Über das Zusammenspiel von Erinnerungen und Schreiben

Foto: Marc Stavros
Foto: Marc Stav­ros

Für Lau­ra Mül­ler-Hen­nig klappt das mit dem Schrei­ben am Bes­ten, wenn sie nicht zuhau­se ist. Ihre Krea­ti­vi­tät kann sie nun auch mit einem Sti­pen­di­um aus­spie­len.

Lau­ra Mül­ler-Hen­nig sitzt im Café Engel. Die jun­ge Bre­mer Autorin sitzt ger­ne hier, in einer Ecke hin­ter ihrem Lap­top, um zu arbei­ten. Es ist eines ihrer Lieb­lingsca­fés im Vier­tel. „Ich brau­che kei­ne abso­lu­te Stil­le zum Schrei­ben“, erklärt sie, „nur eine mitt­le­re Ruhe.“ Dann kön­ne sie abschal­ten und sich kon­zen­trie­ren. Bis­her habe sie nur Kurz­ge­schich­ten ver­fasst, einen Roman zu schrei­ben stel­le für sie eine neue, gro­ße Her­aus­for­de­rung dar. Genau das aber wird von ihr gefor­dert, jetzt, da sie das Bre­mer Autoren­sti­pen­di­um des Sena­tors für Kul­tur erhal­ten hat – gemein­sam mit Anne­gret Ach­ner, mit der sie sich den Preis teilt. Die bei­den Bre­mer Autorin­nen wur­den unter 50 Bewer­bern aus­ge­wählt. „So vie­le wie seit vie­len Jah­ren nicht“, wie es auf der Sei­te des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors heißt, der die Ver­ga­be der Sti­pen­di­en betreut.

Ein­ge­reicht hat­te Mül­ler-Hen­nig ein Expo­sé und eine zehn­sei­ti­ge Lese­pro­be zu ihrem Roman­pro­jekt „Die Oma im Baum“. „Der Titel war zuerst da“, erzählt die 34jährige mit dem kecken Kurz­haar­schnitt, „Auf das was beim Schrei­ben her­aus­kommt bin ich selbst gespannt!“ Den Inhalt der noch zu (er-)findenden Geschich­te bringt sie aber bereits auf den Punkt: „Es geht um das Auf­wach­sen eines Kin­des in einem Bre­mer Rand­stadt­teil unter dem Ein­druck des Ver­lus­tes der Groß­mutter und einer guten Freun­din. Es geht um ver­stor­be­ne Freun­de, um The­men, die mich geprägt haben“.

Mül­ler-Hen­nig wird ihren Roman aus der Per­spek­ti­ve eines etwa sie­ben jäh­ri­gen Mäd­chens erzäh­len, wobei sie „kon­se­quent die kind­li­che Sicht“ wie­der­ge­ben will, „aber im Ton eines Erwach­se­nen“. Die Nicht-Anwe­sen­heit der Groß­mutter soll sich durch gesam­ten Roman zie­hen. Wenn das Mäd­chen sich erin­nert, hört sich das dann so an: „Da ist noch der von Oma geerb­te Lehn­ses­sel, mit sei­nem sei­dig dünn geweb­ten Über­zug, der genau an der Stel­le durch­ge­wetzt ist, wo die Hän­de auf­lie­gen, wenn man sitzt. Hier lagen Omas Hän­de. Die mei­ner Mut­ter. Mei­ne. […] Die Möbel sind mit Spinn­we­ben über­zo­gen, als hät­ten die Spin­nen für jedes Stück ver­gan­ge­ne Zeit ein Stück Faden gewebt.“ In einem sehr poe­ti­schen, fast lyri­schen Stil spinnt Mül­ler-Hen­nig eine Geschich­te um ihre Roman­fi­gur, die den Ver­lust gelieb­ter Men­schen auf ihre Art ver­ar­bei­tet. Die Autorin ver­bin­de „gekonnt kind­li­che Ima­gi­na­ti­ons­kraft mit blitz­licht­ar­ti­gen Erin­ne­run­gen“ heißt es zu ihrer ein­ge­reich­ten Text­pro­be in der Jury­be­grün­dung.

Auf einer Lesung wur­de Mül­ler-Hen­nig ein­mal gefragt, wel­che ihrer Kurz­ge­schich­ten sie wirk­lich erlebt habe? „Kei­ne und alle“, lau­te­te ihre Ant­wort, „kei­ne so rich­tig, aber alle ein wenig.“ Für sie als Autorin sei es „nicht zu ver­mei­den, dass sich etwas ver­än­de­re“ in ihren Erzäh­lun­gen: „Erin­nern bedeu­tet immer, dass es sich schon ver­än­dert, wäh­rend man sich erin­nert.“  Außer­dem ste­cke in dem Wort Erin­nern „innen“ drin, sin­niert Mül­ler-Hen­nig im Café Engel. Die Autorin kehrt also in erin­ne­rungs­haf­ten Erzähl­se­quen­zen immer auch ihr Inne­res nach außen und ver­än­dert es dabei: „Ich kann mei­ne Phan­ta­sie nie stop­pen und das Bedürf­nis, es in etwas ande­res zu for­men.“

Um die gro­ße Form des Romans zu errei­chen, mit der sie noch kei­ne Erfah­rung habe, möch­te Mül­ler-Hen­nig sich Zeit neh­men: „Wenn ich den Roman wirk­lich schaf­fen will, wür­de ich mir Auf­ent­hal­te in Ate­liers wün­schen.“ Denn das „Fin­den des krea­ti­ven Moments“ errei­che sie bes­ser, wenn sie weit weg von zu Hau­se sei. Ihre Roma­ni­dee sei auch wäh­rend eines Wochen­en­des an der Ost­see ent­stan­den. Die jun­ge Autorin hofft für ihre krea­ti­ven Schaf­fens­pha­sen auf Auf­ent­hal­te in Künst­ler­häu­sern an der Ost­see oder in Worps­we­de, denn das mit 2 500 Euro über­sicht­lich bemes­se­ne Bre­mer Autoren­sti­pen­di­um wird für eine Fer­tig­stel­lung ihres Romans kaum aus­rei­chen. Zumal Mül­ler-Hen­nig noch nicht ein­mal weiß, ob sie das Preis­geld über­haupt wird anneh­men dür­fen, da sie aus gesund­heit­li­chen Grün­den auf Grund­si­che­rung ange­wie­sen ist und es mög­li­cher­wei­se damit ver­rech­net wer­den muss. Das wird sich zei­gen.

Die jun­ge Autorin freut sich den­noch sehr über das Autoren­sti­pen­di­um und ist dank­bar, da es sie in jedem Fall zum Schrei­ben moti­vie­re. Außer­dem erhof­fe sie sich Betreu­ung wäh­rend des Schreib­pro­zes­ses, so, wie es sie es in der „Pro­sa-Werk­statt“ von Micha­el Wil­den­hain erfah­re. Eben­falls orga­ni­siert vom Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor tref­fe sie sich hier mit fünf wei­te­ren Sti­pen­dia­ten zum gemein­sa­men Aus­tausch über das lite­ra­ri­sche Schaf­fen. Die Ergeb­nis­se der Grup­pe wer­den in einer öffent­li­chen Abschluss­le­sung am 06. Dezem­ber um 20Uhr im Kuko­on prä­sen­tiert. Ihr Roman­pro­jekt, „Die Oma im Baum“, wird Mül­ler-Hen­nig im Rah­men einer „Lesung der Sti­pen­dia­ten“ im Janu­ar vor­stel­len.

Ihr schrift­stel­le­ri­sches Wis­sen und Kön­nen gibt Mül­ler-Hen­nig bereits seit eini­ger Zeit regel­mä­ßig in einer Schreib­werk­statt für Jugend­li­che von 14–19 Jah­ren wei­ter. Die­se ver­mit­teln­de Tätig­keit mache ihr vie­le Din­ge bewusst, über die sie sonst nicht gestol­pert wäre, sagt sie. Die Dis­kus­si­on über For­mu­lie­run­gen, Sprach­phä­no­me­ne und Wort­wahl brin­ge sie auch in der eige­nen Schreib­ar­beit deut­lich wei­ter. Neben der Schreib­werk­statt von Colin Bött­ger im Lite­ra­tur­kon­tor habe sie außer­dem am meis­ten in der Schreib­grup­pe des Blau­mei­er-Ate­liers in Bre­men-Wal­le gelernt.

Das sei eine „zufäl­li­ge, sehr, sehr glück­li­che Begeg­nung“ vor vie­len Jah­ren gewe­sen, von der sie immer noch pro­fi­tie­re: „In der wöchent­li­chen Schreib­grup­pe kann ich mich frei ent­fal­ten und ler­ne immer etwas neu­es dazu.“ Sie freue sich schon auf das Erschei­nen eines bestimm­ten Buchs im kom­men­den Jahr: Dar­in wer­den die Schreib­werk­statt und die Foto­grup­pe zu denen sie zählt, vor­ge­stellt. Bleibt zu hof­fen, dass sich ihre Leser­schaft bald über ein Erschei­nen der „Oma im Baum“ freu­en darf.


Den Arti­kel ver­fass­te Maga­li Traut­mann
Er erscheint im Weser-Kurier in der Rubrik ›Jun­ge Talen­te‹, am 26.10.2019 
Auch zu lesen unter: www.weser-kurier.de

Unsere Anthologie ist erschienen

Die Antho­lo­gie ›So nimmt man das Leben mit‹ ist frisch im Sujet Ver­lag erschie­nen und ab sofort im Buch­han­del erhält­lich. Ent­stan­den ist der Band im Rah­men einer Schreib­werk­statt des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors unter der Lei­tung von Ange­li­ka Sinn. Im Zeit­raum von zwei Jah­ren ent­stan­den Tex­te von Autor*innen mit Migra­ti­ons- und Flucht­er­fah­run­gen.

Wei­te­re Infos gibt es hier»

So nimmt man das Leben mit

Die acht Autor*innen die­ser Antho­lo­gie kom­men ursprüng­lich aus Syri­en, Chi­le, Vene­zue­la, Iran, der Tür­kei und Ban­gla­desch, doch sie alle leben mitt­ler­wei­le in Deutsch­land.

Zwei Jah­re lang haben sie an einer Schreib­werk­statt des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors teil­ge­nom­men. Ihre Erfah­run­gen mit Ter­ror, Gewalt, Krieg und Flucht wur­den bei die­sen Tref­fen auch the­ma­ti­siert, im Mit­tel­punkt der von Ange­li­ka Sinn ange­lei­te­ten lite­ra­ri­schen Arbeit stan­den jedoch die Erin­ne­run­gen an die Zeit davor. Über das Erzäh­len gelang­ten die Autor*innen zum Schrei­ben, ihre Tex­te ver­fass­ten sie auf Deutsch. In den so ent­stan­de­nen Gedich­ten und Geschich­ten geht es um Kind­heit, Fami­lie, Freund­schaft und Lie­be, um klei­ne Bege­ben­hei­ten und gro­ße Ereig­nis­se, um das All­täg­li­che und Beson­de­re eines jeden Lebens.

Eure Heimat ist unser Albtraum“

Lesung von Fat­ma Ayd­e­mir und Hen­g­a­meh Yag­hoo­bi­fa­rah, Don­ners­tag, 05. Sep­tem­ber 2019
Am Don­ners­tag­abend, 05. Sep­tem­ber, lud das Kuko­on in der Neu­stadt zur Lesung aus dem Essay­band „Eure Hei­mat ist unser Alb­traum“ ein. Gele­sen wur­de von zwei­en der 12 betei­lig­ten Autor*innen, Fat­ma Ayd­e­mir und Hen­g­a­meh Yag­hoo­bi­fa­rah, die auch Herausgeber*innen des Buches sind. Beson­ders jun­ge, kul­tur- und poli­tik­in­ter­es­sier­te Per­so­nen waren an der Ver­an­stal­tung inter­es­siert. Somit war das Kuko­on wirk­lich über­füllt und eini­ge muss­ten sogar wie­der gehen, da irgend­wann jeg­li­cher Platz besetzt war und sich das Publi­kum schon auf den Trep­pen und Tischen sam­mel­te und sich auch im hin­te­ren Bereich des Lokals und auf der Büh­ne eng tum­mel­te. Ent­spre­chend des über­füll­ten Rau­mes war es auch sehr warm und sti­ckig, was sich durch den häu­fig erklin­gen­den Wunsch nach Luft und kal­ten Geträn­ken im Publi­kum äußer­te. Den­noch war die Stim­mung sehr posi­tiv, da sich ein ste­ti­ges Sum­men durch die vie­len ange­reg­ten Gesprä­che der Men­schen ver­neh­men ließ.

Um 20 Uhr begann nun die eigent­li­che Ver­an­stal­tung und die bei­den Autor*innen und die Mode­ra­to­rin wur­den mit erwar­tungs­vol­lem Applaus begrüßt. Zu Beginn erzähl­ten die bei­den Autor*innen von der Idee zu dem Werk und erläu­ter­ten die post-migran­ti­sche Per­spek­ti­ve aus der her­aus das Buch geschrie­ben wur­de. Im Fol­gen­den wur­de der Hei­mat­be­griff dis­ku­tiert und die Kri­tik, die der Buch­ti­tel nach der Ver­öf­fent­li­chung aus­ge­löst hat­te. Auch Ste­reo­ty­pe, Vor­ur­tei­le und poli­ti­sche Ereig­nis­se der ent­fern­ten, sowie der noch nicht ganz so ent­fern­ten Ver­gan­gen­heit sprach der gele­se­ne Text und die Dis­kus­si­on an. Die gele­se­nen Tex­te dreh­ten sich außer­dem um Exis­tenz­angst und inwie­weit zum Bei­spiel Silen­cing und Migra­ti­on die eige­ne Iden­ti­tät beein­flus­sen. Zudem wur­de auf den gleich­na­mi­gen Schreib­work­shop mit Fat­ma Ayd­e­mir und Hen­g­a­meh Yag­hoo­bi­fa­rah und das damit ver­bun­de­ne The­ma selbst­er­mäch­tig­ten Schrei­bens Bezug genom­men.

Zum Schluss, nach einer Dis­kus­si­on über Queer­ness und „wei­ßen“ Femi­nis­mus bran­de­te tosen­der Applaus auf, was den sowie­so schon begeis­ter­ten spon­ta­nen Bei­fall mit­ten­drin noch ein­mal über­traf. Nach dem Ende des Pro­gram­mes bestand nun die Mög­lich­keit, den bei­den Autor*innen per­sön­lich Fra­gen zu stel­len und ein Exem­plar des vor­ge­stell­ten Buches zu ergat­tern.

Text: Sinik­ka Schulz (Prak­ti­kan­tin im Lite­ra­tur­kon­tor)

Bremen liest!“, Freitag, 30.08.2019, ab 19 Uhr

Das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm der bun­ten Ver­an­stal­tung „Bre­men liest!“ bot so eini­ge Mög­lich­kei­ten, den Frei­tag­abend zu genie­ßen. Zum Bei­spiel um 19 Uhr in der gut gefüll­ten Buch­hand­lung Sieg­lin im Vier­tel, wo man die teil­wei­se recht amü­san­ten Kurz­ge­schich­ten von Hei­drun Immen­dorf kos­ten konn­te. Noch mehr Gäs­te hat­ten sich um 20 Uhr in der Hum­boldt Buch­hand­lung ver­sam­melt, was bei dem war­men Wet­ter und der Grö­ße der Buch­hand­lung ein wenig erstaun­lich war. Gegen die etwas höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren hal­fen küh­le Geträn­ke und Knab­ber­zeug sowie die wun­der­vol­le Lesung von Ernes­to Sala­zar-Jimé­nez hin­weg. Er las aus sei­nem Pro­sa­pro­jekt „Leich­tig­keit der Ein­sam­keit“, was sich als genau­so poe­tisch und fein­füh­lig her­aus­stell­te, wie es klingt. Die bemerk­ba­re Unsi­cher­heit des Autors stör­te kaum und ließ ihn nur umso sym­pa­thi­scher erschei­nen. Er brach­te sei­ne Emo­tio­nen mit geflü­gel­ten Wor­ten und hin­rei­ßend bild­haf­ter Spra­che zum Aus­druck.

