NÄHE in Zeiten von Distanz

Foto: Rike Oehlerking
Foto: Rike Oeh­ler­king

Ein Briefaus­tausch zwi­schen Bet­ty Kolod­zy und Bremer*innen

in Koope­ra­ti­on mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor

Wie schafft man Nähe bei einem Abstand von 1,50 bis 2 Metern und Besuchs­ver­bot Sind Kurz­nach­rich­ten oder Sky­pe die Ant­wort auf Soci­al Distan­cing? Oder könn­te man, in die­ser Zeit des gefühl­ten Still­stands, nicht gleich auf eine aus heu­ti­ger Sicht anti­quier­te Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on zurück­grei­fen: auf den Brief­wech­sel, der durch sei­ne ent­schleu­nig­te Geschwin­dig­keit wie das Pen­dant zum gedämm­ten Geräusch­pe­gel aktu­el­ler Städ­te erscheint?

Als beken­nen­de Nicht-Whats­App-Use­rin wagt sich die Bre­mer Schrift­stel­le­rin Bet­ty Kolod­zy in die­ses Expe­ri­ment und freut sich ab sofort über Ihre hand­ge­schrie­be­ne oder getipp­te Post zum The­ma „Nähe“, die sie sehr ger­ne beant­wor­ten wird.

Bit­te sen­den Sie ab heu­te und in den kom­men­den Wochen Ihre Tex­te, Post­kar­ten, Gedich­te, Kurz­ge­schich­ten, Minia­tu­ren oder klas­si­schen Brie­fe an fol­gen­de Adres­se:

Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, Goe­the­platz 4, 28203 Bre­men

Stich­wort: Pro­jekt „Nähe“

Nicht ver­ges­sen! Den­ken Sie als Absen­der auch dar­an, Ihre eige­ne Adres­se anzu­ge­ben, wenn Sie wol­len, dass Bet­ty Kolod­zy Ihnen ant­wor­tet. Ihre Adres­se wird selbst­ver­ständ­lich ver­trau­lich und dem Daten­schutz­ge­setz ent­spre­chend behan­delt.

Infor­ma­tio­nen zur Autorin

Foto: Kerstin Rolfes
Foto: Kers­tin Rol­fes

Bet­ty Kolod­zy lebt als freie Autorin in Bre­men. Zusam­men mit dem Tän­zer und Cho­reo­gra­fen Tomas Bün­ger insze­nier­te sie ihren Erzähl­band „Istan­bul Wal­king“ im Thea­ter Bre­men. Für ihren Roman „Lux und Leben“ erhielt sie das Bre­mer Autoren­sti­pen­di­um (2013), ein Jahr spä­ter den Wie­ner Werk­statt­preis und das Resi­denz­sti­pen­di­um des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors in den Künst­ler­häu­sern Worps­we­de für den Roman „Im Som­mer kom­men die Flie­gen“. Dar­über hin­aus lehrt sie Krea­ti­ves Schrei­ben an Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und in Über­gangs­wohn­hei­men. 2016 initi­ier­te sie das Pro­jekt „Hei­mat: Spra­che für Men­schen mit Flucht­hin­ter­grund“. 2019 erhielt sie für „Hei­mat: Spra­che für geflüch­te­te Frau­en“ den ers­ten Bre­mer Frau­en­kul­tur­för­der­preis des Sena­tors für Kul­tur.

Bremer Literaturwettbewerb ›Treffpunkt Osterdeich‹

Ab dem 15.01.2020 schrei­ben der Bre­mer Kell­ner­Ver­lag, das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, das Lite­ra­tur­haus Bre­men und die Stadt­bi­blio­thek Bre­men erst­mals einen gemein­sa­men regio­na­len Lite­ra­tur­wett­be­werb aus. Das The­ma »Treff­punkt Oster­deich« ist dem­entspre­chend bre­misch aus­ge­rich­tet.

