­ge Nacht im Was­ser zwi­schen Dover und Calais des Prot­ago­nis­ten Charles wird für den Leser und die Lese­rin zur Beglei­tung einer span­nen­den sport­li­chen Her­aus­for­de­rung über den Tie­fen des Ärmel­ka­nals. Charles‘ Leben und Erle­ben tau­chen, Schwimm­zug um Schwimm­zug, als Dimen­sio­nen des all­ge­mei­nen Mensch­seins aus der Erin­ne­rungs­tie­fe auf: Ent­ste­hen und Ver­ge­hen, Schön­heit und Fas­sungs­lo­sig­keit. Dass es der Autorin auch gelingt, aktu­el­le Bezü­ge wie den Bre­x­it, die Umwelt­zer­stö­rung und Ver­mül­lung der Ozea­ne und das Schick­sal von Flücht­lin­gen en pas­sant ein­zu­bin­den, belegt ihre dra­ma­tur­gi­sche Vir­tuo­si­tät.“

Ulri­ke Dra­es­ner wird den Preis am Don­ners­tag, 26. März 2020, in Han­no­ver von Fried­rich v. Len­the, Vor­sit­zen­der des Vor­stan­des der VGH-Stif­tung, ent­ge­gen­neh­men. Die öffent­li­che Preis­ver­lei­hung fin­det in den Räu­men der VGH Ver­si­che­run­gen, Warm­bü­chen­kamp 8, statt. Beginn ist 19 Uhr.

Die Lau­da­tio hält die Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin und Deutsch­land­ra­dio-Redak­teu­rin Wieb­ke Porombka. Die Preis­trä­ge­rin wird aus einem bis­her unver­öf­fent­lich­ten Text lesen.

Ulri­ke Dra­es­ner, 1962 in Mün­chen gebo­ren, schreibt Roma­ne, Erzäh­lun­gen, Gedich­te und Essays und erhielt u. a. den Joa­chim-Rin­gel­natz-Preis und den Nico­las-Born-Lite­ra­tur­preis; zwei ihrer ins­ge­samt fünf Roma­ne waren für den Deut­schen Buch­preis nomi­niert. Seit 2018 unter­rich­tet sie als Pro­fes­so­rin für Deut­sche Lite­ra­tur am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig.

 


Die Lese­rei­se durch den Nor­den um den »Preis der Lite­ra­Tour Nord« ist ein ein­ma­li­ges Pro­jekt von nord­deut­schen Kul­tur­ein­rich­tun­gen, Buch­hand­lun­gen, Uni­ver­si­tä­ten, Hoch­schu­len und der VGH-Stif­tung. Gemein­sam laden wir sechs deutsch­spra­chi­ge Autorin­nen und Autoren ein, ihre aktu­el­len Bücher vor­zu­stel­len, und ver­ge­ben zum Schluss den Preis an einen der Teil­neh­mer. Beglei­tend zu den Lesun­gen bie­ten die Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren, die auch die Lesun­gen mode­rie­ren, dazu regu­lä­re Ver­an­stal­tun­gen an ihren Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len an. Die VGH-Stif­tung Han­no­ver för­dert die Lite­ra­Tour Nord seit 2006. Sie stif­tet nicht nur den mit 15.000 Euro dotier­ten Preis, son­dern sichert durch ihre Part­ner­schaft das Fort­be­stehen des 1992 gegrün­de­ten Lite­ra­tur­pro­jek­tes.

Die Tour star­tet immer am Sonn­tag­vor­mit­tag in Olden­burg, führt am sel­ben Abend nach Bre­men und an den fol­gen­den vier Tagen nach Lübeck, Ros­tock, Lüne­burg und Han­no­ver.

Wei­te­re Infos auch unter www.literatournord.de

In die­ser Sai­son 2019/2020 lesen:

Nor­bert Scheu­er (20. bis 24. Okto­ber 2019), Isa­bel Far­go Cole (10. bis 14. Novem­ber 2019), Albrecht Sel­ge (24. bis 28. Novem­ber 2019), Karen Köh­ler (08. bis 12. Dezem­ber
2019), Danie­la Kri­en (05. bis 09. Janu­ar 2020), Ulri­ke Dra­es­ner (19. bis 23. Janu­ar 2020).

Die Autoren der Lite­ra­Tour Nord 2019/2020 und ihre Bücher im Über­blick:

Foto: Elvira Scheuer
Foto: Elvi­ra Scheu­er

NORBERT SCHEUER
›Win­ter­bie­nen‹
Nor­bert Scheu­er, gebo­ren 1951, lebt als frei­er Schrift­stel­ler in der Eifel. Er erhielt zahl­rei­che Lite­ra­tur­prei­se und ver­öf­fent­lich­te zuletzt die Roma­ne  ›Die Spra­che der Vögel‹ (2015), nomi­niert für den Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se, und ›Am Grund des Uni­ver­sums‹ (2017). Sein Roman ›Überm Rau­schen‹ (2009) stand auf der Short­list des Deut­schen Buch­prei­ses.

