Weitere Soforthilfemöglichkeit für selbstständig tätige Kulturschaffende

Die VGH-Stif­tung hat einen Son­der­fonds auf­ge­legt. Bis zum 30. Juni 2020 kön­nen frei­be­ruf­lich bzw. selbst­stän­dig täti­ge Kul­tur­schaf­fen­de mit Erst­wohn­sitz in Nie­der­sach­sen oder Bre­men, deren Arbeit inhalt­lich einem der in der För­der­kon­zep­ti­on der Stif­tung defi­nier­ten För­der­be­rei­che zuzu­ord­nen ist, eine Sofort­hil­fe von ein­ma­lig 2.000 Euro bean­tra­gen. Die ent­spre­chen­den Anträ­ge kön­nen aus­schließ­lich online gestellt wer­den. Die Stif­tung ermög­licht dar­über hin­aus auch die Eil-Bean­tra­gung von Pro­jekt­gel­dern (u.a. für digi­ta­le For­ma­te). Bit­te die För­der­kri­te­ri­en beach­ten, die auf der Inter­net­sei­te der Stif­tung zu fin­den sind:

https://www.vgh-stiftung.de/vgh

Außer­dem hat die Nie­der­säch­si­sche Spar­kas­sen­stif­tung für Kul­tur­schaf­fen­de mit Erst­wohn­sitz in Nie­der­sach­sen eben­falls einen ver­gleich­ba­ren Son­der­fonds auf­ge­legt: https://www.nsks.de/nsks

Vorübergehende Grundsicherung und KSK stehen nebeneinander

In der KSK ver­si­cher­te Künst­ler „flie­gen“ bei Bean­tra­gung der Grund­si­che­rung nicht auto­ma­tisch aus der KSK.
Ent­schei­dend ist, dass es sich nach den aktu­el­len Hil­fen aus dem Sozi­al­schutz-Paket  nur um einen vor­über­ge­hen­den Bezug der Grund­si­che­rung han­delt, der  unschäd­lich für die KSK-Ver­si­che­rung ist.
(Natür­lich ist aber wie immer jeder Ein­zel­fall zu betrach­ten und auch die wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen der KSK müs­sen vor­lie­gen.)

Senat beschließt Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstler*innen

Da vie­le frei­schaf­fen­de Künstler*innen bei den vor­han­de­nen För­der­pro­gram­men durchs Ras­ter fal­len, hat der Senat am 31. März 2020 ein Sofort­pro­gramm zur Unter­stüt­zung frei­schaf­fen­der Künstler*innen auf­grund der Aus­wir­kun­gen der Coro­na­vi­rus-Kri­se beschlos­sen. In der För­der­richt­li­nie zum beschlos­se­nen Sofort­pro­gramm heißt es:

In dem Pro­gramm sol­len selb­stän­di­ge Künstler/innen, die wegen der Coro­na­vi­rus-Kri­se nach­ge­wie­se­ne Ein­nah­me­aus­fäl­le seit dem Stich­tag 18. März 2020 infol­ge der Absa­ge von Ver­an­stal­tun­gen oder der Schlie­ßung von Ein­rich­tun­gen haben, eine ein­ma­li­ge, nicht rück­zahl­ba­re Unter­stüt­zung in Höhe von bis zu 2.000 € nach Maß­ga­be die­ser Richt­li­nie erhal­ten kön­nen. Es ste­hen Haus­halts­mit­tel in Höhe von 500.000 € zur Ver­fü­gung.

„Senat beschließt Sofort­pro­gramm zur Unter­stüt­zung frei­schaf­fen­der Künstler*innen“ wei­ter­le­sen

Förderprogramm “Corona-Soforthilfe” zur Abmilderung wirtschaftlicher Auswirkungen der Corona-Krise

Der Senat hat heu­te (Frei­tag, 20. März 2020) ein zuschuss­ba­sier­tes För­der­pro­gramm zur Abmil­de­rung der wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se für Kleinst­un­ter­neh­men beschlos­sen und wird zusätz­li­che Haus­halts­mit­tel in Höhe von zunächst zehn Mil­lio­nen Euro kurz­fris­tig ver­füg­bar machen. Damit in Not gera­te­nen Kleinst­un­ter­neh­men (weni­ger als zehn Beschäf­tig­te und weni­ger als zwei Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz) wirk­sam gehol­fen wer­den kann und Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se gesi­chert wer­den kön­nen, wird — ergän­zend zu den bereits bestehen­den Instru­men­ten — sehr kurz­fris­tig die­ses Lan­des­pro­gramm mit einem Gesamt­vo­lu­men in Höhe von zunächst zehn Mil­lio­nen Euro zur Gewäh­rung von Zuschuss­för­de­run­gen aus Haus­halts­mit­teln auf­ge­legt. Die­ses Pro­gramm wird unter dem Titel „Coro­na-Sofort­hil­fe“ den Unter­neh­men zur Ver­fü­gung gestellt.