Ob jung oder alt, Hob­by­au­tor oder Berufs­schrift­stel­ler – die Aus­schrei­bung wen­det sich an Jugend­li­che, jun­ge Erwach­se­ne und Senior/innen glei­cher­ma­ßen. Von Bel­le­tris­tik und Bio­gra­fie über Essay bis hin zu Fan­ta­sy oder Kurz­kri­mi – alle lite­ra­ri­schen Gen­res sind zuge­las­sen. Über die Auf­nah­me ein­ge­sand­ter Tex­te in die Antho­lo­gie ent­schei­det eine Jury nach frei­em Ermes­sen jeweils unter Aus­schluss des Rechts­we­ges. Die Aus­schrei­bungs­er­geb­nis­se wer­den im August 2020 bekannt gege­ben.

Die Gewin­ner­tex­te wer­den in einer gedruck­ten Antho­lo­gie ver­öf­fent­licht, die zum Jah­res­en­de erscheint. Die Verfasser/innen erhal­ten ein kos­ten­frei­es Beleg­ex­em­plar sowie einen Autoren­ra­batt auf zusätz­li­che Exem­pla­re. Die bes­ten drei Tex­te wer­den prä­miert und auf der Abschluss­ver­an­stal­tung am 29. Sep­tem­ber 2020 öffent­lich gele­sen.

Wir freu­en uns auf viel­fäl­ti­ge Bei­trä­ge und wün­schen viel Erfolg!

Geför­dert von der Bre­mer Lite­ra­tur­stif­tung

Teil­nah­me­be­din­gun­gen
1. The­ma: »Treff­punkt Oster­deich«
Der Inhalt der ein­ge­sand­ten Tex­te muss eine zwang­lo­se Ver­bin­dung zum Bre­mer Oster­deich auf­wei­sen.

2. Spra­che, Gen­re:
• Die Antho­lo­gie­tex­te wer­den in deut­scher Spra­che ver­öf­fent­licht. Mund­art (Platt u. a.) ist will­kom­men.
• Erlaubt sind alle bel­le­tris­ti­schen Gen­res.

3. Teil­neh­mer:
• Schüler/innen, Jugend­li­che und Erwach­se­ne ab 14 Jah­ren kön­nen Bei­trä­ge ein­rei­chen. Auch Grup­pen- und Klas­sen­ar­bei­ten sind will­kom­men. Min­der­jäh­ri­ge müs­sen eine Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung ihrer Eltern bei­fü­gen.
• Aus­ge­schlos­sen sind Mitarbeiter/innen der Koope­ra­ti­ons­part­ner sowie Mit­glie­der der Jury.