Janu­ar 1944: Egi­di­us Ari­mond, ein früh­zei­tig ent­las­se­ner Latein- und Geschichts­leh­rer, schwebt in Gefahr, vor allem wegen sei­ner wag­hal­si­gen Ver­su­che, Juden in prä­pa­rier­ten Bie­nen­stö­cken ins besetz­te Bel­gi­en zu ret­ten. Gleich­zei­tig krei­sen über der Eifel bri­ti­sche und ame­ri­ka­ni­sche Bom­ber. Ari­monds Situa­ti­on wird nahe­zu aus­weg­los, als er ein Ver­hält­nis mit der Frau des Kreis­lei­ters beginnt und schließ­lich bei der Gesta­po denun­ziert wird. Nor­bert Scheu­er erzählt von einer Welt, die geprägt ist von Zer­stö­rung und dem Wunsch nach einer fried­li­chen Zukunft.

Olden­burg Sonn­tag, 20. Okto­ber, 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13

Bre­men Sonn­tag, 20. Okto­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 21. Okto­ber, 20 Uhr
Buch­hand­lung Hugen­du­bel, König­str. 67a

Ros­tock Diens­tag, 22. Okto­ber, 20 Uhr
ande­re Buch­hand­lung, Wis­mar­sche Str. 6/7

Lüne­burg Mitt­woch, 23. Okto­ber, 19.30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 24. Okto­ber, 19.30 Uhr
Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2

WINTERBIENEN | ROMAN
C.H. Beck | Mün­chen 2019 | 319 S. | 22,00 Euro

Foto: Simona Lexau
Foto: Simo­na Lexau

ISABEL FARGO COLE
›Das Gift der Bie­ne‹
Isa­bel Far­go Cole, gebo­ren 1973 in Gale­na (Illi­nois), wuchs in New York City auf. Sie stu­dier­te in Chi­ca­go sowie in Ber­lin, wo sie seit 1995 als freie Schrift­stel­le­rin und Über­set­ze­rin lebt. Ihr Debüt­ro­man ›Die grü­ne Gren­ze‹ war u.a. für den Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se 2018 nomi­niert.

Die jun­ge Ame­ri­ka­ne­rin Chris­ti­na erreicht Mit­te der 90er Ost­ber­lin – für sie eine lan­ge ver­bor­ge­ne Stadt der unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten, deren Geheim­nis­se sie unbe­dingt ergrün­den will. Sie zieht in ein ehe­mals besetz­tes Haus, wo sie abends mit den frü­he­ren Haus­be­set­zern im Salon der Lebens­künst­le­rin Meta zusam­men­sitzt und über die Abgrün­de des Kapi­ta­lis­mus dis­ku­tiert. Für Chris­ti­na ist die Haus­ge­mein­schaft die Ver­wirk­li­chung einer sozia­lis­ti­schen Uto­pie. Die­se gerät jedoch ins Wan­ken, als die Male­rin Vera Grün­berg im obers­ten Stock ein­zieht. In Vera ver­mu­ten die ande­ren die Besit­ze­rin des Hau­ses, und Meta spürt dem Gerücht nach, vor dem Krieg habe im Gar­ten­haus ein Wun­der­rab­bi namens Gryn­berg gelebt. Dann geschieht tat­säch­lich ein Wun­der…

Olden­burg Sonn­tag, 10. Novem­ber, 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Stra­ße 13

Bre­men Sonn­tag, 10. Novem­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 11. Novem­ber, 20 Uhr
Bud­den­brook­haus, Mengstr. 4

Ros­tock Diens­tag, 12. Novem­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­haus Ros­tock, Dobera­ner Str. 21

Lüne­burg Mitt­woch, 13. Novem­ber, 19.30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 14. Novem­ber, 19.30 Uhr
Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2

DAS GIFT DER BIENE | ROMAN
Edi­ti­on Nau­ti­lus | Ham­burg 2019 | 224 S. | 20,00 Euro

Foto: Sven Meissner
Foto: Sven Meiss­ner

ALBRECHT SELGE
›Flie­gen‹
Albrecht Sel­ge, gebo­ren 1975 in Hei­del­berg, auf­ge­wach­sen in West­ber­lin, stu­dier­te Ger­ma­nis­tik und Phi­lo­so­phie in Ber­lin und Wien. Sein Debüt­ro­man ›Wach‹ (2011) wur­de für den Alfred-Döblin-Preis nomi­niert und mit dem Klaus-Micha­el-Küh­ne-Preis aus­ge­zeich­net. Albrecht Sel­ge lebt als frei­er Autor mit sei­ner Fami­lie in Ber­lin.