Um 21 Uhr stand die Lesung von Lui Kohl­mann auf dem Pro­gramm. Da die Buch­hand­lung Bun­ten­tor aller­dings bereits schon bis auf den letz­ten Platz belegt war, ging es direkt wei­ter ins Kuko­on. Dort konn­te man mit einer offe­nen Büh­ne, einem sym­pa­thi­schen Mode­ra­tor und der DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür gemüt­lich den Abend aus­klin­gen las­sen. Auch hier boten die gele­se­nen Tex­te eini­ge Gele­gen­hei­ten zum Ein­tau­chen in die Gefühls­wel­ten ihrer Autoren oder Prot­ago­nis­ten. Sie brach­ten einen zum Schmun­zeln und zum Nach­den­ken. Dies war bei den lecke­ren Geträn­ken und der ent­spann­ten, fami­liä­ren Atmo­sphä­re des Kuko­ons ein wirk­lich gelun­ge­ner Abschluss einer tol­len Ver­an­stal­tung.

Text: Sinik­ka Schulz (Prak­ti­kan­tin im Lite­ra­tur­kon­tor)

Wir Strebermigranten“ — Emilia Smechowski (23.08.2019)

Es ist Frei­tag­abend und im Lager­haus haben sich weit über 100 Gäs­te ein­ge­fun­den zur Lesung mit der Autorin Emi­lia Sme­chowsk, die ihr Buch „Wir Stre­ber­mi­gran­ten“ vor­stellt. Dies fin­det im Rah­men der neu­en Lese­rei­he Out Loud statt. Obwohl auf­grund des Zug­ver­kehrs ein wenig zu spät, beginnt Sme­chow­si gekonnt sou­ve­rän und äußerst char­mant mit ihrem Pro­gramm.

Durch die sym­pa­thi­sche Frau fühlt man sich als Zuschauer/Zuhörer per­sön­lich ange­spro­chen und sehr nah dran am Gesche­hen, was nicht zuletzt an der mul­ti­me­dia­len Ein­bin­dung des Publi­kums liegt. Dies geschieht durch ein beson­de­res Pro­gramm auf den Smart­pho­nes der Zuschau­er, mit denen sie Fra­gen beant­wor­ten und auch selbst Fra­gen stel­len kön­nen, wel­che dann mit­hil­fe eines Bea­mers gut sicht­bar auf eine Lein­wand pro­ji­ziert und durch die Mode­ra­to­rin auf­ge­nom­men wer­den. Dadurch kön­nen die Gäs­te nicht bloß als lau­schen­de Wand im ver­dun­kel­ten Hin­ter­grund agie­ren, son­dern auch aktiv par­ti­zi­pie­ren und das Abend­pro­gramm mit­ge­stal­ten.

Beim Titel des vor­ge­stell­ten Wer­kes habe ich mich im Vor­feld gefragt, was die­ser zu bedeu­ten hat. Wie pas­sen die bei­den Wör­ter „Stre­ber“ und „Migrant(en)“ zusam­men? Genau die­se Fra­ge nach den bei­den titel­ge­ben­den Nomen wird durch die Mode­ra­to­rin zu Beginn erör­tert, sodass die Bedeu­tung der bei­den Wor­te schon ein­mal geklärt ist. Im Fol­gen­den wer­den diver­se Fra­gen und The­men bespro­chen, wie zum Bei­spiel die Geschich­te der pol­ni­schen Ein­wan­de­rer­fa­mi­lie sowie die damit ver­bun­de­nen Vor­ur­tei­le und Kon­flik­te, wie bei­spiels­wei­se Sprach­bar­rie­ren. Zudem macht die fol­gen­de Dis­kus­si­on neu­gie­rig auf das The­ma Migra­ti­on in Deutsch­land. Dis­ku­tiert wird außer­dem über die Begrif­fe Hei­mat und Iden­ti­tät, die ­- so Sme­chow­ski — jeder für sich selbst defi­nie­ren müs­se.

Text: Sinik­ka Schulz (Prak­ti­kan­tin im Lite­ra­tur­kon­tor)

Bremer Autorenstipendium 2019 geht an Laura Müller-Hennig und Annegret Achner

Foto: privat
Foto: pri­vat
Foto: Marc Stavros
Foto: Marc Stav­ros

Zur För­de­rung des lite­ra­ri­schen Nach­wuch­ses ver­gibt der Sena­tor für Kul­tur auch im Jahr 2019 zwei Sti­pen­di­en zu je 2500,- Euro an Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler, die ihren Wohn­sitz in Bremen/Bremerhaven oder dem angren­zen­den Umland haben. Die Sti­pen­di­en sol­len dazu die­nen, bereits begon­ne­ne deutsch­spra­chi­ge lite­ra­ri­sche Arbei­ten fer­tig­zu­stel­len und Autorin­nen und Autoren zu för­dern, deren Arbeit eine lite­ra­ri­sche Befä­hi­gung erken­nen lässt.

Nach der öffent­li­chen Aus­schrei­bung der Sti­pen­di­en haben sich seit Ende Juni 50 Autoren und Autorin­nen um das Sti­pen­di­um bewor­ben – so vie­le wie seit vie­len Jah­ren nicht! Die fünf­köp­fi­ge Jury war von der ins­ge­samt hohen Qua­li­tät der ein­ge­sand­ten Tex­te beein­druckt, lob­te die Viel­falt der Ide­en und Gen­res, muss­te sich schließ­lich aber für zwei der anony­mi­sier­ten Bewer­bun­gen ent­schei­den. Fol­gen­de Ent­schei­dung wur­de dabei getrof­fen:

Das Autoren­sti­pen­di­um 2019 geht an Lau­ra Mül­ler-Hen­nig und an Anne­gret Ach­ner.

Zur Begrün­dung der Jury geht es hier»

Aus­zü­ge aus den Manu­skrip­ten der bei­den Sti­pen­dia­tin­nen fin­den Sie hier»

Einen Arti­kel über Lau­ra Mül­ler-Hen­nig fin­den Sie hier»

Auszüge aus den Manuskripten der beiden Stipendiatinnen 2019

Foto: Marc Stavros
Foto: Marc Stav­ros

Lau­ra Mül­ler-Hen­nig: ›Die Oma im Baum‹
Ich träu­me, ich bin wie­der in der Woh­nung, in der ich mei­ne ers­ten Jah­re ver­bracht habe. Alle Möbel sind noch da. Es ist ein lau­er Som­mer­abend, durch die Fens­ter scheint ein mil­des Licht her­ein. In den Rega­len im Wohn­zim­mer ein­zel­ne, ver­ges­se­ne Taschen­bü­cher mit Esels­oh­ren. Lee­re  Glä­ser für Tusch­was­ser mit getrock­ne­ter Far­be an den Rän­dern. Und tote Zim­mer­pflan­zen, deren Blät­ter grau sind und brö­seln, wenn ich sie berüh­re.  Nur eine ein­zi­ge hat sich wun­der­sa­mer­wei­se am Leben erhal­ten, hat sich abwärts gerankt und umschlingt nun die Regal­fä­cher unter sich, jedes Blatt eine klei­ne gie­ri­ge Hand. Da ist noch der von Oma geerb­te Lehn­ses­sel, mit sei­nem sei­dig dünn geweb­ten Über­zug, der genau an der Stel­le durch­ge­wetzt ist, wo die Hän­de auf­lie­gen, wenn man sitzt. Hier lagen Omas Hän­de. Die mei­ner Mut­ter. Mei­ne. Ich bin auf dem Ses­sel her­um­ge­klet­tert und habe Figu­ren auf der Sitz­flä­che plat­ziert, habe mich davor­ge­kniet und mit ihnen Thea­ter gespielt. Der Ses­sel war Büh­ne für Dra­men, Mär­chen und Krie­ge. Wenn ich abends ins Wohn­zim­mer kam, weil ich wie­der ein­mal nicht schla­fen konn­te, saß mei­ne Mut­ter in ihm, die Füße hoch­ge­nom­men, die Bei­ne ange­win­kelt, und hat fern­ge­se­hen, hat manch­mal gesagt „Es läuft ein guter Film“, und ich durf­te auf ihren Schoß klet­tern, um ein paar Minu­ten mit­zu­schau­en. Als wir noch klein genug waren, pass­te ich zu zweit mit Esra auf die Sitz­flä­che. Ich erin­ne­re mich, wie wir ein­mal neben­ein­an­der ein wenig ein­ge­quetscht zwi­schen den Leh­nen saßen, mei­ne Mut­ter mach­te ein Foto von uns, wir tru­gen wild zusam­men­ge­stell­te Kos­tü­me aus Tüchern mei­ner Oma, mit denen wir uns umwi­ckelt hat­ten. Aber Esra ist nicht mehr da. Ich bli­cke wie­der in den Raum hin­ein. Die Möbel sind mit Spinn­we­ben über­zo­gen, als hät­ten die Spin­nen für jedes Stück ver­gan­ge­ne Zeit ein Stück Faden gewebt. Es ist still. Das gesam­te Miets­haus ist nicht mehr bewohnt, seit­dem wir aus­ge­zo­gen sind. Ich bemer­ke nun, dass der Raum grö­ßer wird, je län­ger ich hier ste­he und mich umschaue. Die Wän­de wach­sen in die Höhe, das Wohn­zim­mer dehnt sich zu einer Hal­le aus. Ich weiß auf ein­mal, ich muss mich beei­len. Ich lau­fe auf die Tür zu, mei­ne Schrit­te machen merk­wür­di­ge Geräu­sche, ich bli­cke hin­ab, sehe, ich lau­fe auf Est­rich, es gibt kei­nen Tep­pich mehr. Ich muss zur Küche kom­men, bevor alles sich so sehr wei­tet, dass ich sie nicht mehr errei­chen kann. Aus der Wohn­zim­mer­tür sprin­ge ich — über den Flur hin­weg wie über einen Bach — direkt in die gegen­über­lie­gen­de Küche hin­ein. Es bleibt kei­ne Zeit, um Bad, Kin­der- und Kla­vier­zim­mer zu besu­chen, das muss ich hin­neh­men. Dafür kom­me ich direkt zum Wich­tigs­ten: den Gemäl­den. Ich habe sie auf die Küchen­wand gemalt. Drei Stück neben­ein­an­der. Sie sind noch da. Ich bin erleich­tert. Auch sie wach­sen nun, sind bald höher als ich groß bin. Ich sehe sie nur ver­schwom­men, Ansamm­lun­gen von pas­tell­far­be­nen Farb­fle­cken, die umso mehr hin- und her­wa­bern, je län­ger ich hin­schaue. Aber ich ken­ne sie, ich ken­ne sie gut, ich weiß, hier fängt alles an.

Foto: privat
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Anne­gret Ach­ner: ›Bei­fang‹
»Da hängt was Gro­ßes drin«, sagt Enno plötz­lich. Knud­sen fällt die kal­te Pfei­fe aus dem Mund.
»Sieht aus wie ein gro­ßer Fisch?«, sagt Jan. Enno dreht an der Winsch, um das Netz wei­ter hoch­zu­zie­hen. »Schiet, das sieht komisch aus. Ganz ver­west«, sagt er und kneift die Augen zusam­men. »Wahr­schein­lich ein Schweins­wal. Von Rob­ben ange­knab­bert.«
»Glaub ich nicht«, knurrt der alte Fischer, stemmt sich nach hin­ten, um das Netz aufs Deck zu zie­hen.
»Los, glotzt nicht! Fasst zu!«
Im Netz hängt kein Fisch. Es ist ein Mensch. Ein toter Mann. Ange­fres­sen von Fischen oder Rob­ben. Jan wankt zur Reling, würgt.
»Nicht gegen den Wind«, schreit Enno. »Zur Lee-Sei­te, du Dös­bad­del!« Aber auch er ist grün im Gesicht.
Mit schnel­len Schrit­ten ist Knud­sen am See­funk­ge­rät im Nie­der­gang. Er nimmt das Funk­ge­rät und wählt Kanal 16.
»Bre­mer­ha­ven Weser Traf­fic! Bre­mer­ha­ven Weser Traf­fic! Bit­te mel­den!«
Ein kna­cken­des Geräusch. Eine tie­fe Män­ner­stim­me.
»Bre­mer­ha­ven Weser Traf­fic! Bre­mer­ha­ven Weser Traf­fic! Any Pro­blems?«
»Hier Fisch­kut­ter Mari­et­ta! Kut­ter Mari­et­ta!«
»Was ist los Knud­sen? Hier ist Hin­nerk. Wech­sel auf Kanal 22«, schnarrt die Stim­me.
»Ok, bin auf Kanal 22. Hin­nerk, wir haben ein Pro­blem.«
»War­te, ich habe euch auf dem Bild­schirm. Doch wohl nicht Mann über Bord?«
»Eher das Gegen­teil. Lei­che an Bord.«
»Du machst Wit­ze. Doch nicht euer Green­horn?«
»Um Got­tes wil­len! Nee, nee, eine Lei­che. Ein Mann. Mit dem Netz aus dem Was­ser gezo­gen. Könnt ihr ein Boot schi­cken? Küs­ten­wa­che oder Was­ser­po­li­zei. Egal, wer in der Nähe ist.«
»Eure Koor­di­na­ten?«
Knud­sen guckt auf das GPS: »53° 48‘ 30‘‘ N und 7°55‘10‘‘ E.«
»Hal­tet die Posi­ti­on. Notiert alle Daten: Uhr­zeit, Koor­di­na­ten eurer Posi­ti­on, Wet­ter­da­ten und Strö­mung. Und fasst nichts an. Im Moment liegt ein Boot der Was­ser­schutz­po­li­zei Wil­helms­ha­ven in Wan­ger­oo­ge. Ich ver­su­che, die raus­zu­schi­cken!«

Zur Begrün­dung der Jury gelan­gen Sie hier»

LiteraTour Nord 2019/20 startet

Am kom­men­den Wochen­en­de star­tet die ›Lite­ra­Tour Nord‹ in eine neue Run­de. Bre­men ist auch in die­sem Jahr wie­der fes­te Sta­ti­on der Lese­rei­se durch den Nor­den um den ›Preis der Lite­ra­Tour Nord‹. In den kom­men­den Mona­ten lesen ins­ge­samt sechs Autor*innen im Rah­men des ein­ma­li­gen Pro­jek­tes. Mit dabei sind dies­mal Nor­bert Scheu­er, Isa­bel Far­go Cole, Albrecht Sel­ge, Karen Köh­ler, Danie­la Kri­en und Ulri­ke Dra­es­ner .

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Werkstattheft MiniLit Nr. 9

Wäh­rend der Werk­statt ›Dann leben sie noch heu­te …!‹ sind fol­gen­de Tex­te ent­stan­den, die in einem Werk­statt­heft unse­rer Rei­he Mini­Lit (Nr. 9) ver­öf­fent­lich wur­den.

 

Vogel wer­den (von Lau­ra Mül­ler-Hen­nig)

Ich neh­me mein Schwes­ter­chen an die Hand. Ihre Hand ist klein und warm. Mein Schwes­ter­chen spricht nicht viel, hat noch nie viel gespro­chen. Schon mit dem ers­ten Wort hat sie sich lan­ge Zeit gelas­sen. Sie zeig­te auf eine Ente und rief: „Voooo­gel!“ Sie sprach immer wie­der die­ses Wort aus, als woll­te sie prü­fen, ob sie es noch konn­te. Sie freu­te sich jedes Mal, wenn es ihr gelang, lach­te dann, und wir lach­ten auch. Wir freu­ten uns, dass sie nun zu spre­chen begon­nen hat­te.

In letz­ter Zeit schläft Mama ziem­lich viel. Ein biss­chen wie Dorn­rös­chen, hat Papa erklärt, weil es eine Wei­le dau­ern wird, bis sie nicht mehr so müde ist. Mor­gens besu­chen wir sie in ihrem Zim­mer. Die Vor­hän­ge sind zuge­zo­gen. Mama liegt unter der Dau­nen­de­cke, streckt ihre Hand aus und streicht uns über den Kopf. Dann lau­fen wir los, Hand in Hand, nach drau­ßen in den Park, zum Enten­teich.

Mei­ne Schwes­ter sagt „Stein“. Beim Enten­teich spie­len wir, dass wir Stei­ne sind. Ein gro­ßer und ein klei­ner Stein. Wir kni­en uns auf den Boden, machen uns kugel­rund, blei­ben ein­fach so. Wir dür­fen nur flach atmen und kei­ne Geräu­sche machen, denn die Leu­te, die vor­bei­ge­hen, sol­len nicht sehen, dass wir kei­ne Stei­ne sind; und sie erken­nen uns tat­säch­lich nicht, obwohl wir manch­mal kichern müs­sen. Sogar Papa fällt dar­auf her­ein, als er uns zum Essen ruft. Wir wol­len noch nicht nach Hau­se, wol­len noch eine Wei­le Stei­ne blei­ben. Erst als die Däm­me­rung ein­setzt, gehen wir zurück. Mein Schwes­ter­chen sagt: „Ver­giss mich nicht!“ Ihre Hand liegt klein und warm in mei­ner.