Von die­sen nicht zurück­zu­zah­len­den Liqui­di­täts­zu­schüs­sen sol­len ins­be­son­de­re klei­ne Unter­neh­men, Frei­be­ruf­le­rin­nen und Frei­be­ruf­ler sowie Solo-Selbst­stän­di­ge bran­chen­un­ab­hän­gig pro­fi­tie­ren, damit die­se ins­be­son­de­re ihre lau­fen­den finan­zi­el­len Belas­tun­gen abde­cken und aus­blei­ben­de Erträ­ge kom­pen­sie­ren kön­nen, um ihre unter­neh­me­ri­sche Exis­tenz zu sichern.”

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu unter:

https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.332257.de&asl=bremen02.c.730.de

Unterstützung von Autor*innen

Aufgrund der aktu­el­len Ent­wick­lung muss­ten auch wir schwe­ren Her­zens alle lite­ra­ri­schen Ver­an­stal­tun­gen der kom­men­den Wochen absagen (bis mind. Ende Juni).

Unser Ziel ist es, alle Ver­an­stal­tun­gen nach­zu­ho­len und dafür neue Ter­mi­ne zu fin­den, sobald sich die Lage beru­higt hat. Doch selbst wenn uns das gelin­gen soll­te, ändert es nichts dar­an, dass vie­le Autor*innen sowie alle wei­te­ren frei­schaf­fen­den Künstler*innen und Freiberufler*innen aller Art damit umge­hen müs­sen, dass ihnen ihre Ein­nah­men teil­wei­se auf Wochen kom­plett weg­bre­chen.

Die­se Aus­fäl­le las­sen sich in der aktu­el­len Lage nicht kom­pen­sie­ren, und auch nicht in den kom­men­den Mona­ten. Darlehen/Kredite sind in die­ser Situa­ti­on kei­ne wirk­li­che Hil­fe. Daher braucht es ande­re For­men der Unter­stüt­zung wie z.B. ein (tem­po­rä­res) bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men — und des­halb unter­stüt­zen wir fol­gen­de Peti­ti­on, die sich genau dafür ein­setzt! Wer die­se Initia­ti­ve eben­falls unter­stüt­zen will, möge die Peti­ti­on unter­schrei­ben, tei­len und mit Spen­den unter­füt­tern.

https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns‑2

Für freie Autor*innen fin­den sich hier wei­te­re wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen vom VS, der VG Wort und der Kul­tur­be­hör­de.

„Unter­stüt­zung von Autor*innen“ wei­ter­le­sen

Unterstützung von Buchhandlungen

Buch­hand­lun­gen sind zen­tral für die Bre­mer Lite­ra­tur­sze­ne. Sie ver­sor­gen uns nicht nur mit lebens­not­wen­di­gem Lese­stoff, son­dern schaf­fen Auf­merk­sam­keit für ein­zel­ne Bücher und Autor*innen. Sie sind Begeg­nungs- und Ver­an­stal­tungs­orte – ins­be­son­de­re auch für vie­le Bre­mer Autor*innen, die oft in Buch­hand­lun­gen ihre neu­en Bücher vor­stel­len (z.B. im Rah­men einer Bre­mer Buch­Pre­mie­re). Ohne Buch­hand­lun­gen gäbe es zum Bei­spiel auch nicht unse­re Lite­ra­tur­nachtBre­men liest“.

Dar­über hin­aus leis­ten die Buchhändler*innen noch vie­les mehr. Dass sie nun ihre Läden schlie­ßen muss­ten, bedeu­tet für vie­le so gro­ße Umsatz­ver­lus­te, dass sie per­spek­ti­visch in ihrer Exis­tenz bedroht sind.

Des­halb bedarf es der unkom­pli­zier­ten und schnel­len Unter­stüt­zung durch die Bun­des­re­gie­rung. Aber es braucht dar­über hin­aus auch die Unter­stüt­zung aller Leser*innen!

Die meis­ten Buch­hand­lun­gen bie­ten aktu­ell an, dass man tele­fo­nisch oder online bei ihnen Bücher bestel­len kann, die dann gelie­fert wer­den. Bevor wir also auf gro­ße Online-Händ­ler aus­wei­chen, soll­ten wir lie­ber bei den loka­len Buch­hand­lun­gen nach­fra­gen, ob sie momen­tan lie­fern. Je mehr Bücher bestellt wer­den, des­to mehr loh­nen sich die Lie­fe­run­gen auch für die Buchhändler*innen. Hier sind Hams­ter­käu­fe im Sin­ne der Soli­da­ri­tät also durch­aus sinn­voll!