Eine Frau auf unend­li­cher Rei­se. Sie lebt im Zug, in Groß­raum­ab­tei­len, in ICEs. Frü­her hat­te sie ein nor­ma­les Leben: Woh­nung, Beruf, Mann, bes­te Freun­din. Jetzt hat sie eine Bahn­card 100, eine Tasche mit dem Nötigs­ten und lebt vom Fla­schen­sam­meln. Und doch scheint die­se Außen­sei­te­rin hell­sich­tig. Für die Komö­di­en und Tra­gö­di­en um sie her­um, für ein Deutsch­land ohne Ori­en­tie­rung. Doch bei allem Ernst bleibt die­ser Roman leicht und über­ra­schend. Die Geschich­te eines Stur­zes? Eine Geschich­te über ’s Auf­ste­hen und Wei­ter­fah­ren, über Obdach und Wür­de. Und ein Bild unse­rer Gegen­wart aus
außer­ge­wöhn­li­chem Blick­win­kel.

Olden­burg Sonn­tag, 24. Novem­ber, 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13

Bre­men Sonn­tag, 24. Novem­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 25. Novem­ber, 20 Uhr
Bud­den­brook­haus, Mengstr. 4

Ros­tock Diens­tag, 26. Novem­ber, 20 Uhr
ande­re buch­hand­lung, Wis­mar­sche Str. 6/7

Lüne­burg Mitt­woch, 27. Novem­ber, 19.30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 28. Novem­ber, 19.30 Uhr
Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2

FLIEGEN | ROMAN
Rowohlt Ber­lin | Ber­lin 2019 | 171 S. | 20,00 Euro

Foto: Christian Rothe
Foto: Chris­ti­an Rothe

KAREN KÖHLER
›Miro­loi‹
Karen Köh­ler, 1974 gebo­ren, hat Schau­spiel stu­diert und zwölf Jah­re am Thea­ter gear­bei­tet. Heu­te lebt sie in Ham­burg, schreibt Thea­ter­stü­cke, Dreh­bü­cher und Pro­sa. 2014 erschien ihr Erzäh­lungs­band ›Wir haben Rake­ten gean­gelt‹. Für ›Miro­loi‹ erhielt sie 2017 ein Grenz­gän­ger-Sti­pen­di­um der Robert Bosch Stif­tung und 2018 das Arbeits­sti­pen­di­um des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds.

Ein Dorf, eine Insel, eine gan­ze Welt: Karen Köh­lers ers­ter Roman erzählt von einer jun­gen Frau, die als Fin­del­kind in einer abge­schirm­ten Gesell­schaft auf­wächst. Hier haben Män­ner das Sagen, dür­fen Frau­en nicht lesen, las­ten Tra­di­ti­on und hei­li­ge Geset­ze auf allem. Was pas­siert, wenn man sich in einem sol­chen Dorf als Außen­sei­te­rin gegen alle Regeln stellt, heim­lich lesen lernt, sich ver­liebt? Mit Hin­ga­be, Neu­gier und Wut auf die Ver­hält­nis­se erzählt ›Miro­loi‹ von einer jun­gen Frau, die sich auf­lehnt: Gegen die Struk­tu­ren ihrer Welt und für die Frei­heit. – Eine Geschich­te, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spie­len könn­te.

Olden­burg Sonn­tag, 08. Dezem­ber 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13

Bre­men Sonn­tag, 08. Dezem­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 09. Dezem­ber, 20 Uhr
Bud­den­brook­haus, Mengstr. 4

Ros­tock Diens­tag, 10. Dezem­ber, 20 Uhr
Lite­ra­tur­haus Ros­tock, Dobera­ner Str. 21

Lüne­burg Mitt­woch, 11. Dezem­ber, 19.30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 12. Dezem­ber, 19.30 Uhr
Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2

MIROLOI | ROMAN
Han­ser | Mün­chen 2019 | 464 S. | 24,00 Euro

Foto: Maurice Haas (Diogenes Verlag)
Foto: Mau­rice Haas (Dio­ge­nes Ver­lag)

DANIELA KRIEN
›Die Lie­be im Ernst­fall‹
Danie­la Kri­en, gebo­ren 1975 in Neu-Kaliß, stu­dier­te Kul­tur­wis­sen­schaf­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Medi­en­wis­sen­schaf­ten in Leip­zig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman ›Irgend­wann wer­den wir uns alles erzäh­len‹. Ihr Erzähl­band ›Mul­den­tal‹
wur­de 2015 mit dem Nico­las-Born-Debüt­preis aus­ge­zeich­net. Danie­la Kri­en lebt mit zwei Töch­tern in Leip­zig.