Nein, ich ver­gess’ dich nicht, und du ver­gisst mich auch nicht.“

Sie blickt nach unten, setzt has­tig einen Fuß vor den ande­ren und sagt: „Nim­mer­mehr!“

Am Tag danach ist Mama immer noch müde. Sie streicht uns über den Kopf, rich­tet sich müh­sam auf, beugt sich nach vor­ne und gibt uns einen Kuss auf die Stirn. Dann fällt sie zurück in die Kis­sen und schläft wei­ter. Wir spie­len wie­der am Teich, legen uns auf den Bauch. Jetzt sind wir das Gras. Gras war das drit­te Wort, das mei­ne Schwes­ter in ihrem Leben gespro­chen hat. Die Leu­te spa­zie­ren über uns hin­weg, die Hun­de tol­len auf uns her­um, die Kin­der spie­len Fris­bee und Feder­ball auf uns. Wir wer­den bes­ser, kön­nen uns zusam­men­rei­ßen, unser Kichern unter­drü­cken. Nur manch­mal ent­wischt uns noch ein klei­nes Gluck­sen. Wie­der fin­det uns Papa nicht, als er uns zum Essen ruft. Wir wol­len jetzt nicht zurück, es ist ein­fach noch zu schön, Gras zu sein.

Also blei­ben wir so, bis die Däm­me­rung ein­setzt. Mein Schwes­ter­chen fragt: „Du ver­gisst mich doch nicht, oder?“

Nein, ich ver­gess’ dich nicht, und du ver­gisst mich auch nicht.“

Nim­mer­mehr“, sagt sie und drückt fest mei­ne Hand.

Am nächs­ten Tag sitzt Mama auf­recht im Bett, hat bereits auf uns gewar­tet, streicht uns über den Kopf und küsst uns auf die Stirn. Dann sind wir schon wie­der am Teich.

Wir set­zen uns ans Ufer, wol­len so still sein wie das Was­ser, das schwei­gend vor uns liegt. Wir sind gut gewor­den, schaf­fen es, kein ein­zi­ges Wort zu spre­chen. Als Papa uns zum Essen ruft, erkennt er uns nicht. Wir sind eins gewor­den mit dem Teich. Bald wird es dun­kel, aber ein biss­chen wol­len wir noch blei­ben.

Du ver­gisst mich nicht und ich ver­gess’ dich auch nicht!“, erklärt mein Schwes­ter­chen mit fes­ter Stim­me.

Nim­mer­mehr“, sage ich.

Sie nickt zufrie­den. Eine Stim­me ruft nach uns, sie klingt ver­traut, wir haben sie lan­ge ver­misst. Mei­ne Schwes­ter lässt über­rascht mei­ne Hand los und dreht sich um. Unse­re Mut­ter kommt ans Ufer gelau­fen und setzt sich zu uns. Auch sie ist ganz still, ist jetzt wie wir eins mit dem Teich.

Wind kommt auf und mit ihm erhe­be ich mich in die Luft. Mit ein paar Flü­gel­schlä­gen gelan­ge ich zur Mit­te des Tei­ches, las­se mich auf dem Was­ser nie­der. Es ist kalt, umspielt mei­ne Federn, kühlt mei­nen Bauch. Ich sehe, wie mei­ne Schwes­ter etwas zu mei­ner Mut­ter sagt und ihre Lip­pen Wor­te for­men, aber ich kann sie nicht ver­ste­hen. Die Däm­me­rung hat ein­ge­setzt. Ich seh­ne mich nach dem Grund unter mir, die Sehn­sucht steigt lang­sam immer wei­ter in mir auf, bis sie beginnt, unter mei­nem Gefie­der zu pul­sie­ren.

Mei­ne Schwes­ter und mei­ne Mut­ter bli­cken in mei­ne Rich­tung, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie mich sehen kön­nen oder durch mich hin­durch­bli­cken auf die Land­schaft hin­ter mir. Ich brei­te mei­ne Flü­gel aus, schla­ge ein paar Mal in die Luft, ohne abzu­he­ben, sprei­ze noch ein­mal die Federn, lege die Flü­gel wie­der an, hal­te mei­nen Vogel­leib gespannt und tau­che, Schna­bel vor­an, zum Grund hin­ab.

(Adap­ti­on von »Fun­de­vo­gel«)


Hin­ter der Rosen­he­cke (von Lui Kohl­mann)

Die Blät­ter schlu­gen mir ins Gesicht. Ein paar Schrit­te vor mir hat­te Ber­tha sich durch das grü­ne Dickicht gewühlt. Ich folg­te ihr. Far­ne, Schmet­ter­lings­bäu­me, hüft­ho­he Brenn­nes­seln, die sogar durch unse­re Klei­dung sta­chen. Mei­ne Haut brann­te. Rosen­ran­ken türm­ten sich hoch über uns auf, ihre dor­ni­gen Wider­ha­ken bohr­ten sich durch mei­ne Jacke und hiel­ten mich fest. Von wei­ter vor­ne hör­te ich Ber­tha mur­meln: „Rosa cani­na, Rosa brac­tea­ta, Rosa phoe­ni­cia Boiss, Urti­ca dioi­ca, Osmun­da rega­lis, Budd­le­ja davi­dii …“

Ber­tha! Wie kommst du so schnell da durch?“

Ber­tha blieb ste­hen. Ich kämpf­te mich wei­ter vor­an. Um eini­ge Schram­men rei­cher, gelang­te ich schließ­lich bei ihr an. Mit einem Taschen­mes­ser schnitt sie soeben einen Rosen­zweig ab, der eine Knos­pe, Blät­ter und Dor­nen trug.

Sie steck­te ihn in ihren Ruck­sack. „Für spä­ter“, sag­te sie.

Ich nick­te, zog mei­ne Kame­ra her­vor und doku­men­tier­te mei­ne Ver­let­zun­gen. „Foto­gra­fier auch noch die Troll­blu­me und den Grü­nen Nies­wurz! Die sind auf der Roten Lis­te der aus­ster­ben­den Arten. Ich habe die jah­re­lang nicht mehr gese­hen.“

Ich foto­gra­fier­te die Blu­men, auf die Ber­tha zeig­te. Die gel­ben Blü­ten der einen lagen über­ein­an­der wie ein zer­knautsch­tes miss­lau­ni­ges Gesicht.

Los, wei­ter!“, dräng­te Ber­tha.

Wir hör­ten nur das Rascheln der Blät­ter und unse­re Schrit­te.

Wo waren die Vögel? Wo waren die Käfer, Schmet­ter­lin­ge und ande­ren Insek­ten? Wir stan­den jetzt inmit­ten von Dor­nen­bü­schen. Es war dun­kel um uns her­um. Ein biss­chen Licht fiel nur durch einen klei­nen Durch­gang hin­ter uns, der sich – bil­de­te ich mir das ein? – lang­sam wie­der schloss.

Zeit für die Mache­te?“, frag­te ich unsi­cher.

Ich fürch­te, ja.“

Ber­tha hol­te die Mache­te aus ihrem Ruck­sack. Sie lag sicher in ihren seh­ni­gen, star­ken Hän­den und bahn­te uns einen Weg durch das Geäst. Ich hat­te jedes Gefühl für Zeit ver­lo­ren. Ich schau­te auf mein Han­dy. Zwei Stun­den schlu­gen wir uns schon durch die­se wil­de Vege­ta­ti­on. Plötz­lich ein schep­pern­der Laut. Ber­tha muss­te mit der Mache­te etwas Har­tes getrof­fen haben. Eine Wand? Ich leuch­te­te mit dem weni­gen Licht, das mein Han­dy bot, durch die Dor­nen: graue, dunk­le Stein­qua­der.

Es ist hier.“

Mei­ne Stim­me beb­te vor Erre­gung. „Wir müs­sen den Ein­gang fin­den.“

Wir beweg­ten uns nun an der Wand ent­lang, schab­ten und schlu­gen die knor­ri­gen Äste vom Mau­er­werk und tas­te­ten jede Uneben­heit ab, in der stän­di­gen Erwar­tung, auf ein Fens­ter, eine Tür oder ein Loch zu sto­ßen.

Hier ist etwas!“

Hin­ter den Dor­nen lag, kaum sicht­bar, eine mod­ri­ge Holz­tür mit einer ros­ti­gen Klin­ke. Ber­tha befrei­te die Tür vom Gewächs. Ich begann an der Klin­ke zu rüt­teln, zu zie­hen und zu drü­cken.

Nicht mit Gewalt.“ Ber­tha leg­te sanft ihre Hand auf mei­ne und drück­te die Klin­ke her­un­ter. Die Tür ließ sich öff­nen, schwer­fäl­lig und knar­zend.

Drin­nen herrsch­te dich­tes Schwarz. Der Geruch von Fäul­nis ström­te uns ent­ge­gen. Nur das Han­dy­licht warf einen blas­sen Licht­ke­gel vor unse­re Füße.

Wie viel Akku hast du noch?“

Drei­zehn Pro­zent“, las ich vom Dis­play ab. „Wenn ich das Licht anlas­se, viel­leicht noch eine Stun­de, viel­leicht nur eine hal­be.“

Und die Kame­ra? Mach mal ein Foto mit Blitz, ich will sehen, was hier ist, wie groß der Raum ist.“

Ich hol­te die Kame­ra her­vor. Für einen kur­zen Augen­blick war alles in glei­ßen­des Licht getaucht. Ich war geblen­det.

Zeig das Foto!“, ver­lang­te Ber­tha.

Pil­ze, Schim­mel über­wu­cher­ten, was viel­leicht ein­mal Möbel gewe­sen waren. Wei­ter hin­ten im Raum ein Durch­gang.

Da müs­sen wir durch.“ Vor­sich­tig bahn­ten wir uns einen Weg durch den Raum, im engen Radi­us des Han­dy­lichts. Ich ver­such­te, den Pilz­ge­schwü­ren aus­zu­wei­chen, doch Ber­tha zogen sie magisch an.

Ich will eine Pro­be neh­men“, sag­te sie und griff mit einem Plas­tik­beu­tel nach einem Pilz, der im schwa­chen Licht schlei­mig glänz­te. Doch als sie den Pilz abzog, sah sie, dass sich dar­un­ter alter Stoff hob und senk­te.

Vor Schreck hiel­ten wir die Luft an und hör­ten – ganz lei­se – einen frem­den Atem. Wir fuh­ren den rie­si­gen Schleim­pilz mit dem Licht ab. Er hat­te sich um einen Kör­per geschlun­gen. Am Boden des Pil­zes lug­ten zwei Füße her­vor, die in alt­mo­di­schen Schlap­pen steck­ten.

Die Gerüch­te bewahr­hei­te­ten sich also. Damit hat­te ich nicht gerech­net.

Wei­ter!“, flüs­ter­te Ber­tha schließ­lich und schob mich ent­schie­den fort, ins nächs­te Zim­mer. Auch dort waren über­all rie­si­ge Pil­ze – und jetzt, da ich es wuss­te, hör­te ich ganz lei­se von über­all her Atem­ge­räu­sche …

Wir beweg­ten uns von Zim­mer zu Zim­mer. Ber­tha nahm Pro­be um Pro­be. Der Akkustand sank bestän­dig. Zuletzt, als nur noch drei Pro­zent ver­blie­ben, fan­den wir uns vor einer geschlos­se­nen Tür wie­der. Alter Lack blät­ter­te ab.

Wir zogen die Tür auf. Vor uns wand sich eine stei­ner­ne Wen­del­trep­pe in die Höhe. Wir stie­gen empor. Unse­re Schrit­te hall­ten. Als wir auf der obers­ten Stu­fe stan­den, waren wir in einem klei­nen Raum ange­kom­men. Mit Löchern in den Wän­den, durch die Schling­pflan­zen und Rosen in das Zim­mer wuch­sen.

Ein ein­sa­mes Bett und ein Spinn­rad stan­den dort.

(Adap­ti­on von »Dorn­rös­chen«)

Werkstattheft MiniLit Nr. 6

Wäh­rend der Werk­statt ›An Bord — Über­Le­ben von A nach B‹ sind fol­gen­de Tex­te ent­stan­den, die in einem Werk­statt­heft unse­rer Rei­he Mini­Lit (Nr. 6) ver­öf­fent­lich wur­den.

 

Blät­ter­fall (von Ane­ta Potry­kus)

Käl­te. Kal­tes Meer an das Boot schlägt. Kal­te Luft mei­ne Haut peitscht. Fest zusam­men­ge­schnürt den Stoff um mich gehüllt, was­ser­ab­wei­send, doch nicht resis­tent. Alles ist Käl­te. Ich ver­su­che, lang­sa­mer zu atmen. Die Käl­te gelangt in einem Sog in mei­ne Lun­ge und packt sie, umhüllt sie mit eisi­gem Schau­er. Atem­zug um Atem­zug brei­tet sie sich aus und will nicht mehr ent­wei­chen.

Ich muss die Luft anhal­ten, die Käl­te abschüt­teln. Sie wird mein Tod sein. Nicht in den Flu­ten ertrin­ken. Nicht durch Hun­ger oder Trink­was­ser­not wird das Leben ein Ende neh­men. Ich hal­te die Luft an, Ener­gie spa­ren. Lau­sche dem Meer, wel­ches ich nicht mehr ertra­gen kann. Es ist kein Lau­schen, schon lan­ge nicht mehr. Ich bin dem aus­ge­setzt, aus­ge­lie­fert. Das per­ma­nen­te Geräusch des Mee­res dröhnt in mei­nen Ohren.

30 Sekun­den sind ver­stri­chen oder schon mehr. Zäh­le ich zu lang­sam oder zu schnell. Das Dröh­nen. Ich neh­me einen Atem­zug und öff­ne dabei die Augen. Ein Blatt, es fällt vom Him­mel. Es wird still um mich. Und noch eins! Ich kann das Meer nicht mehr hören. Kein Geräusch. Frost weicht Wär­me. Ich will schrei­en, rufen, mei­nen Kame­ra­den die Blät­ter zei­gen. Die Kame­ra­den, lan­ge habe ich schon nicht mehr an sie gedacht. Ich muss­te Ener­gie spa­ren. Schon seit Tagen beach­te ich sie nicht mehr, die neben mir ste­hen. Einer steht vor mir, vier oder fünf auf der rech­ten und zwei auf der lin­ken Sei­te. Es ist einer­lei, wel­chen Platz ein Mensch in die­sem Boot ein­nimmt. Doch jetzt möch­te ich rufen: „Hört hin, der Lärm, ja der Lärm, ich höre ihn nicht. Fühlt, atmet, die Käl­te ist ver­gan­gen.“

Ich könn­te in das Meer sprin­gen, die Blät­ter mit den Hän­den grei­fen. Sie aus dem Meer fischen und kei­ne Käl­te wür­de ich spü­ren. Es wäre nicht mal bedenk­lich oder gar todes­mu­tig. Das Meer hat sich auf mei­ne, auf unse­re Sei­te gestellt. Die Käl­te und den Lärm mit­ge­nom­men. Kann das sein?

Blät­ter fal­len vom Him­mel, wahr­haf­tig, mit­ten auf dem Meer. Kein Wald, kein ein­zi­ger Baum steht in der Nähe. Mei­ne Kame­ra­den haben die Augen ver­schlos­sen. Ich soll­te sie wecken, aber viel­leicht fal­len die Blät­ter dann schnel­ler ins Meer oder das Ereig­nis ent­flieht inner­halb einer Sekun­de und die Käl­te kehrt zurück. Viel­leicht darf nur ich die­ses Spek­ta­kel erle­ben. Wie in Zeit­lu­pe fal­len die Blät­ter, lang­sam, lang­sa­mer, noch lang­sa­mer. Ich atme. Wär­me durch­strömt mich. Hit­ze.

Nein! Ich wer­de nie­man­den rufen. Dies ist mein Erleb­nis. Das sind mei­ne Blät­ter. Ich ver­su­che, kei­nen Laut von mir zu geben und lang­sam zu atmen. Wie wun­der­schön die Blät­ter sind. Eins kann ich doch grei­fen. Lang­sam den Arm stre­cken, lei­se, noch lei­ser und zugrei­fen. Mei­ne Blät­ter. Der lin­ke Kame­rad öff­net die Augen. Ver­flixt, ich war zu laut. Er lächelt und ruft: „Schaut, Blät­ter fal­len vom Him­mel.“ Da öff­nen alle Kame­ra­den die Augen. Kein wei­te­res Blatt fällt mehr vom Him­mel. Ich atme kal­te Mee­res­luft ein. Viel­leicht stür­ze ich mich auf den Kame­ra­den. Viel­leicht schlie­ße ich die Augen und wer­de sie nie wie­der öff­nen. Viel­leicht sprin­ge ich ins Meer. Lang­sam schlie­ße ich die Augen. Käl­te.