4. Form und Frist:
Ein­sen­de­schluss ist der 15. Mai 2020 (Datum des Post­stem­pels bzw. Ein­gang der E‑Mail). Bei­trä­ge, die nach dem Ein­sen­de­schluss bei uns ein­tref­fen, kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den.
• Jede/r Teilnehmer/in darf einen Text ein­rei­chen. Wird mehr als ein Bei­trag ein­ge­sandt, wird nur die ers­te Ein­sen­dung berück­sich­tigt. Tex­te, die straf­ba­re, dis­kri­mi­nie­ren­de oder Gewalt ver­herr­li­chen­de Inhal­te trans­por­tie­ren, wer­den von der Aus­wahl dis­qua­li­fi­ziert.
• Der Gesamt­um­fang soll zwi­schen 5 und 10 Sei­ten (cir­ca 9.000 und 18.000 Zei­chen ein­schließ­lich Leer- und Absatz­zei­chen) betra­gen.
• Zuge­las­se­ne Text­for­men: Pro­sa, Lyrik, Dra­ma, Essay.
• Hand- oder maschi­nen­schrift­li­che Tex­te wer­den nicht akzep­tiert.
• Der Kell­ner­Ver­lag behält sich das Recht vor, ein­deu­ti­ge Rechtschreib‑, Gram­ma­tik- und Inter­punk­ti­ons­feh­ler nach den Regeln der »neu­en« Recht­schrei­bung zu kor­ri­gie­ren. Eigen­wil­li­ge Schreib­wei­sen wie z. B. durch­ge­hen­de Klein­schrei­bung oder wört­li­che Rede ohne Anfüh­rungs­zei­chen wer­den bei­be­hal­ten. Regio- und Dia­lek­te sind zuge­las­sen, sofern sie als Stil­mit­tel des Bei­trags erkennt­lich sind.
• Ein­ge­sand­te Tex­te müs­sen von dem Ein­sen­der / der Ein­sen­de­rin selbst ver­fasst wor­den sein.
•Mit der Ein­sen­dung ver­si­chert der/die Verfasser/in, dass
a) der/die Verfasser/in allei­ni­ger Urhe­ber des Bei­trags ist
b) der Bei­trag noch nicht ander­wei­tig ver­öf­fent­licht wur­de
c) Rech­te Drit­ter, ins­be­son­de­re frem­de Per­sön­lich­keits­rech­te, nicht ver­letzt wer­den
d) der/die Verfasser/in sich mit den Aus­schrei­bungs­be­din­gun­gen ein­ver­stan­den erklärt.
• Der Text kann ent­we­der als Papier-Aus­druck oder elek­tro­nisch ein­zu­rei­chen, und zwar im For­mat .doc, ‑docx, .odt oder rtf., als Mail­an­hang, auf CD oder USB-Stick. Im Begleit­schrei­ben zum Papier-
Aus­druck bzw. in der Mail sind Vor- und Zuna­me (sowie ggf. Ihr Pseud­onym), Geburts­da­tum, Post­adres­se, Tele­fon­num­mer und E‑Mail-Adres­se des Ver­fas­sers anzu­ge­ben. Ihre Adress­da­ten wer­den selbst­ver­ständ­lich ver­trau­lich behan­delt, nicht an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben und nicht mit ver­öf­fent­licht. Wenn Sie ein Pseud­onym ange­ben, wird nur die­ses ver­öf­fent­licht, nicht Ihr rich­ti­ger Name.
• Zusätz­lich sind bei­zu­fü­gen:
— eine Kurz­vi­ta, die im Fal­le eines Gewinns in der Antho­lo­gie abge­druckt wer­den darf
— gege­be­nen­falls eine Über­sicht über bis­he­ri­ge lite­ra­ri­sche Ver­öf­fent­li­chun­gen.
• Die Post-Ein­sen­dung ist zu rich­ten an
Kell­ner­Ver­lag
Stich­wort: Wett­be­werb
St.-Pauli-Deich 3
28199 Bre­men

die elek­tro­ni­sche Ein­sen­dung an
wettbewerb@kellnerverlag.de

Ein­ge­reich­tes Mate­ri­al wird nicht zurück­ge­schickt, schi­cken Sie uns daher stets nur Kopi­en.

Bei Fra­gen wen­den Sie sich bit­te an den Kell­ner­Ver­lag:
Fon 0421–77 8 66 | info@kellnerverlag.de | kellnerverlag.de

Texte für MiniLit gesucht

Seit über 5 Jah­ren geben wir die Mini­Lit-Hef­te raus, in denen wir Tex­te von jün­ge­ren Bre­mer Autor*innen (U 35/40) ver­öf­fent­li­chen. Mitt­ler­wei­le sind 12 Hef­te (und ein Mini­Lit-Spe­zi­al) erschie­nen – zuletzt Ende 2019 mit Tex­ten von Hel­ge Hom­mers und Jan Ewring­mann.

In die­sem Jahr wol­len wir noch ein wei­te­res Heft her­aus­ge­ben. Dafür suchen wir noch zwei Tex­te von Autor*innen, die noch kei­ne Erzählungen/Kurzgeschichten in der Rei­he ver­öf­fent­licht haben (kür­ze­re Tex­te in den Werk­statt­hef­ten sind aus­ge­nom­men).

Die Tex­te soll­ten in sich abge­schlos­sen (also kei­ne Roman­aus­zü­ge) und bis­her unver­öf­fent­licht sein und etwa eine Län­ge von 10.000 bis maxi­mal 18.000 Zei­chen haben – außer­dem soll­ten sie im Ide­al­fall bereits gründ­lich durch­ge­ar­bei­tet sein (auch wenn wir nach der Aus­wahl immer noch gemein­sam im Rah­men eines inten­si­ven Lek­to­rats an den Tex­ten arbei­ten).

Falls ihr also einen Text haben soll­tet, der in unse­re Mini­Lit-Rei­he pas­sen könn­ten, freu­en wir uns, wenn ihr uns die­sen per Mail schickt – und zwar an: jens.laloire@literaturkontor-bremen.de