Mi 2. September

Mini­Lit-Lesung im Rah­men von ›Open Space‹

Mini-Lit- und Comic-Lesung
Dop­pel­le­sung im Rah­men von ›Open Space‹
18 Uhr, Mini­Lit mit Corin­na Ger­hards und Dani­el Schmidt
19.30 Uhr, Comic-Lesung mit Jens Genehr, Leef­je Roy und Lui Kohlmann

auf dem Domshof

 

 

 

Gro­wing Pains
Sze­ni­sche Lesung von Dani­el Schmidt und Corin­na Gerhards

Als wir klein waren, träum­ten wir vom Erwach­sen­sein. Um so älter wir wer­den, um so mehr wün­schen wir uns die Kind­heit zurück. Und so lau­fen wir immer wei­ter, ver­su­chen die Wachs­tums­schmer­zen in unse­ren Kör­pern zu igno­rie­ren und haben im Grun­de nur ein Ziel: End­lich anzukommen.

Nur wo?

Mit meh­re­ren kur­zen Tex­ten laden die bei­den Autor*innen die Passant*innen dazu ein, ste­hen zu blei­ben und zuzuhören.

 

Foto: privat
Foto: pri­vat

Die gelern­te Tisch­le­rin Corin­na Ger­hards stu­dier­te nach eini­gen Rei­sen und beruf­li­chen Umwe­gen Ger­ma­nis­tik und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten. Ihre Geschich­ten wur­den in etli­chen Antho­lo­gien und Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten ver­öf­fent­licht und mehr­fach aus­ge­zeich­net, u.a. mit dem Bre­mer Autoren­sti­pen­di­um. Heu­te arbei­tet sie als Schrift­stel­le­rin, Dreh­buch­au­torin, Jugend­buch — Gut­ach­te­rin, Jour­na­lis­tin und Krea­tiv Schrei­ben Dozentin.

 

Foto: Marc Stavros
Foto: Marc Stavros

Dani­el Schmidt stu­dier­te Ger­ma­nis­tik und Reli­gi­ons­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät Bre­men und den USA. Er übt ver­schie­de­ne Tätig­kei­ten im kul­tu­rel­len Bereich aus, aktu­ell als Fes­ti­valas­sis­tenz bei glo­ba­le° — Fes­ti­val für grenz­über­schrei­ten­de Lite­ra­tur. Neben­bei ver­öf­fent­licht er sei­ne Tex­te in Antho­lo­gien, aktu­ell im Mini­Lit des Bre­mer Literaturkontors.

 

klei­nes musi­ka­li­sche Zwischenspiel 

 

Comic-Lesung mit Jens Genehr, Leef­je Roy und Lui Kohlmann
Foto: privat
Foto: pri­vat

Lui Kohl­mann liest ihre Comics aus der Rei­he “Frag­wür­di­ge Erzie­hungs­kon­zep­te” vor. Dar­in geht es um Auto­ri­tä­re Erzie­hung bei Zom­bies, men­ta­le Unter­stüt­zung für Schwimmanfänger*innen und unheil­vol­le Gute-Nacht-Geschich­ten. Lui Kohl­mann hat Freie Kunst in Bre­men in stu­diert. Zu ihrem Schaf­fen zäh­len Gedich­te, Künst­le­rin­nen­bü­cher, Kar­ten­spie­le, Kurz­ge­schich­ten, Comics und Trickfilme.

 

Foto: Felix Müller
Foto: Felix Müller

Leef­je Roy liest aus ihren Bild­ge­schich­ten “Näch­tes Sta­ti­on: wach­sen las­sen” und “Ple­num”. “Näch­tes Sta­ti­on: wach­sen las­sen” ist die Sze­ne einer Stra­ßen­bahn­fahrt in Bre­men, vol­ler Humor und Femi­nis­mus. “Ple­num” erzählt vom Arbei­ten in einem genos­sen­schaft­lich orga­ni­sier­ten Kul­tur-Café: dem Kuko­on. Roy beschreibt das so: “Da ich Teil des Kuko­on Kol­lek­tivs bin und die Ple­num­s­teil­nah­me viel Zeit in Anspruch nimmt, woll­te ich einen lus­ti­gen Ein­blick in die Struk­tur und Vor­ge­hens­wei­se für Außen­ste­hen­de bie­ten. Ent­stan­den ist eine Serie von Zeich­nun­gen, die die ande­ren Kol­lek­tiv­mit­glie­der, das Kuko­on und mei­ne Snacks zeigen.”

Jens Genehr liest aus sei­nem Comic-Debüt “Valen­tin”. Basie­rend auf den Film- und Foto­auf­nah­men von Johann Seu­bert, der für die Natio­nal­so­zia­lis­ten den Bau des U‑Boot-Bun­kers Valen­tin in Bre­men Far­ge doku­men­tier­te, und den Tage­buch­auf­zeich­nun­gen von Ray­mond Por­te­faix, der als Jugend­li­cher aus dem fran­zö­si­schen Dorf Murat nach Bre­men Nord ver­schleppt wur­de und als KZ-Häft­ling auf der Bun­ker-Bau­stel­le lan­de­te, erzählt Jens Genehr in sei­nem Comic “Valen­tin” von die­sem rie­si­gen Rüs­tungs­pro­jekt, bei des­sen Umset­zung mehr als 1000 Zwangsarbeiter_innen aus ganz Euro­pa star­ben. Jens Genehr lebt seit 2010 in Bre­men und stu­dier­te hier Psy­cho­lo­gie und freie Kunst. Neben sei­ner ehren­amt­li­chen Arbeit am Denk­ort Bun­ker Valen­tin fer­tig­te er “Valen­tin” im Zuge sei­ner Abschluss­ar­beit an.