An Bord eines Raum­schiffs (von Johan­na Schwarz)

I

Ich ste­he an der Reling im Wind, im Wiii­ind. Ich kon­zen­trie­re mich auf das Gefühl, wie er über mei­ne Haut streicht, mich leicht frös­teln lässt. Ich will es spei­chern, ein­pa­cken, mit­neh­men. Ich wer­de es viel­leicht nie wie­der spü­ren. Mein Bauch beginnt zu grum­meln, nicht vor Hun­ger, es ist die­se ver­wir­ren­de Mischung aus Auf­re­gung, Unge­duld und Angst. Was wird mich erwar­ten?

Mein Abschied ist unter dem Man­tel die­ser Gefüh­le an mir vor­bei­ge­zo­gen. Als sie mich in die Arme schlos­sen und mir „Viel Glück!“ wünsch­ten. Die Kol­le­gen aus dem Labor, die mein­ten: „Wie­so aus­ge­rech­net du und nicht ich?“ Mei­ne Eltern, die mir eigent­lich sagen woll­ten: „War­um machst du das? Wir brau­chen dich hier.“

Ich muss es tun, sei­net­we­gen. Ich wuss­te es in dem Augen­blick, als ich die Aus­schrei­bung sah. Kein Moment des Zwei­felns. Auch jetzt nicht, da ich das Raum­schiff vor mir sehe und alles zum Grei­fen nah ist.

Es war sein Traum. Er hat­te von nichts ande­rem mehr gespro­chen und mir zu Weih­nach­ten ein Tele­skop über­reicht. „Siehst du, das hier ist die Erde.“ Er zeig­te auf unse­re Füße: „Da sind wir jetzt.“ Dann dreh­te er am Objek­tiv des Fern­rohrs: „Und wenn ich mal nicht mehr bin, dann trei­be ich irgend­wo dort drau­ßen umher.“

Wor­te, die sich in mein klei­nes Gehirn ein­brann­ten.

Er ist nicht mehr ganz rich­tig im Kopf“, hat­ten mei­ne Eltern gesagt. Und jetzt dach­ten sie das­sel­be über mich.

Ent­schlos­sen wen­de ich mich um und gehe hin­ein, um auf den Mor­gen zu war­ten, auf den Abflug, auf den Moment, in dem sich alles umkehrt und mein Him­mel nicht mehr blau ist, son­dern tief­schwarz und vol­ler greif­ba­rer, fun­keln­der Mög­lich­kei­ten.

II

Kli­cken, Rau­schen. Die Knöp­fe blin­ken in mei­nen Augen­win­keln. Ganz wild, ganz rot. Ein schlech­tes Zei­chen? Geht irgend­was schief? Etwas drückt auf mich, die Ton­nen Metall um mich her­um bewe­gen sich. Es ruckt und wackelt. Ich kip­pe zur Sei­te, sehe die Sche­men der ande­ren vor­bei­zie­hen. Was, wenn ich fal­le … was, wenn ich mich ver­let­ze … wenn … Mein Magen stürzt ab, wie in die­sen High-Speed-Auf­zü­gen. Ich klam­me­re mich an den Sitz und mei­ne Fin­ger­knö­chel wer­den weiß. Ich sehe kein Drau­ßen. Ich spü­re, wie wir an Höhe gewin­nen, aber ich sehe es nicht. Mei­ne Gedan­ken ent­wi­schen mir, ich füh­le den Druck auf mei­nen Schlä­fen, sehe das Augen­paar mir gegen­über, weit auf­ge­ris­sen, und fra­ge mich, wie ich selbst aus­se­he. Auf mei­nem Sitz gekau­ert. Wir sind jetzt Schat­ten. Erstarr­te Sil­hou­et­ten inmit­ten von roten Blink­lich­tern.

III

Ich schwe­be zu einem der Ses­sel und las­se mich dar­auf nie­der. Die ande­ren sind in Bücher ver­tieft oder in einem ande­ren Teil des Raum­schiffs unter­wegs. Sie haben auf­ge­hört, täg­lich Video­bot­schaf­ten zu sen­den. Ich habe noch kei­ne ein­zi­ge ver­schickt.

Die anfäng­li­che Begeis­te­rung über die Schwe­re­lo­sig­keit hat nach­ge­las­sen, die regel­mä­ßi­gen Zusam­men­stö­ße in der Luft auch. Jetzt ver­geht die Zeit zäh, wie in einem end­lo­sen Zustand.

Wir sind zu viert. Mag­gie ist sehr ruhig, sie sitzt meis­tens am Fens­ter, aber wenn sie sich doch ins Gespräch ein­mischt, fun­keln ihre Augen vor Vor­freu­de und ihre ruhi­ge Stim­me bringt alle zum Zuhö­ren und Träu­men. Ben hin­ge­gen ist immer auf­ge­kratzt, unru­hig, er kann das War­ten am wenigs­ten ertra­gen und bringt uns mit sei­nen Wit­zen und sei­ner Unru­he ent­we­der zum Lachen oder treibt uns zur Weiß­glut. Nur Lin­da bringt ihn manch­mal zum Schwei­gen, wenn sie sich durch ihre glän­zen­den Haa­re streicht und ihn abschät­zig anblickt. Noch schaut sie auf uns alle her­ab, aber wenn ihr end­gül­tig bewusst wer­den wird, dass es nur uns vier gibt und die Zuschau­er vor dem Fern­se­her nichts für sie tun kön­nen, wird sie von ihrem hohen Ross her­un­ter­stei­gen müs­sen. Ich hal­te mich meis­tens raus. Ich muss mei­ne Posi­ti­on erst noch fin­den und wer­de bis dahin beob­ach­ten.

IV

Wir befin­den uns nun in einem selt­sa­men Zwi­schen­raum, in dem wir nicht so recht auf­ein­an­der zukom­men. Über unse­re Erin­ne­run­gen, denen wir nach­hän­gen oder von denen wir uns lang­sam zu lösen ver­su­chen, wol­len wir nicht ger­ne spre­chen. Nur manch­mal bre­chen Hoff­nungs­schim­mer aus dem einen oder ande­ren her­aus. Wir gera­ten ins Schwär­men, über­le­gen, wie es wohl sein wird. Mag­gie dreht sich dann zu uns um und malt die Zukunft in den bun­tes­ten Far­ben. Sie blickt dabei oft zu mir her­über und ich füh­le mich unwohl und geschmei­chelt zugleich, da sie mich anschei­nend als Teil die­ser Zukunft akzep­tiert hat.

Jedes Mal gelan­gen wir irgend­wann an den Punkt, an dem Ben stöhnt: „Wären wir doch end­lich da.“ Danach herrscht wie­der Schwei­gen, und wir keh­ren zu unse­ren Beschäf­ti­gun­gen zurück – als wäre nichts gesche­hen.


Mars One (von Vio­la Bau­er)

I

Mir scheint, so weich wie heu­te war das Fell hin­ter dei­nen Ohren noch nie. Bereits eine hal­be Stun­de sit­ze ich hier und streich­le in Gedan­ken dei­nen Kopf. Ich spü­re dich so deut­lich, dass ich anfan­ge, lose Haa­re von mei­ner Hose zu zup­fen. Wie blöd kann man sein?

Tie­re sind nicht erlaubt, ich flie­ge allein. Das habe ich mir so aus­ge­sucht, und es wird mir den Schlaf rau­ben.

Ich wer­de die Erde ver­las­sen, einen Neu­start wagen, alles auf null set­zen. Als einer der ers­ten Men­schen. Allen Ärger, alles, was uns belas­tet, kön­nen wir zurück­las­sen. Wir star­ten ohne Krieg in unse­rer Geschich­te. Ohne Geld. Wir wer­den eine neue Gesell­schaft bil­den. Wer könn­te da Nein sagen? Wir wer­den die Zukunft sein.

II

Mei­ne Knie zit­tern, ich kann sie nicht still­hal­ten. Was willst du hal­ten?

Die­se Vibra­ti­on. Die­ser Druck. Den Weg zurück gibt es nicht, Mag­gie.

Halt den Mund!“

Mein lin­kes Auge pocht, es brennt, will bers­ten. Ein wei­ßer Blitz rammt sich in mei­nen Schä­del. Zurück! Weg! Schluss! Ich wer­de ver­rückt. Grün. Gelb. Schwarz. Mei­ne Welt dreht sich. Her­um. In mei­nem Magen. Drückt sich. Her­aus. Der Lärm schluckt alles. Er wird dich schlu­cken! Jetzt.

III

Ich habe ange­fan­gen, mir Ritua­le zu schaf­fen. Mor­gens, oder bes­ser: Wenn ich die Augen öff­ne, rezi­tie­re ich das ers­te Gedicht, das mir ein­fällt, oder sin­ge die ers­te Lied­zei­le stumm vor mich hin. Ich neh­me ein­fach den aller­ers­ten Gedan­ken und erzäh­le eine klei­ne Geschich­te, nur für mich. Zeit ist rela­tiv.

Jedes Mal erstaunt es mich aufs Neue, wie mei­ne Augen­li­der irgend­wann vor Erschöp­fung zufal­len und mich mit die­sem Akt der Mil­de in einen Däm­mer­zu­stand zwi­schen Traum und Nichts sin­ken las­sen. Heben die Lider sich, durch­schrei­te ich das Tor zu mei­ner per­sön­li­chen Höl­le.

Unse­re mensch­li­chen Geräu­sche ver­mi­schen sich mit den Geräu­schen der Maschi­ne, den Piep­sern, dem Rau­schen des Air Con­di­tio­ners, der unse­re Luft keim­frei auf­be­rei­tet zu unse­ren Lun­gen zurück­schickt. In die­sem Cha­os wabert die eine Sei­te zur ande­ren, immer häu­fi­ger ent­glei­tet mir das Oben und Unten, bis selbst Mensch und Maschi­ne unun­ter­scheid­bar wer­den.

Ich hof­fe jeden Tag, dass mir die Wor­te blei­ben, die Lie­der, die Geschich­ten, dass sie auf eine uner­gründ­li­che Art ange­spült wer­den und ich sie auf­sam­meln kann wie die Muscheln als Kind.

Zufall, dass sie alle von Frauen geschrieben wurden“

Katharina Mild, arbeitet als freie Journalistin. Sie hat die Lesebühne „Out Loud“ zusammen mit dem Bremer Literaturkontor gegründet.
Katha­ri­na Mild, arbei­tet als freie Jour­na­lis­tin. Sie hat die Lese­büh­ne „Out Loud“ zusam­men mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor gegrün­det.

taz: Frau Mild, Sie haben mit „Out Loud“ eine bis­lang rein weib­li­che Lese­büh­ne gegrün­det. Wie viel Nach­hol­be­darf hat Bre­men da?
Katha­ri­na Mild: Es kom­men recht weni­ge jun­ge Autorin­nen nach Bre­men und es gibt hier auch nur weni­ge Mög­lich­kei­ten, aktu­el­le Bücher vor­zu­stel­len. Grund­sätz­lich sind Frau­en unter­re­prä­sen­tiert in der Bran­che: Was Ver­öf­fent­li­chun­gen angeht, aber auch bei Rezen­sio­nen und eben Ver­an­stal­tun­gen. Es ist mir schon ein Anlie­gen, die­se Lücke zu fül­len.

Die bis­he­ri­gen Bücher sind alle auto­bio­gra­phisch. Ist das Zufall, oder gehört’s zum Kon­zept?
Das ist eher ein Zufall. Ich fin­de es sehr span­nend, Men­schen da zu haben, die etwas geschrie­ben haben, wovon Sie auch per­sön­lich betrof­fen sind. Dar­über habe ich die Bücher aus­ge­sucht und es war dann übri­gens auch Zufall, dass sie alle von Frau­en geschrie­ben wur­den. Das bleibt jetzt auch erst mal so, auch wenn ich Män­ner gar nicht grund­sätz­lich aus­schlie­ßen wür­de. Das wäre ja auch Quatsch.

Wer kommt heu­te Abend?
Marei­ce Kai­ser. Sie ist Autorin, Blog­ge­rin und Jour­na­lis­tin. 2016 hat sie das Buch „Alles inklu­si­ve“ über das Leben mit ihrer schwer mehr­fach­be­hin­der­ten Toch­ter ver­öf­fent­licht, die mitt­ler­wei­le ver­stor­ben ist. Da geht es natür­lich um Inklu­si­on: Wie gestal­tet sich der All­tag? Als Jour­na­lis­tin beschäf­tigt sie sich aber auch inten­siv mit den The­men Pränataldia­gnostik und Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf. Und dar­um wird es heu­te dann auch gehen. Das ist ein brei­tes Spek­trum.

Inklu­si­on ist ja heu­te eine breit geführ­te Debat­te. Was ist hier so beson­ders?
Die Betrof­fe­nen sind in der Debat­te klar unter­re­prä­sen­tiert. Sich da so klar und so stark zu posi­tio­nie­ren, ist schon etwas sehr Sel­te­nes.

Was mei­nen Sie damit, dass „Out Loud“ ein inter­ak­ti­ves For­mat ist?
Mir ist wich­tig, dass es eine Form der Betei­li­gung gibt – eine Ebe­ne, auch aus dem Publi­kum eige­ne Gedan­ken mit­zu­tei­len. Dann aber nicht am Ende die­se typi­sche Fra­ge­run­de, in der jemand auf­steht und einen Vor­trag über irgend­was hält. Bei „Out Loud“ neh­men die Men­schen über ihre Han­dys teil, log­gen sich auf einer Web­site ein und ihre Fra­gen wer­den auf eine Lein­wand pro­ji­ziert. Wir füh­ren aber zum Bei­spiel auch Abstim­mun­gen durch, heu­te expe­ri­men­tie­ren wir mit einem Quiz. So kön­nen auch schüch­ter­ne Men­schen an der Dis­kus­si­on teil­neh­men.

Gestal­ten die Autorin­nen den inter­ak­ti­ven Teil?
Nein, die wer­den auch über­rascht. Die waren alle sehr offen dafür und fan­den die Idee total super.

Es sind ja auch vie­le Netz­men­schen dabei.
Ja, die Autorin­nen sind auf Twit­ter, oder haben ihre Blogs. Sie sind aber auch fast alle Jour­na­lis­tin­nen. Das ist wahr­schein­lich ein Symp­tom des heu­ti­gen Sach­buch­markts: Wenn Frau­en Sach­bü­cher ver­öf­fent­li­chen, dann haben sie meis­tens vor­her lan­ge Arti­kel in der Zei­tung geschrie­ben – vie­le von „Out Loud“ ja auch in der taz. Dann wur­den sie ange­spro­chen, ob sie nicht ein Buch dar­aus machen wol­len. Es macht die­se Tex­te schon aus, dass sie so direkt aus dem The­ma kom­men. Und dass die Autorin­nen sie auch erzäh­len kön­nen.


Das Inter­view führ­te Jan-Paul Koop­mann
Arti­kel erschie­nen in der taz  Bre­men, am 19.9.2019
Auch zu lesen unter: www.taz.de

Eine breite Auswahl von Genres“

Jens Laloire, 41, ist Autor, Kulturjournalist und Geschäftsführer des Literaturkontors Bremen.
Jens Laloire, 41, ist Autor, Kul­tur­jour­na­list und Geschäfts­füh­rer des Lite­ra­tur­kon­tors Bre­men.

taz: Herr Laloire, „Bre­men liest“ fin­det heu­te zum zwei­ten Mal statt. Nach wel­chen Kri­te­ri­en wur­den die Autor*innen aus­ge­wählt?
Jens Laloire: Es gab ein Bewer­bungs­ver­fah­ren, bei dem wir lei­der nicht alle berück­sich­ti­gen konn­ten. Wir haben vor allem auf eine gute Mischung aus jün­ge­ren und älte­ren Autor*innen und eine brei­te Aus­wahl von Gen­res geach­tet. Dabei haben wir jedoch nur Autor*innen in Betracht gezo­gen, die bereits etwas publi­ziert haben.Inwieweit sind auch Wer­ke ver­tre­ten, die aktu­el­le poli­ti­sche The­men behan­deln?
Ein gutes Bei­spiel dafür ist „Leu­te machen Klei­der“ von Imke Mül­ler-Hell­mann. Sie hat sich mit der glo­ba­len Tex­til­in­dus­trie befasst, mit Kon­zer­nen gespro­chen, sich zu den Pro­duk­ti­ons­stät­ten bege­ben und sich die Arbeits­be­din­gun­gen ange­schaut.