Auf­ge­wach­sen in den Gren­zen der DDR wol­len sie nach der Wen­de alles, bekom­men vie­les, doch immer sticht der Sta­chel ihrer Rol­le als Frau: Pau­la lernt ihren zukünf­ti­gen Mann ken­nen; sie hei­ra­ten und bekom­men ein Kind, doch das Kind stirbt, und die Trau­er scheint ufer­los. Judith, eine arri­vier­te Ärz­tin, sucht über den Umweg durchs Bett den Mann zum Leben. Dann wird sie vom rich­ti­gen Mann zum fal­schen Zeit­punkt schwan­ger und treibt heim­lich ab. Bri­da ist Schrift­stel­le­rin und hat sich auf­ge­rie­ben zwi­schen der Lie­be zu ihren Kin­dern und der inne­ren Not­wen­dig­keit zu schrei­ben. Mali­ka war einst ein
viel­ver­spre­chen­des Gei­gen­ta­lent, doch als ihr Mann sie ver­lässt, wer­den sowohl die Hoff­nun­gen auf eine gro­ße Kar­rie­re als auch auf Fami­li­en­grün­dung zer­stört. Mali­kas jün­ge­re Schwes­ter Jorin­de macht ihr jedoch ein uner­hör­tes Ange­bot…

Olden­burg Sonn­tag, 05. Janu­ar, 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13

Bre­men Sonn­tag, 05. Janu­ar, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 06. Janu­ar, 20 Uhr
Buch­hand­lung Hugen­du­bel, König­str. 67a

Ros­tock Diens­tag, 07. Janu­ar, 20 Uhr
Lite­ra­tur­haus Ros­tock, Dobera­ner Str. 21

Lüne­burg Mitt­woch, 08. Janu­ar, 19:30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 09. Janu­ar, 20 Uhr
Buch­hand­lung DECIUS, Markt­str. 51/52

DIE LIEBE IM ERNSTFALL | ROMAN
Dio­ge­nes | Zürich 2019 | 288 S. | 22,00 Euro

Foto: Dominik Butzmann
Foto: Domi­nik Butz­mann

ULRIKE DRAESNER
›Kanal­schwim­mer‹
Ulri­ke Dra­es­ner, 1962 gebo­ren, schreibt Roma­ne, Erzäh­lun­gen, Gedich­te und Essays und erhielt u. a. den Joa­chim-Rin­gel­natz-Preis und den Nico­las-Born-Lite­ra­tur­preis; zwei ihrer ins­ge­samt fünf Roma­ne waren für den Deut­schen Buch­preis nomi­niert. Seit 2018 unter­rich­tet sie als Pro­fes­so­rin für lite­ra­ri­sches Schrei­ben am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut
Leip­zig.

Dass er „zu sicher“ gelebt hat, begreift Charles mit Anfang 60, kurz vor sei­nem Ruhe­stand. Als sei­ne Frau ihm eröff­net, dass ein ande­rer Mann fort­an das Haus mit ihnen tei­len soll, setzt er ihrem Traum zunächst einen eige­nen ent­ge­gen: ein­mal im Leben durch den Ärmel­ka­nal zu schwim­men. Das Was­ser ver­än­dert Charles’ Sicht auf sein Leben: auf die Som­mer der Lie­be in den Sieb­zi­gern, mensch­li­che Lei­den­schaf­ten, geschei­ter­te Uto­pien. Ein Auf­bruch im Alter, ist das mög­lich? Gel­ten die frü­hen Idea­le noch – oder wie­der? Der Kanal ist kalt, die Strö­mung mäch­tig. Am Ende wird Charles klar, dass er nicht über sei­nen Schat­ten sprin­gen muss. Er kann ihn durch­schwim­men.

Olden­burg Sonn­tag, 19. Janu­ar, 11 Uhr
Musik- und Lite­ra­tur­haus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13

Bre­men Sonn­tag, 19. Janu­ar, 20 Uhr
Lite­ra­tur­ca­fé Ambi­en­te, Oster­deich 69a

Lübeck Mon­tag, 20. Janu­ar, 20 Uhr
Buch­hand­lung Hugen­du­bel, König­str. 67a

Ros­tock Diens­tag, 21. Janu­ar, 20 Uhr
ande­re buch­hand­lung, Wis­mar­sche Str. 6/7

Lüne­burg Mitt­woch, 22. Janu­ar, 19.30 Uhr
Hein­rich-Hei­ne-Haus, Am Och­sen­markt 1a

Han­no­ver Don­ners­tag, 23. Janu­ar, 19.30 Uhr
Lite­ra­tur­haus Han­no­ver, Sophi­enstr. 2

KANALSCHWIMMER | ROMAN
Mare Ver­lag | Ham­burg 2019 | 176 S. | 20,00 Euro