Wie war im letz­ten Jahr die Reso­nanz und wel­che Men­schen kom­men zu den Lesun­gen?

Der größ­te Teil der Besucher*innen ist schon etwas älter, doch wir haben fest­ge­stellt, dass jun­ge Autor*innen auch jun­ge Besucher*innen anzie­hen. Wir hat­ten im letz­ten Jahr eine Lesung, bei der eini­ge Men­schen nicht mehr hin­einkamen, weil die Buch­hand­lung nur hun­dert Leu­te fass­te.

Wird es die­ses Jahr auch Aktio­nen für die Besucher*innen geben?

Im Vor­feld hat­ten Inter­es­sier­te die Mög­lich­keit, sich für die offe­ne Büh­ne im Kuko­on anzu­mel­den. Inner­halb von sie­ben Minu­ten dür­fen die Autor*innen dort ihre Wer­ke auf der Büh­ne vor­tra­gen. Nächs­tes Jahr wol­len wir die Mög­lich­kei­ten zum akti­ven Mit­ma­chen wei­ter aus­bau­en.

Außer­dem haben die Besu­cher die­ses Jahr die Mög­lich­keit, einen Ein­blick in das Ver­lags­we­sen zu erhal­ten …

Genau. Um 15 Uhr klärt Klaus Kell­ner vom Kell­ner-Ver­lag in der Neu­stadt Inter­es­sier­te über die hand­werk­li­chen Schrit­te vom Manu­skript zum Buch auf.

Wie ist es denn ins­ge­samt um die Bre­mer Lite­ra­tur­sze­ne bestellt?

Es gibt neben „Bre­men liest“ wei­te­re Fes­ti­vals wie etwa „Poe­try on the Road“. Außer­dem gilt der Bre­mer Lite­ra­tur­preis als einer der renom­mier­tes­ten in Deutsch­land. Was uns aber fehlt, ist ein klas­si­sches Lite­ra­tur­zen­trum. Einen gro­ßen Ver­an­stal­tungs­ort für Lesun­gen aller Art. Dabei stel­le ich mir aber kei­nen eli­tä­ren Bil­dungs­tem­pel vor, son­dern ein Ort, an dem sich auch die freie Sze­ne aus­to­ben kann.

Wor­über freu­en Sie sich heu­te beson­ders?

Es ist wun­der­bar, dass wir dies­mal drei Kinderbuchautor*innen dabei haben und dadurch auch die Jüngs­ten an dem Fes­ti­val ihre Freu­de haben kön­nen.


Das Inter­view führ­te Flo­ri­an Faboz­zi
Arti­kel erschie­nen in der taz  Bre­men, am 30.8.2019
Auch zu lesen unter: www.taz.de

40 Autoren aus Bremen bei der Literaturnacht

Am 30. August öff­nen die Buch­hand­lun­gen wie­der ihre Türen für die zwei­te Bre­mer Lite­ra­tur­nacht. 40 Bre­mer Autorin­nen und Autoren wer­den Kurz­le­sun­gen ver­an­stal­ten.

Eine Lan­ge Nacht der Lite­ra­tur. Das ist es, wovon Gabrie­le Becker träumt. Ein kul­tu­rel­ler Abend, ähn­lich der Lan­gen Nacht der Muse­en, die in die­sem Jahr bereits zum 19. Mal statt­ge­fun­den hat. Becker wünscht sich Bus­se, die von Ort zu Ort fah­ren, Lesun­gen an unge­wöhn­li­chen Orten und ein bun­tes Rah­men­pro­gramm. Die Redak­teu­rin des Wel­len­schlag Text- und Ver­lags­kon­tors will Bre­mens Buch­han­dels­kul­tur die Aner­ken­nung zukom­men las­sen, die sie ihrer Mei­nung nach ver­dient, sie will Autoren aus Bre­men und dar­über hin­aus eine Platt­form geben. Kurz­um: Becker will mehr. Sie will die Stadt zum Lesen und Lau­schen brin­gen. Aktu­ell, sagt sie, arbei­te sie gemein­sam mit dem Bre­mer Buch­han­del, dem Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels, dem Lite­ra­tur­kon­tor und dem Senat an einem Kon­zept.

17 Buch­hand­lun­gen und Ver­la­ge haben geöff­net
Doch bis die­ses kon­kre­ter ist, müs­sen Becker und ihre Mit­strei­ter in die­sem Jahr noch ein biss­chen klei­ner den­ken. Klei­ner, aber trotz­dem schon ziem­lich umfang­reich: Am 30. August heißt es zum zwei­ten Mal „Bre­men liest! – Bre­mer Lite­ra­tur­nacht“. 17 Buch­hand­lun­gen und Ver­la­ge öff­nen in den Abend­stun­den ihre Türen, stel­len sich vor und geben 40 Autoren und Autorin­nen aus Bre­men und umzu eine Büh­ne, um aus ihren Tex­ten vor­zu­le­sen.

In Bre­men-Mit­te, im Vier­tel, in Schwach­hau­sen, Fin­dorff, der Neu­stadt und Bre­men-Nord ste­hen zwi­schen 19 und 21.30 Uhr halb­stün­di­ge Lesun­gen auf dem Pro­gramm. „Von Kri­mis über Lyrik und Bre­men­si­en bis hin zu Kin­der­bü­chern ist alles dabei“, sagt Becker. In Mit­te wer­den die Buch­hand­lung Franz Leu­wer (Lesun­gen von Mei­ke Dan­nen­berg, Rai­ner Persch und Lau­ra Mül­ler-Hen­nig), die Buch­hand­lung Storm (Micha­el Augus­tin, Lilia­ne Skal­e­cki, Die­ter Brand-Kruth), der Sujet-Ver­lag und die Buch­hand­lung Geist bespielt. Der Carl-Schü­ne­mann-Ver­lag bie­tet wie schon im ver­gan­ge­nen Jahr einen Bücher­lift an: Besu­chern wird im Fahr­stuhl Lite­ra­tur des Ver­la­ges vor­ge­stellt.

Im Vier­tel sind die Georg-Büch­ner-Buch­hand­lung sowie die Buch­hand­lun­gen Hum­boldt und Sieg­lin betei­ligt. In Schwach­hau­sen gibt es Lesun­gen in den Buch­hand­lun­gen Mel­chers und Satt­ler; in der Neu­stadt wird in den Buch­hand­lun­gen Bal­ke und Bun­ten­tor gele­sen. Mit dem Wort „Nacht“ nicht ganz so genau nimmt es der Kell­ner-Ver­lag: Hier gibt Klaus Kell­ner bereits um 15 Uhr unter dem Titel „Vom Manu­skript zum Buch“ Ein­bli­cke in die Ver­lags­ar­beit.

Im Fin­dorf­fer Bücher­fens­ter sind um 19 Uhr Jür­gen und Mari­ta Alberts zu Gast, die Kri­mi-Duet­te aus ihrem Buch „Es muss nicht immer Mord sein“ lesen. Um 20 Uhr gibt es mit „Fah­ren­des Volk“ Pro­sa von Jut­ta Michels, um 21 Uhr Pro­sa von Phil­ipp Cypri­an.

In Bre­men-Nord betei­li­gen sich die Lesu­mer Lese­zeit, die Otto und Sohn Bücher­welt und die Blu­mentha­ler Bücher­stu­be an der Lite­ra­tur­nacht.

Und 2020? Wenn es nach Becker geht, sind neben den Ver­la­gen und Buch­hand­lun­gen dann auch noch Stra­ßen­bah­nen, Muse­en, Biblio­the­ken und ande­re Ein­rich­tun­gen mit von der Par­tie. Außer­dem sol­len neue Stadt­tei­le erreicht wer­den. Ein wei­te­rer Traum: die Ein­füh­rung des Bre­mer Buch­han­dels­prei­ses. Vor­bild ist die Lan­ge Nacht der Lite­ra­tur in Ham­burg. Die­se gibt es bereits seit sechs Jah­ren. Hier wer­den mitt­ler­wei­le mehr als 50 Buch­hand­lun­gen und lite­ra­ri­sche Orte bespielt. Für einen Aus­tausch hat Becker sich bereits mit der dor­ti­gen Initia­to­rin getrof­fen. „Auch Bre­men hat eine unglaub­lich gute Buch­han­del­struk­tur“, sagt sie; dar­um lägen ihr der unab­hän­gi­ge Buch­han­del und die hie­si­gen Ver­la­ge sehr am Her­zen. „Sie sind ein Kul­tur­gut, das man wert­schät­zen soll­te.“

Ver­an­stal­tung wächst schon die­ses Jahr
Becker hat bereits vor zwei Jah­ren den Grund­stein für die geplan­te Lan­ge Nacht der Lite­ra­tur gelegt: mit dem „Lite­ra­ri­schen Wel­len­bad“, einem Lite­ra­tur­abend, an dem sie­ben Autoren in drei Bre­mer Buch­hand­lun­gen zu Lesun­gen luden. Schon ein Jahr spä­ter wur­de dar­aus in Koope­ra­ti­on mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor unter dem Titel „Bre­men liest!“ die ers­te Bre­mer Lite­ra­tur­nacht, geför­dert von der Kul­tur­be­hör­de, der Lite­ra­tur­stif­tung und dem Bör­sen­ver­ein. Statt in drei Buch­hand­lun­gen gab es Pro­gramm in 14 unter­schied­li­chen Loca­ti­ons, trotz rela­tiv wenig Wer­bung kamen laut Becker zu eini­gen Lesun­gen mehr als 100 Besu­cher. Die­se Zah­len las­sen sich sehen, für Becker ist das aber noch nicht genug. „Wir hören nicht auf, bis ein Bus die Besu­cher von Ort zu Ort fährt“, sagt sie. „Wir wol­len wei­ter wach­sen.“

Ein biss­chen wächst die Ver­an­stal­tung schon in die­sem Jahr. Erst­mals gibt es im Rah­men der Lite­ra­tur­nacht ab 20 Uhr eine Offe­ne Büh­ne im Kul­tur­zen­trum Kuko­on. Mode­riert wird das Ange­bot von Sebas­ti­an But­te (Slam­mer Filet), musi­ka­li­sche Beglei­tung gibt es von der DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür.

Zur Sache
40 Autoren und Offe­ne Büh­ne

Am 30. August fin­det in 17 Bre­mer Buch­hand­lun­gen und Ver­la­gen die 2. Bre­mer Lite­ra­tur­nacht „Bre­men liest!“ statt. 40 Autoren aus Bre­men und umzu geben hier­bei Ein­bli­cke in ihre Arbeit. Der Ein­tritt zu allen Ver­an­stal­tun­gen ist frei. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm unter www.bremenliest.de.

Im Kul­tur­zen­trum Kuko­on wird es ab 20 Uhr eine Offe­ne Büh­ne geben. Autoren und Sprach­künst­ler aller Alters­klas­sen kön­nen sich hier­für mit ihren Tex­ten anmel­den. Alle lite­ra­ri­schen Gat­tun­gen sind erlaubt, die Bei­trä­ge soll­ten nicht län­ger als sie­ben Minu­ten sein. Anmel­dun­gen für die Offe­ne Büh­ne bit­te bis zum 28. August an: regina.weber@literaturkontor-bremen.de.


Der Arti­kel wur­de ver­fasst von Alex­an­dra Knief
Erschie­nen ist er im Weser-Kurier, am 20.8.2019
Auch zu lesen unter: www.weser-kurier.de

Hier fin­den Sie in den Unter­ka­te­go­ri­en zum Einen Arti­kel über das Lite­ra­tur­kon­tor sowie über unse­re Ver­an­stal­tun­gen, die in der Pres­se erschie­nen sind. Zum Ande­ren gibt es Berich­te unse­rer Praktikant*innen zu aus­ge­such­ten Ver­an­stal­tun­gen.

Transkulturelles Blog-Projekt: Bremen & Kampala

Schrei­ben im trans­kul­tu­rel­len Raum / spaces of trans­cul­tu­ral wri­ting

vom 02. bis 31. Janu­ar 2015 (mit einer Lesung am 20. März 2015)

Mit Nora Bossong, Asi­im­we Debo­rah GKas­hu­gi, Niko­las Hop­pe, Nya­na Kako­ma, Jens Laloire & Sse­kan­di R Sse­gu­ja

Im Janu­ar 2015 tra­ten sechs jun­ge Gegenwartsautor*innen über eine Online-Platt­form in Aus­tausch, um über die Schreib­be­din­gun­gen in den Städ­ten Kam­pa­la und Bre­men zu berich­ten, sich über ihr Lite­ra­tur­ver­ständ­nis aus­zu­tau­schen und poe­to­lo­gi­sche Werk­statt­ge­sprä­che zu füh­ren.

Wäh­rend Nora Bossong, Niko­las Hop­pe und Jens Laloire die Han­se­stadt ver­tra­ten, berich­te­ten die Autor*innen Asi­im­we Debo­rah GKas­hu­gi, Nya­na Kako­ma und Sse­kan­di R Sse­gu­ja aus der Haupt­stadt Ugan­das. Mit ver­schie­de­nen For­ma­ten und Medi­en gaben sie einen Ein­blick in die Lite­ra­tur­sze­nen der bei­den Städ­te, erzähl­ten von ihrem Schrift­stel­ler­da­sein und setz­ten sich mit den ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten des Schrei­bens aus­ein­an­der.

Dar­über hin­aus wur­de der digi­tal geführ­te Aus­tausch von wei­te­ren Autor*innen bei­der Städ­te und Student*innen der Make­re Uni­ver­si­ty und der Uni­ver­si­tät Bre­men mit Kom­men­ta­ren beglei­tet. Ziel des Pro­jek­tes war es, gemein­sam das Por­trät einer Autoren­ge­nera­ti­on zu zeich­nen, für die das Schrei­ben in und zwi­schen trans­ver­sa­ler Urba­ni­tät einen zen­tra­len Stel­len­wert ein­nimmt.

Abge­schlos­sen wur­de das Pro­jekt, das bereits mit dem Sti­pen­di­um der Bre­mer Netz­re­si­denz aus­ge­zeich­net wur­de, am 20. März 2015 mit zwei zeit­glei­chen Lesun­gen in Kam­pa­la und Bre­men. An die­sem Abend stell­ten die Autor*innen ihre im Janu­ar ent­stan­den Tex­te dem Publi­kum live vor. Zudem tra­ten sie mit­ein­an­der über die 6000 Kilo­me­ter Ent­fer­nung hin­weg via Vide­o­live­schal­tung mit­ein­an­der ins Gespräch und berich­te­ten von ihren Erfah­run­gen.

Ein Pro­jekt des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors und des vir­tu­el­len Lite­ra­tur­hau­ses Bre­men. In Koope­ra­ti­on mit dem Goe­the Insti­tut Kam­pa­la, der Uni­ver­si­tät Bre­men und der Make­re­re Uni­ver­si­ty. Geför­dert im Fond TURN der Kul­tur­stif­tung des Bun­des.

www.kampalawritesbremen.com

Hier ent­steht eine Über­sicht aller Pro­jek­te und Rei­hen, die das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor durch geführt hat. Es han­delt sich aus­schließ­lich um bereits abge­schlos­se­ne Pro­jek­te und Lese­rei­hen, die nicht mehr statt­fin­den.

Zu den Details der ein­zel­nen Projekte/Reihen gelan­gen Sie auch über die Unter­ka­te­go­ri­en im Menü.

Kam­pa­la (2015)

Vor­sai­son (2006 bis 2012)

wort:injektion (2011/12)

work in pro­gress (2007 bis 2009)

und wei­te­re

 

Texte für MiniLit gesucht

Für unse­re ›MiniLit‹-Reihe suchen wir für ein wei­te­res Heft in die­sem Jahr noch zwei Tex­te von jün­ge­ren Autor*innen (U35/40), die noch kei­ne Erzählungen/ Kurz­ge­schich­ten in der Rei­he ver­öf­fent­licht haben (kür­ze­re Tex­te in den Werk­statt­hef­ten sind aus­ge­nom­men).

Wei­te­re Infos zur Aus­schrei­bung gibt es hier»

Reihe ›Doppelpack‹ wird wieder aufgenommen!

Unter der Über­schrift ›2 Autor*innen – 2 Genera­tio­nen – ein The­ma‹ gas­tier­te unse­re Lese­rei­he ›Dop­pel­pack‹ schon ein­mal für eini­ge Wei­le an ver­schie­de­nen Orten der Stadt. Nun wird sie wie­der auf­ge­nom­men und beginnt am Don­ners­tag, 12. Sep­tem­ber, im Kuko­on mit Jani­ne Lancker und Klaus-Johan­nes Thies.

Die Offe­ne Büh­ne im Anschluss bie­tet nach den Lesun­gen wei­te­ren Schrei­ben­den Raum für ihre Tex­te zum The­ma.

Nähe­re Infos gibt es hier»

Texte für MiniLit gesucht

Seit über 5 Jah­ren geben wir die Mini­Lit-Hef­te raus, in denen wir Tex­te von jün­ge­ren Bre­mer Autor*innen (U 35/40) ver­öf­fent­li­chen. Mitt­ler­wei­le sind 11 Hef­te (und ein Mini­Lit-Spe­zi­al) erschie­nen – zuletzt im Juli mit Tex­ten von Phil­ipp Cypri­an und Jani­ka Rehak.

In die­sem Jahr wol­len wir noch ein wei­te­res Heft her­aus­ge­ben. Dafür suchen wir noch zwei Tex­te von Autor*innen, die noch kei­ne Erzählungen/Kurzgeschichten in der Rei­he ver­öf­fent­licht haben (kür­ze­re Tex­te in den Werk­statt­hef­ten sind aus­ge­nom­men).

Die Tex­te soll­ten in sich abge­schlos­sen (also kei­ne Roman­aus­zü­ge) und bis­her unver­öf­fent­licht sein und etwa eine Län­ge von 10.000 bis maxi­mal 18.000 Zei­chen haben – außer­dem soll­ten sie im Ide­al­fall bereits gründ­lich durch­ge­ar­bei­tet sein (auch wenn wir nach der Aus­wahl immer noch gemein­sam im Rah­men eines inten­si­ven Lek­to­rats an den Tex­ten arbei­ten).

Falls ihr also einen Text haben soll­tet, der in unse­re Mini­Lit-Rei­he pas­sen könn­ten, freu­en wir uns, wenn ihr uns die­sen per Mail schickt – und zwar an: jens.laloire@literaturkontor-bremen.de

Schreiben ist auch Handwerk‹

Foto: Lui Kohlmann
Foto: Lui Kohl­mann

Bre­men - Robin­son Cru­soe, der wohl berühm­tes­te Bre­mer der Lite­ra­tur­ge­schich­te, mach­te weni­ger mit Erzäh­lun­gen aus dem Rats­kel­ler von sich reden als mit einer Art kolo­nia­lem Pro­jekt auf einer ein­sa­men Insel. Gebo­ren war er in Eng­land als Sohn eines migrier­ten Bre­mer Kauf­manns.

Ande­re der Stadt ver­bun­de­ne lite­ra­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten, fik­ti­ve wie rea­le, ver­brach­ten Tei­le ihres Lebens an der Weser, um spä­ter in Ber­lin oder anders­wo von sich reden zu machen. Sven Rege­ner zum Bei­spiel. Den­noch gibt es in der Han­se­stadt natür­lich Men­schen, die schrei­ben. Um die küm­mert sich seit 1983 das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor. Seit Anfang des Jah­res lei­tet Jens Laloire die Ein­rich­tung. Uns hat er erklärt, was die Lite­ra­tur­sze­ne kann und braucht.

Ist Bre­men eine Lite­ra­tur­stadt?

Es gibt eine gro­ße, viel­fäl­ti­ge Sze­ne mit Men­schen, die schrei­ben. Es sind nicht so sehr die gro­ßen Namen, die man sofort mit der Stadt ver­bin­det, des­we­gen gibt es auch weni­ger Hier­ar­chi­en. Bre­men zeich­net sich auf jeden Fall durch vie­le klei­ne und nicht so klei­ne Buch­hand­lun­gen aus. Und durch Fes­ti­vals wie Poe­try on the road, die Glo­ba­le, die Lite­ra­ri­sche Woche und die Lite­ra­Tour Nord, von der Bre­men ein Teil ist. Außer­dem hat nicht jede Stadt eine so gro­ße, schö­ne Stadt­bi­blio­thek. Und es gibt den Bre­mer Lite­ra­tur­preis, einer der wich­tigs­ten in Deutsch­land.

Das ist die Infra­struk­tur. Gro­ße Lite­ra­ten leben nicht vie­le in Bre­men, oder?

Es gibt durch­aus Autoren, die in Bre­men leben. Die Stadt ist im Bereich Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur gut auf­ge­stellt: Anke Bär, Anna Lott und Jörg Iser­mey­er publi­zie­ren bei renom­mier­ten Ver­la­gen und sind über­re­gio­nal bekannt. David Safier lebt in Bre­men. Jür­gen Alberts kennt man im Kri­mi­be­reich.

Wie macht sich Ihre Arbeit in der Stadt bemerk­bar?

Anders als klas­si­sche Lite­ra­tur­häu­ser laden wir weni­ger Autoren von außer­halb ein. Schwer­punkt ist die loka­le Sze­ne und die Arbeit mit jun­gen Autoren. Wir ver­an­stal­ten aber auch Lesun­gen mit eta­blier­ten Schrift­stel­lern, bie­ten Schreib­werk­stät­ten und Work­shops an, unter­stüt­zen Autoren mit den Bre­mer Buch­pre­mie­ren. Und wir arbei­ten mit den Lite­ra­tur­fes­ti­vals zusam­men.

Kann man die Erfol­ge Ihrer Arbeit auch sehen?

Wir haben immer­hin elf Aus­ga­ben der Mini­Lit-Serie her­aus­ge­bracht – das ist schon etwas, da bil­det sich die jun­ge Sze­ne ab. Die 30 bis 35 Buch­pre­mie­ren im Jahr kön­nen sich auch sehen las­sen. Und es gibt Autoren, die hier ange­fan­gen und sich ent­wi­ckelt haben, wie Phil­ipp Böhm, der in die­sem Jahr sein Roman­de­büt „Schel­len­mann“ im Ber­li­ner Ver­bre­cher-Ver­lag ver­öf­fent­licht hat. Böhm hat vor fünf Jah­ren zum ers­ten Mal öffent­lich in der Rei­he Dop­pel­pack gele­sen, die das Lite­ra­tur­kon­tor in der Dete ver­an­stal­tet hat. Und sein Text im Mini­Lit-Heft war im Grun­de genom­men der Aus­gangs­text für den Roman. Imke Mül­ler-Hell­mann, die mit „Leu­te machen Klei­der“ bekannt gewor­den ist, und Katha­ri­na Mevis­sen haben an Work­shops des Lite­ra­tur­kon­tors teil­ge­nom­men.

Böhm und Mevis­sen leben heu­te in Ber­lin.

Das Risi­ko, dass Leu­te Bre­men ver­las­sen, ist natür­lich da. Städ­te wie Ber­lin haben mehr Ver­la­ge, mehr Leu­te – es gibt ver­schie­de­ne Argu­men­te. Aber man­che blei­ben ja auch da.

Was fehlt Bre­men denn, um Autoren zu hal­ten?

Es fehlt zum Bei­spiel eine Lite­ra­tur­zeit­schrift, die es mit dem „Stint“ ein­mal gege­ben hat. Das wür­de ich gern wie­der­be­le­ben. Ein ech­tes Lite­ra­tur­haus wäre auch gut. Ein Ort, wo man weiß: Da gibt es Lite­ra­tur. Han­no­ver, Ham­burg und vie­le ande­re, auch klei­ne­re Städ­te haben so einen Ort, Bre­men nicht. Das Lite­ra­tur­kon­tor hat ein Büro und einen über­schau­ba­ren Etat. Ich habe mehr Stun­den bei der Kul­tur­be­hör­de gefor­dert, bevor ich im Lite­ra­tur­kon­tor ange­fan­gen habe. Vor der Wahl wur­de mir mehr Geld für Pro­jek­te in Aus­sicht gestellt. Was dar­aus wird, weiß ich natür­lich nicht. Bre­men möch­te sich für das Jahr 2023 als „City of Lite­ra­tu­re“ bewer­ben. Viel­leicht bekom­men wir in die­sem Rah­men wie­der eine Lite­ra­tur­zeit­schrift. Ich glau­be, per­spek­ti­visch gibt es gute Chan­cen, die Fra­ge ist nur, wann.

Sie haben schon von Lite­ra­tur­häu­sern gespro­chen – Bre­men hat immer­hin ein vir­tu­el­les. Ist das ein Ersatz?

Das vir­tu­el­le Lite­ra­tur­haus bie­tet neben einem Lite­ra­tur­ka­len­der, einem Audio-Archiv, einer Autoren­da­ten­bank auch das ein­zi­ge Resi­denz­pro­gramm für Autoren in Bre­men. Es wäre übri­gens auch durch­aus sinn­voll über ein Stadt­schrei­ber­pro­gramm nach­zu­den­ken. Aber das vir­tu­el­le Lite­ra­tur­haus macht eine tol­le Arbeit. Die Kapa­zi­tä­ten sind auch da aber sehr begrenzt. Das kann ein rea­les Lite­ra­tur­haus nicht erset­zen, weil es kein Ort für Ver­an­stal­tun­gen ist.

Fehlt Bre­men auch ein Stu­di­en­gang für lite­ra­ri­sches Schrei­ben?

Ich bin ganz all­ge­mein der Ansicht, dass es davon mehr geben soll­te. Im angel­säch­si­schen Raum ist das gang und gäbe. In Deutsch­land pflegt man noch die­sen Genie­ge­dan­ken, glau­be ich, dass man Schrei­ben nicht ler­nen kann. Aber dass es auch ein Hand­werk ist, wird nicht gese­hen.

Haben Sie auch schon neue Pro­jek­te ange­scho­ben?

Neu ist die Rei­he „Out Loud“, in der wir Autorin­nen mit star­ken The­men wie Migra­ti­on, Inklu­si­on oder Anti­se­mi­tis­mus ein­la­den. Da geht es eher um lite­ra­ri­sche Sach­bü­cher als um Bel­le­tris­tik. Der Hin­ter­grund ist, dass vie­le Autoren auf ihren Lese­rei­sen nicht in Bre­men halt­ma­chen. Das wol­len wir zumin­dest ein biss­chen ändern. Außer­dem waren wir unter ande­rem im Juni und Juli mit Lesun­gen und einem Stand beim Bre­mer Zine-Fes­ti­val am Güter­bahn­hof und auf der Bre­mi­na­le. Ich möch­te in sol­chen Zusam­men­hän­gen prä­sent sein und koope­rie­ren, um auch ein ande­res Publi­kum zu errei­chen.


Das Inter­view führ­te Rolf Stein
Arti­kel erschie­nen in der Syker Kreis­zei­tung, am 22.8.2019
Auch zu lesen unter: www.kreiszeitung.de

OUT LOUD — Neue Lesebühne mit mutigen Themen startet

Am Frei­tag, 23. August, beginnt die neue Lese­rei­he ›OUT LOUD‹ in Bre­men. Zu Gast sind in den kom­men­den Mona­ten ins­ge­samt vier Frau­en, die sich in ihren Bücher mit beson­de­ren, muti­gen und bewe­gen­den The­men beschäf­tigt haben. Den Auf­takt macht am Frei­tag Emi­lia Sme­chow­ski mit ihrem Buch ›Wir Stre­ber­mi­gran­ten‹.

Wei­te­re Infos gibt es hier»

Die 2. Jahreshälfte im Literaturkontor

Die Som­mer­fe­ri­en lie­gen hin­ter uns und span­nen­de Wochen mit einem viel­fäl­ti­gen Pro­gramm vor uns: Nächs­te Woche (23.8.) star­ten wir zum  Bei­spiel mit der Lesung von Emi­lia Sme­chow­ski die Rei­he Out Loud und am 30.8. fin­det die zwei­te Bre­mer Lite­ra­tur­nacht Bre­men liest statt. Am 5.9. steht die Lesung Eure Hei­mat ist unser Alb­traum mit Fat­ma Ayd­e­mir & Hen­g­a­meh Yag­hoo­bi­fa­rah an und am 12.9. legen wir die Rei­he Dop­pel­pack wie­der auf (mit Klaus Thies & Jani­ne Lancker). Außer­dem geht es am 26.9. mit der Kurz­le­sungs­rei­he Lit­Clips wei­ter und im Okto­ber dann mit der Lite­ra­Tour Nord, der glo­ba­le° und vie­lem mehr. Dar­über hin­aus gibt es in den kom­men­den Wochen und Mona­ten eini­ge Bre­mer Buch­Pre­mie­ren, wei­te­re zahl­rei­che Lesun­gen und Work­shops sowie diver­se Ver­an­stal­tun­gen, bei denen wir Koope­ra­ti­ons­part­ner sind.

Wir freu­en uns auf die vie­len Ver­an­stal­tun­gen und natür­lich auf vie­le inter­es­sier­te Gäs­te!

Nr. 11: Neues MiniLit-Heft erscheint

Wir sind zurück aus der Som­mer­pau­se!
Pünkt­lich zu unse­rer Rück­kehr erscheint das elf­te Heft unse­rer Mini­Lit-Rei­he.

Dies­mal haben Phil­ipp Cypri­an (›Blue­bird‹) und Jani­ka Rehak (›Sushi, Weiß­wein, Berch­tes­ga­den‹) Tex­te zur Aus­ga­be bei­gesteu­ert.

Die Mini­Lit-Hef­te sind kos­ten­los. Sie lie­gen im Lite­ra­tur­kon­tor, in den Bre­mer Buch­hand­lun­gen und an ande­ren Lite­ra­tur- und Kul­tur­or­ten aus.
Viel Spaß beim Lesen!

Wei­te­re Infos

Bremen liest!‹ — 2. Bremer Literaturnacht

Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Wel­len­schlag Text- und Ver­lags­kon­tor prä­sen­tie­ren
die 
2. Bre­mer Lite­ra­tur­nacht ›Bre­men liest‹ 

Ein lite­ra­ri­sches Spek­ta­kel der beson­de­ren Art!

Nach dem gro­ßen Erfolg im ver­gan­ge­nen Jahr fin­det auch 2019 eine lan­ge Nacht der Lite­ra­tur in Bre­men statt. In die­sem Jahr neh­men über 40 Autorin­nen und Autoren aus der Regi­on und 17 Buch­hand­lun­gen und Ver­la­ge teil. Damit ist das Fest im Ver­gleich zum Vor­jahr gewach­sen und kann ein noch umfang­rei­che­res Pro­gramm für gro­ße und klei­ne Leser*innen anbie­ten.

Ob in Fin­dorff, in der Neu­stadt, im Vier­tel oder auch in Bre­men-Nord: Alle, die von Lite­ra­tur begeis­tert sind, kön­nen am
Frei­tag, den 30. August, ab 15 Uhr
durch Bre­men radeln oder bum­meln und zahl­rei­che Lesun­gen in ver­schie­de­nen Buch­hand­lun­gen genie­ßen.

Die Buch­hand­lun­gen öff­nen ihre Türen bis in die spä­ten Abend­stun­den und Bre­mer Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler prä­sen­tie­ren in halb­stün­di­gen Lesun­gen Kurz­ge­schich­ten, Gedich­te, Kri­mi-Erzäh­lun­gen, Kin­der- und Künst­ler­bü­cher, poli­ti­sche Tex­te, Expe­ri­men­tel­les, Auto­bio­gra­phi­sches und vie­les mehr.

Auch die­je­ni­gen, die immer schon mal Ein­blick in die Arbeit eines Ver­la­ges erhal­ten woll­ten, kom­men an die­sem Abend auf ihre Kos­ten.

Neu in die­sem Jahr — Offe­ne Büh­ne im Kuko­on

Das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor lädt ins Kul­tur­zen­trum Kuko­on zu einer Offe­nen Büh­ne ein (Beginn: 20 Uhr), die von Sebas­ti­an But­te (Slam­mer Filet) mode­riert und von DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür musi­ka­lisch beglei­tet wird.
Im Anschluss an die Offe­ne Büh­ne sind alle Besucher*innen ab 23 Uhr herz­lich ein­ge­la­den, im Kuko­on die 2. Bre­mer Lite­ra­tur­nacht gemein­sam aus­klin­gen zu las­sen, wäh­rend  Gül­ba­har Kül­tür noch ent­spann­te Musik auf­legt.

Um 20:30, 21:30 und 22:30 Uhr steht die Offe­ne Büh­ne jeweils für eine hal­be Stun­de inter­es­sier­ten Autor*innen und Sprachkünstler*innen aller Alters­klas­sen offen. Ob kri­tisch, hei­ter, gewitzt oder bit­ter­bö­se, ob Gedicht, Kurz­ge­schich­te, Slam-Poem, Mini-Mono­log, Kurz­essay oder Pro­sa-Minia­tur – solan­ge die Bei­trä­ge nicht mehr als sie­ben Minu­ten Vor­trags­zeit in Anspruch neh­men, sind alle lite­ra­ri­schen Gat­tun­gen und Gen­res erlaubt und erwünscht. Ins­ge­samt steht die Offe­ne Büh­ne an die­sem Abend bis zu 12 Teilnehmer*innen offen (maxi­mal 4 pro Abschnitt).

Jeweils in den Pau­sen und nach der Offe­nen Büh­ne legt DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür ent­spann­te Musik in gedämpf­ter Laut­stär­ke auf.

Anmel­dun­gen für die Offe­ne Büh­ne bit­te bis zum 28. August an:
Regi­na Weber regina.weber@literaturkontor-bremen.de

Ablauf der Offe­nen Büh­ne

ab 20 Uhr Musik mit DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür

Offe­ne Büh­ne jeweils von

20:30 — 21:00 Uhr

21:30 — 22:00 Uhr

22:30 — 23:00 Uhr

Jeweils in den Pau­sen und ab 23 Uhr: Musik mit DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür

Ver­an­stal­ter von “Bre­men liest” sind auch in die­sem Jahr das Wel­len­schlag Text- und Ver­lags­kon­tor und das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, in Koope­ra­ti­on mit dem Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels Nord und dem Lite­ra­tur­haus Bre­men (virt.). ›Bre­men liest!‹ wird geför­dert vom Bre­mer Sena­tor für Kul­tur und der Lite­ra­tur­stif­tung Bre­men.

Das kom­plet­te Pro­gramm von “Bre­men liest” ist zu fin­den unter www.bremenliest.de

Kon­takt
Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, Jens Laloire: info@literaturkontor-bremen.de
Wel­len­schlag – Text und Ver­lags­kon­tor, Gabrie­le Becker: info@wellenschlag-verlag.de

Bremen liest‹ geht zum zweiten Mal an den Start

Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Wel­len­schlag Text- und Ver­lags­kon­tor prä­sen­tie­ren die zwei­te Bre­mer Lite­ra­tur­nacht

2018 fand sie zum ers­ten Mal statt und stieß auf gro­ßen Anklang. Nun fin­det ›Bre­men liest‹ zum zwei­ten Mal statt. Mit über 40 Autor*innen und 17 Buch­hand­lun­gen und Ver­la­gen ist das Pro­gramm noch umfang- und abwechs­lungs­rei­che als im Vor­jahr.

Wei­te­re Infos gibt es hier»

Work in Progress: Im Steinbruch der Literatur

In der Rei­he ›work in pro­gress‹, die das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor in Koope­ra­ti­on mit der Stadt­bi­blio­thek 2007 ins Leben geru­fen hat, gab es 2009 unter dem Titel ›Im Stein­bruch der Lite­ra­tur‹ monat­lich eine Ver­an­stal­tung in der Kri­mi­bi­blio­thek, in der jeweils ein oder zwei Bre­mer Autoren gemein­sam mit dem Publi­kum eine all­ge­mein bekann­te Geschich­te – sei es Mythos, Mär­chen oder klas­si­scher Text – vari­ier­ten, aktua­li­sier­ten oder kor­ri­gier­ten.
Dem Publi­kum bot sich ›Im Stein­bruch der Lite­ra­tur‹ die Gele­gen­heit, aktiv an der Ver­än­de­rung eines Klas­si­kers teil­zu­ha­ben sowie den Ent­ste­hungs­pro­zess eines Stof­fes von der Skiz­ze bis zur End­ver­si­on mit­zu­er­le­ben.

Die Tandem-Lesereihe ›wort:injektion‹

Mit der Lese­rei­he ›wort:injektion‹ expor­tier­te das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor jun­ge Lite­ra­tur nach Ber­lin und hol­te gleich­zei­tig jun­ge Lite­ra­tur aus der Haupt­stadt nach Bre­men. Das Kon­zept von ›wort:injektion‹ blieb bewusst offen für unter­schied­li­che Arten des lite­ra­ri­schen Schaf­fens und der Prä­sen­ta­ti­on. Im Vor­der­grund stan­den das Inter­es­se am künst­le­ri­schen Aus­tausch und die gegen­sei­ti­ge Befruch­tung der Lite­ra­tur­sze­nen. Über­ge­ord­ne­tes Ziel war eine städ­te­über­grei­fen­de Ver­net­zung von Autor*innen, Veranstalter*innen, Lese­büh­nen und Publi­kum. Pro Tan­dem fan­den zwei gemein­sa­me Lesun­gen statt, eine in der Medi­en­coop Bre­men und eine in der Let­tré­ta­ge, dem jun­gen Lite­ra­tur­haus in Ber­lin-Kreuz­berg.
Im Juni 2011 star­te­te die Lese­rei­he mit Imke Mül­ler-Hell­mann (Bre­men) und Mar­tin Spieß (Ber­lin). 2012 bil­de­ten Tom Bre­se­mann (Ber­lin) und Artur Becker (Bremen/Verden) das Tan­dem.
Die Wort:injektion 2012 wur­de von der Robert Bosch Stif­tung geför­dert, Koope­ra­ti­ons­part­ner war die Bre­mer Lan­des­ver­tre­tung in Ber­lin.

Vorsaison

Mit der Lese­rei­he ›Vor­sai­son‹ för­der­te das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor in den Jah­ren 2006 bis 2012 in Koope­ra­ti­on mit dem Ver­ein ›work­shop lite­ra­tur‹ jun­ge Bre­mer Autor*innen und beglei­te­te sie pro­fes­sio­nell auf dem Weg in die Öffent­lich­keit. Nach­wuchs­schrei­ben­de stell­ten drei- bis vier­mal jähr­lich ihre Tex­te im Café Ambi­en­te vor. Zusätz­lich zu der Abend­ver­an­stal­tung bot ein vor­an­ge­gan­ge­ner kos­ten­lo­ser Zwei-Tage-Work­shop den jun­gen Autorin­nen und Autoren die Mög­lich­keit, an ihren Tex­ten und ihrer Lese­per­for­mance zu fei­len.
Die Autorin Jani­ne Lancker beglei­te­te die ›Vor­sai­son‹. Die Lese­rei­he rich­te­te sich an jun­ge Autorin­nen und Autoren die in der Regel das Alter von 30 Jah­ren noch nicht über­schrit­ten hat­ten. Als Tex­te kamen Kurz­ge­schich­ten, Gedich­te, Aus­zü­ge län­ge­rer Arbei­ten sowie expe­ri­men­tel­le Pro­sa in Fra­ge.

Liste aller Preisträger*innen des Bremer Autorenstipendiums

2018: Hel­ge Hom­mers & Jörg Kasi­mir

2017: Mar­ti­na Rapp & Hans-Her­mann Mahn­ken

2016: Sabi­ne Breit­bach & Bet­ti­na Beut­ler-Prahm

2015: Katha­ri­na Mevis­sen & Gia­na Lan­ge

2014: Phil­ipp Böhm & Ben­ja­min Tiet­jen

2013: Nico­le­ta Crai­ta Ten’o & Bet­ty Kolod­zy

2012: Rena­te Ulle­rich & Jan­ko Mark­lein

2011: Corin­na Ger­hards & Fabi­an Hisch­mann

2010: Chris­ti­na Böhm & Tors­ten Wohl­le­ben

2009: Anto­nia Bont­sche­va-Sodemann & Niko­las Hop­pe

2008: Imke Mül­ler-Hell­mann & Ronald Fri­cke-Rich­ter

2007: Frau­ke Röhrs & Iris Anna Otto

2006: Ulri­ke Klei­nert & Peter Holz

2005: Nali­ni Bhat & Mar­tin Brink­mann

2004: Tim Scho­ma­cker & Andre­as Calic

2003: nicht ver­ge­ben

2002: Sabi­ne Schiff­ner & Kirs­ten Steppat

2001: Nora Bossong & Eli­sa­beth Gän­ger

2000: Mar­lis Thiel & Colin Bött­ger

1999: Vera Kis­sel & Malin Schwer­dtfe­ger

1998: Ange­li­ka Sinn & Peter König

1997: Artur Becker & Will Gmeh­ling

1996: Hei­de­lo­re Klu­ge & Ria Neu­mann

1995: Kat­rin Aumann & Cor­ne­lia Kurth

1994: Uli Lehn­hof & Andre­as Klee & Julia Schöb

1993: Kurt Dra­wert & Nicho­las Hau­se

1992: Peter Abrom­eit & Dierk Roh­den­burg

1991: Gott­hard Kup­pel & Tho­mas Vanes­ta

1990: Jür­gen Dier­king & Johann P. Tam­men

1989: Anna Dross & Elvi­ra Noa*

1987: Inge Back­haus & Anto­nia Lou­ka­k­ou

1985: Libu­se Moni­ko­vá & Gerald Sam­met

1983: Axel Sve­h­la & Uwe Herkt

1981: Elfi Har­ten­stein &Ursel Haber­mann

1979: Peter Kuh­wei­de & Urs Leder­ger­ber & Ger­hard Ochs

*zwi­schen 1979 & 1989 nur alle 2 Jah­re ver­ge­ben

Aus­zü­ge der Gewin­ner­tex­te der ver­gan­ge­nen Jah­re fin­den Sie hier»

Ausschreibung des Heinrich-Heine-Stipendiums in Lüneburg für die Jahre 2021/2022

Das Land Nie­der­sach­sen ver­gibt zusam­men mit der Han­se­stadt Lüne­burg das Hein­rich-Hei­ne-Sti­pen­di­um als Aus­zeich­nung für bis­her ver­öf­fent­lich­te Arbei­ten und zur För­de­rung des wei­te­ren schrift­stel­le­ri­schen Schaf­fens. Pro Jahr wer­den drei drei­mo­na­ti­ge Sti­pen­di­en ver­ge­ben. Die Auf­ent­halts­sti­pen­di­en wer­den nun für die Jah­re 2021 und 2022 aus­ge­schrie­ben. Infor­ma­tio­nen über das Sti­pen­di­um gibt es im Inter­net unter www.literaturbuero-lueneburg.de.

Die Sti­pen­dia­ten erhal­ten monat­lich 1.400 Euro vor­be­halt­lich der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Lan­des­mit­tel. Die kom­plett ein­ge­rich­te­te Zwei-Zim­mer-Woh­nung (50 qm) befin­det sich im Anbau des Hein­rich-Hei­ne-Hau­ses und wird miet­frei zur Ver­fü­gung gestellt, für die lau­fen­den Kos­ten (Strom, Hei­zung, Was­ser, Inter­net etc.) wird eine monat­li­che Kos­ten­pau­scha­le von zur­zeit 100,00 € erho­ben. Es wird erwar­tet, dass die beru­fe­nen Autorin­nen und Autoren in ihrer Sti­pen­di­en­zeit im Hein­rich-Hei­ne-Haus woh­nen. Das Lite­ra­tur­bü­ro Lüne­burg über­nimmt orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben sowie die Betreu­ung der Sti­pen­dia­ten.

Bewer­ben kön­nen sich deutsch­spra­chi­ge Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler. Die Bewer­bungs­un­ter­la­gen sol­len bio-/bi­blio­gra­phi­sche Anga­ben und zehn bis zwan­zig Sei­ten aus einem neu­en unver­öf­fent­lich­ten Manu­skript in jeweils drei Exem­pla­ren ent­hal­ten sowie die letz­te Ver­öf­fent­li­chung in zwei Exem­pla­ren. Mit Ver­öf­fent­li­chung ist eine Buch­ver­öf­fent­li­chung (Pro­sa oder Lyrik) in deut­scher Spra­che (nicht im Selbst­ver­lag oder von Autoren finan­zier­ten Dru­cken) gemeint. Als mit einer Buch­ver­öf­fent­li­chung ver­gleich­bar wird eine grö­ße­re Anzahl von Ein­zel­ver­öf­fent­li­chun­gen in Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten und Antho­lo­gi­en ange­se­hen. Das Hein­rich-Hei­ne-Sti­pen­di­um wird nicht an Über­set­zer und Sach­buch­au­toren ver­ge­ben.

Die Bewer­bungs­un­ter­la­gen kön­nen vom 1. Novem­ber 2019 bis zum 31. Janu­ar 2020 ein­ge­reicht wer­den. Die Rück­sen­dung der ein­ge­reich­ten Unter­la­gen wird gewähr­leis­tet, wenn Rück­por­to in der Höhe des gezahl­ten Por­tos bei­liegt.

Lite­ra­tur­bü­ro Lüne­burg e.V.
Ansprech­part­ne­rin: Kers­tin Fischer
Am Och­sen­markt 1a, 21335 Lüne­burg
Tel.: 04131–3093687 // Fax: 04131–3093688
E‑Mail: literaturbuero@stadt.lueneburg.de

www.literaturbuero-lueneburg.de // facebook.com/LiteraturbueroLueneburg

»LIPRE-Mentoring« für Schriftsteller/Innen

Schriftsteller/Innen benö­ti­gen gera­de zu Beginn ihrer Tätig­keit Unter­stüt­zung. Wir bie­ten einen kri­ti­schen Blick auf das Werk, geben Tipps und Anre­gun­gen und beant­wor­ten jede Fra­ge zur Gestal­tung, Ver­öf­fent­li­chung und zum Mar­ke­ting. Dies ist eine För­de­rung und daher für Autor/Innen völ­lig kos­ten­los. Bewer­ben Sie sich!

Ziel­grup­pe:                   (Nach­wuchs-)  Autor/Innen in Bre­men
Alters­gren­ze:               kei­ne
Gen­res:                           Span­nen­de Kri­mis und amü­san­te Roma­ne
För­de­rung:                    ein Jahr
Bewer­bungs­frist:       20.12.2019
Lauf­zeit:                         01.01.2020 — 31.12.2020 (12 Mona­te)
Ver­an­stal­ter:                Lite­ra­tur­pro­jek­te gUG
Bewer­bung:                  Ein­sen­dun­gen an info@literaturprojekte.org

»LIPRE-Mentoring« für Schriftsteller/Innen

Beson­ders zu Beginn ihrer Lauf­bahn brau­chen Schriftsteller/innen Ermu­ti­gung und kon­kre­te Unter­stüt­zung. Auch ist ein sou­ve­rän-kri­ti­scher Blick auf ihre Arbeit genau­so wich­tig wie der Rat in künst­le­ri­schen und prak­ti­schen Fra­gen. Über Lite­ra­tur­pro­jek­te gUG gibt es nun die Mög­lich­keit, ganz eng mit Ver­le­gern, Autoren und Lek­to­ren zusam­men­zu­ar­bei­ten. Und das kei­nes­falls wie in vie­len Schreibaka­de­mi­en und –werk­stät­ten son­dern in einem per­sön­li­chen Coa­ching, bei dem jeder Men­tee einen Men­tor hat. Der per­sön­li­che und indi­vi­du­el­le Aus­tausch und die gemein­sa­me Arbeit fol­gen weder Stu­di­en­plan noch Grup­pen­kon­sens, son­dern den spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­sen der Men­tees und den Beson­der­hei­ten sei­ner ein­zig­ar­ti­gen Schreib­pro­jek­te. Die Men­to­ren wie­der­um sind nicht insti­tu­tio­nell ein­ge­bun­den, son­dern allein der Idee der kon­ti­nu­ier­li­chen per­sön­li­chen Betreu­ung, des ver­ant­wor­tungs- und ver­trau­ens­vol­len Kom­pe­tenz­trans­fers ver­pflich­tet.

Lite­ra­tur­pro­jek­te will die beson­ders begab­ten Bre­men Nachwuchsautor/innen und ihre aktu­el­len Arbei­ten för­dern. Neben der Betreu­ung durch den Men­tor fin­den die Men­tees stän­dig Unter­stüt­zung durch einen per­sön­li­chen Ansprech­part­ner. So sind Fra­gen jeder­zeit mög­lich. Zahl­rei­che indi­vi­du­ell abge­stimm­te Tref­fen sind/werden geplant.

Unter ande­rem wer­den fol­gen­de Punk­te erör­tert: 

  • Pla­nung des Ablaufs, Sto­ry­board

  • Erzähl­per­spek­ti­ven und ihre Vor- und Nach­tei­le

  • Lek­to­rat, Inhal­te des Lek­to­rats und der rich­ti­ge Lek­tor

  • Kor­rek­to­rat

  • Aus­wahl­kri­te­ri­en von Verlagslektoren/Literaturagenten

  • Erstel­lung eines Expo­sés

  • For­mu­lie­rung eines attrak­ti­ven Rücken­tex­tes

  • Cover­de­sign und was ein erfolg­rei­ches Cover aus­macht

  • Buch­satz, eBook-Satz und druck­fer­ti­ge Datei­en

  • Dis­tri­bu­ti­on eines Buchs

  • Mar­ke­ting­maß­nah­men

  • Autoren­sei­ten

  • Inter­net­prä­senz und Soci­al Media

  • Buch­prei­se und Autoren­för­de­run­gen

  • Lesun­gen und ihr Ablauf

  • Ver­trä­ge aller Art

Nicht zuletzt über zahl­rei­che Kon­tak­te im Soci­al Media Bereich und bei Ver­an­stal­tun­gen in Bre­men, in denen die betei­lig­ten Men­tees und ihre Men­to­ren die gemein­sa­me Arbeit vor­stel­len, för­dert oder ver­stärkt das Men­to­ring­pro­gramm die Ver­net­zung und Bekannt­heit der Men­tees in der Regi­on und dar­über hin­aus.

Bewer­bun­gen bit­te per E‑Mail mit:

- Lebens­lauf
— Moti­va­ti­ons­schrei­ben
— Arbeits­pro­ben (min­des­tens 10, höchs­tens 30 Sei­ten)
— detail­lier­te Beschrei­bung des Arbeits­vor­ha­bens, das Gegen­stand der Betreu­ung durch die Men­to­ren sein soll

ABSCHLUSSVERANSTALTUNGEN

Vor­stel­lung der Autoren auf der Buch­Ber­lin

Bewer­ben Sie sich unter info@literaturprojekte.org

Stich­wort: Men­to­ring-Pro­gramm

Wei­te­re Infos unter www.literaturprojekte.com/mentoring-programm

Der LIPRE AWARD für Frauen

Lite­ra­tur­pro­jek­te gUG (LIPRE) ver­gibt jähr­lich einen Preis (Award) an Frau­en, die sich in ihren lite­ra­ri­schen Wer­ken bestimm­ten (jähr­lich wech­seln­den und an die­ser Stel­le bekannt gege­be­nen) The­men  wid­men.

Lite­ra­tur­pro­jek­te gUG ver­gibt nach Maß­ga­be der im fol­gen­den genann­ten Teil­nah­me­be­din­gun­gen und im Rah­men der ver­füg­ba­ren Mit­tel ab dem Jahr 2020 die­sen „LIPRE Award“.

Im Jah­re 2020 geht die­ser Preis erst­mals an Frau­en, die sich in der Lite­ra­tur mit ihren Wer­ken (Bel­le­tris­tik oder Rat­ge­ber) dem The­ma „Gleich­stel­lung“ lösungs­ori­en­tiert wid­men. Das heißt, ganz ohne Gejam­mer oder Schuld­zu­wei­sun­gen Wege auf­zu­zei­gen, tat­säch­li­che Gleich­be­hand­lung zu errei­chen.

Wir stär­ken und för­dern Frau­en, damit sie bes­ser gehört wer­den und viel mehr von ihnen gele­sen wer­den kann. Und wir set­zen einen freund­li­chen Umgangs­ton vor­aus

Der Preis

Die Aus­zeich­nung mit dem „LIPRE Award für Frau­en 2020“ erfolgt durch die Ver­lei­hung einer Urkun­de. Der Preis beläuft sich auf 1000 Euro  (sofern die­se Sum­me gemein­sam gesam­melt wer­den kann):

STARTNEXT PROJEKT <

Die Ein­sen­dung der Manu­skrip­te beginnt ab sofort. Die Lon­g­list wird Anfang 2020 hier und in Face­book bekannt gege­ben. Die Short­list erscheint im Som­mer 2020 und die Preis­ver­lei­hung erfolgt Ende 2020 auf der Buch­ber­lin.

Ein­sen­dun­gen an award@literaturprojekte.org

Ein­sen­de­schluss für die­se Aus­schrei­bung ist der 20.12.2019

Bedingungen

Teil­neh­men kön­nen von Frau­en geschrie­be­ne Titel, die sich dem aktu­el­len The­ma wid­men.

Sen­den Sie bit­te nur fer­ti­ge Manu­skrip­te ein, die noch unver­öf­fent­licht sind. Lite­ra­tur­pro­jek­te gUG unter­stützt die Autorin­nen bei der Suche nach einem Ver­lag.

  • Die Bewer­be­rin muss ihren stän­di­gen Wohn­sitz in Deutsch­land haben.

  • Die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit ist kei­ne Vor­aus­set­zung.

  • Das Werk muss in deut­scher Spra­che geschrie­ben sein.

  • Das Werk muss eine deutsch­spra­chi­ge Ori­gi­nal­aus­ga­be sein.

  • Die Bewer­be­rin muss zur Preis­ver­lei­hung in Ber­lin anrei­sen kön­nen.

  • Die unver­öf­fent­lich­ten Manu­skrip­te müs­sen abge­schlos­sen sein.

  • Der ein­ge­reich­te Titel muss sich the­ma­tisch und lösungs­ori­en­tiert mit dem Ziel des Awards, für 2020 mit der Gleich­stel­lung der Frau, beschäf­ti­gen.

  • Die ein­ge­reich­ten Wer­ke müs­sen ihrer Art und Län­ge nach ein Roman oder Rat­ge­ber sein.

  • Umfang des Wer­kes: 250 — 380 Taschen­buch­sei­ten.

  • Pro Bewer­be­rin darf mehr als ein Titel ein­ge­reicht wer­den, maxi­mal drei.

  • Die Bewer­be­rin stellt unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung:

  1. Ein Autoren­fo­to 20x30 in 300dpi

  2. Einen Bild­nach­weis

  3. Bestä­ti­gung der hono­rar­frei­en Nut­zung des Autoren­fo­tos

  4. Eine Autoren­vi­ta

  5. Ein Expo­sé (mit Kurz- und Lang­be­schrei­bung, max. 2 A4-Sei­ten)

  6. Text­pro­be (30 Sei­ten)

Sofern die Anzahl der Ein­sen­dung zu gering ist (weni­ger als 10), wird der Award für das Jahr aus­ge­setzt.

Alle Manu­skript-Ein­sen­dun­gen wer­den hin­sicht­lich der Ver­mitt­lung an einen Ver­lag geprüft.

Mit der Bewer­bung erkennt die jewei­li­ge Bewer­be­rin die­se Teil­nah­me­be­din­gun­gen voll­stän­dig an.

Ein­sen­dun­gen an award@literaturprojekte.org


Stil — Figur — Plot — Das Spannungsfeld des Erzählens

Foto: Blaise Bougois
Foto: Blai­se Bou­go­is

Jede Geschich­te hat einen indi­vi­du­el­len Stil, eine Hand­lung und ein Figu­ren­en­sem­ble. Die­se Ele­men­te wir­ken auf­ein­an­der, bedin­gen sich gegen­sei­tig und machen im Wesent­li­chen aus, was uns an einer Erzäh­lung fes­selt. Doch ver­ste­he ich die­se Wech­sel­wir­kun­gen? Was kann ich tun, um die ein­zel­nen Ele­men­te aus­zu­ar­bei­ten und zu schär­fen?

In die­sem Wochen­end­se­mi­nar schau­en wir uns Metho­den an, die hel­fen, die­se ein­zel­nen Aspek­te zu erfas­sen und tie­fer zu durch­drin­gen. Von den Grund­la­gen der Figu­ren­ge­stal­tung, über den Arche­plot bis zur außer­ge­wöhn­li­chen Spra­che gibt es Werk­zeu­ge, um ein Buch­pro­jekt oder eine Geschich­te in den Griff zu bekom­men und ihr mehr Tie­fe zu ver­lei­hen. Wir reden bei Bedarf auch über Chan­cen im Buch­markt und die Bedin­gun­gen, die ein Manu­skript und Expo­sé erfül­len muss, um einen Ver­lag oder eine Agen­tur zu begeis­tern.

Ter­min: 9. und 10. Novem­ber 2019, 10–17 und 10–15 Uhr

Der Work­shop wird orga­ni­siert durch das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und ist für Mit­glie­der des Ver­eins kos­ten­los. Ande­re Bremer*innen zah­len 25,- Euro Unkos­ten­pau­scha­le.

Maxi­mal 10 Teilnehmer*innen

Mei­ke Dan­nen­berg , geb. 1974 in Bre­men, auf­ge­wach­sen im Ham­bur­ger Schan­zen­vier­tel, stu­dier­te ange­wand­te Kul­tur­wis­sen­schaf­ten in Lüne­burg. Wäh­rend des Stu­di­ums betreu­te sie eine Lite­ra­tur­sen­dung und begann unter ande­rem Lite­ra­tur­kri­ti­ken, Rei­se­re­por­ta­gen, Restau­rant­be­spre­chun­gen und zahl­rei­che Lie­bes­ge­schich­ten zu ver­öf­fent­li­chen. 2010 wur­de sie Redak­teu­rin des BÜCHER­ma­ga­zins und dort auch ver­ant­wort­lich für die Spar­te Kri­mi. Sie betreu­te das Son­der­heft ›Kin­der­BÜ­CHER‹ und wur­de dafür zwei Mal für den avj-Medi­en­preis nomi­niert. Mei­ke Dan­nen­berg wohnt mit ihrer Fami­lie in Bre­men. Nach dem Erfolg ihres ers­ten Kri­mi­nal­ro­mans  Blu­men­kin­der (2016) erschien im Febru­ar 2019 zwei­te Band der Rei­he Gefähr­det  bei Ran­dom House/btb 

So 20. Januar

Nino Haratischwili Foto: Danny Merz
Nino Hara­ti­sch­wi­li
Foto: Dan­ny Merz

Nino Hara­ti­sch­wi­li: ›Die Kat­ze und der Gene­ral‹
Mode­ra­ti­on: Prof. Dr. Axel Dun­ker
Lite­ra­Tour Nord 2018/2019
Ver­an­stal­ter: Uni­ver­si­tät Bre­men, Buch­hand­lung Geist, Café Ambi­en­te und Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor
20 Uhr
Café Ambi­en­te, Oster­deich 69a
Ein­tritt 8,- € / erm. 6,- €, Kar­ten­vor­be­stel­lung: 0421–327173 (Buch­hand­lung Geist)
www.literatournord.de
Die Lesung ist bereits aus­ver­kauft. Mit­glie­der des Lite­ra­tur­kon­tors, die ihre  Mög­lich­keit des frei­en Ein­tritts nut­zen möch­ten, mögen bit­te 20 — 30 Minu­ten vor Beginn der Lesung ins Ambi­en­te kom­men, da es sonst kei­ne Sitz­platz­ga­ran­tie gibt (bit­te unbe­dingt an den Mit­glieds­aus­weis den­ken!).

Do 24. Januar 2019

Das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor prä­sen­tiert:
›Digi­tal ist bes­ser?!‹

Offe­ne Büh­ne mit Tex­ten zum The­ma Digi­ta­li­sie­rung
Mode­ra­ti­on: Jens Laloire
Musik: DJ Smigg
43. Lite­ra­ri­sche Woche Bre­men
In Koope­ra­ti­on mit der Rudolf-Alex­an­der-Schrö­der-Stif­tung und dem Kul­tur­zen­trum Kuko­on
20.30 Uhr, Kul­tur­zen­trum Kuko­on, Bun­ten­tor­stein­weg 29
Anmel­dun­gen zur Offe­nen Büh­ne am Abend der Ver­an­stal­tung zwi­schen 19.45 und 20.15 Uhr
Fra­gen zur Ver­an­stal­tung bit­te an: jens.laloire@literaturkontor-bremen.de

„Do 24. Janu­ar 2019“ wei­ter­le­sen

Di 29. Januar 2019

Will Gmehling Foto: privat
Will Gmeh­ling
Foto: pri­vat

Will Gmeh­ling: ›Chlod­wig‹
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
10 Uhr
Zen­tral­bi­blio­thek, Kri­mi­bi­blio­thek , Am Wall 201

So 3. Februar

Ste­ven Uhly
Foto: Mathi­as Bothor

Ste­ven Uhly: ›Den blin­den Göt­tern‹
Mode­ra­ti­on: Prof. Dr. Axel Dun­ker
Lite­ra­Tour Nord 2018/2019
Ver­an­stal­ter: Uni­ver­si­tät Bre­men, Buch­hand­lung Geist, Café Ambi­en­te und Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor
20 Uhr
Café Ambi­en­te, Oster­deich 69a
Ein­tritt 8,- € / erm. 6,- €, Kar­ten­vor­be­stel­lung:
0421–327173 (Buch­hand­lung Geist)
www.literatournord.de

Di 5. Februar

Aga­tha van Wysn
Foto: pri­vat

Aga­tha von Wysn: ›Kein Erbe ohne Tod‹
Ein­füh­rung: Jens-Ulrich Davids
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he

von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
19 Uhr
Buch­hand­lung Leu­wer, Am Wall 171

Di 19. Februar 2019

Mei­ke Dan­nen­berg
Foto: Lin­da Heyat

Mei­ke Dan­nen­berg: ›Gefähr­det‹
Ein­füh­rung: Lore Klei­nert
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he
von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
18 Uhr
Zen­tral­bi­blio­thek, Kri­mi­bi­blio­thek, Am Wall 201

Do 21. Februar 2019

Big­gi Rist, Pseud­onym: Johan­na von Wild
Foto: pri­vat

Big­gi Rist: ›Die Erleuch­tung der Welt‹
Ein­füh­rung: Anne Stau­bitz
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
19 Uhr
Buch­hand­lung Leu­wer, Am Wall 171

Mi 6. März 2019

Rosa Luxemburg
Rosa Luxem­burg

ROSA!‹
Zum 100. Todes­ta­ges von Rosa Luxem­burg
Lesung und Musik mit Johan­na Brod­beck, Mar­ti­na Burandt, Eli­sa­beth Frey und Ursu­la Picke­ner
Im Rah­men des Inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges
In Koope­ra­ti­on mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor
19 Uhr
Vil­la Spon­te, Oster­deich 59 B

Do 7. März 2019

Thomas Ehrsam, Foto: privat
Tho­mas Ehr­sam, Foto: pri­vat

Thedel von Wallmoden, Foto: Wallstein-Verlag
The­del von Wall­mo­den, Foto: Wall­stein-Ver­lag

Frie­do Lam­pe: Brie­fe und Zeug­nis­se‹
Gespräch mit dem Her­aus­ge­ber Tho­mas Ehr­sam
Ein­füh­rung: The­del von Wall­mo­den
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he
von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men

 

In Koope­ra­ti­on mit der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Lite­ra­tur Mainz
19.30 Uhr
Buch­hand­lung Storm, Lan­gen­stra­ße 11

„Do 7. März 2019“ wei­ter­le­sen

Di 12. März 2019

Monika Bannas, Foto: privat
Moni­ka Ban­nas, Foto: Rita Weg­ner

Moni­ka Ban­nas: ›Der Stadt­schnüff­ler. Aus dem Leben eines Hun­des‹
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
In Koope­ra­ti­on mit der Edi­ti­on Fal­ken­berg
19 Uhr
Buch­hand­lung Leu­wer, Am Wall 171

Do 14. März 2019

Liliane Skalecki, Foto: privat
Lilia­ne Skal­e­cki, Foto: pri­vat

Lilia­ne Skal­e­cki: ›Die Rich­te­rin und die tote Archäo­lo­gin‹
Ein­füh­rung: Dr. Maga­li Traut­mann
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
19 Uhr
Buch­hand­lung Leu­wer, Am Wall 171

Fr 15. März 2019

Karsten Redmann, Foto: privat
Kars­ten Red­mann, Foto: pri­vat

Kars­ten Red­mann: ›An einem die­ser Tage‹
Ein­füh­rung: Kili­an Schrei­er
Bre­mer Buch­Pre­mie­re — eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tungs­rei­he von Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor und Stadt­bi­blio­thek Bre­men
20 Uhr
Buch­hand­lung Bun­ten­tor, Bun­ten­tor­stein­weg 107

Do 21. März 2019

Marlis Thiel, Foto: privat
Mar­lis Thiel, Foto: pri­vat

Inge Buck, Foto: Julia Baier
Inge Buck, Foto: Julia Bai­er

Noch ist Raum für ein Gedicht‹
Lesung zum Welt­tag der Poe­sie
Mit Tex­ten von Rose Aus­län­der, Inge­borg Bach­mann,
Gott­fried Benn, Charles Bau­de­lai­re
Vor­ge­tra­gen von Inge Buck und Mar­lis Thiel
Musik: Bet­ti­na Schal­ler-Egg­stein
19 Uhr
Buch­hand­lung Leu­wer, Am Wall 171