Tag 2, Dienstag, 12. Mai 2020

Und wei­ter…

Schließ­lich wen­det sich Mer­le wie­der John zu, als der sei­ne Gitar­re gestimmt hat und einen Nir­va­na-Song spielt. „I´m so hap­py cau­se today I found my friends,” singt er, aber kein biss­chen so unschul­dig und anrüh­rend wie damals Kurt Cobain.

Was jetzt? Die­sem John hin­ter­her­stei­gen, wenn er in den Wald geht, um selbst­ver­liebt gegen den größ­ten Baum zu pis­sen, den er fin­den kann? Es wäre sicher nicht schwer, die­sem Typen ein wenig Angst zu machen. Nur wür­de der Typ des­we­gen nicht auf­hö­ren Mer­le zu gefal­len, und pein­lich wäre es auch.

Simon moch­te immer die Geschich­te, in der der ech­te Kurt Cobain den ursprüng­li­chen Nir­va­na-Drum­mer feu­er­te, weil der den Lieb­ha­ber sei­ner Freun­din ver­prü­gelt hat­te. Eine Macker­po­se, die für eine Band wie Nir­va­na untrag­bar war. Simon moch­te die Geschich­te umso mehr, weil dem Blöd­mann durch sein Macker­ver­hal­ten ein Ver­mö­gen ent­ging. Und nie­mand kennt heu­te sei­nen Namen.

John ver­prü­geln geht also nicht, aber der Drang, so macker­haft er auch sein mag, ist da. Und wahr­schein­lich ist es weni­ger pein­lich als hier bloß zu sit­zen und so zu tun, als sei alles halb so wild. Oder viel­leicht fin­det Mer­le ihn sogar sexy, wenn er John nie­der­streckt. Oder ein­fach nur arm­se­lig. Sicher ist nur, im Augen­blick fin­det sie ganz allein John sexy und die sof­te aber durch­drin­gen­de Männ­lich­keit sei­ner Stim­me.

Simon denkt an alte Film­kla­mot­ten, in denen die Eifer­süch­ti­gen wütend und in unfrei­wil­li­ger Komik davon­stap­fen, wenn die Situa­ti­on uner­träg­lich wird. Auch die­sen Drang gibt es, und Simon ver­spürt ihn unver­kenn­bar und stark. Aber das geht natür­lich auch nicht. Viel­leicht wür­de eine unauf­fäl­li­ge Flucht das augen­blick­li­che Scham­ge­fühl lin­dern, aber dafür käme es umso macht­vol­ler und lang­an­hal­ten­der zurück.

Aber eigent­lich muss er nichts tun, denn da ist ja noch Megan direkt neben ihm, deren Kör­per beharr­lich und macht­voll gegen sei­nen drängt. Sie hat sich so unauf­fäl­lig sie konn­te in sei­ne Rich­tung geneigt, ihre Schul­ter drückt schwer gegen sei­ne, und ihre rie­si­ge Brust fällt auf sei­nen Unter­arm. Der Schweiß­ge­ruch, den sie ver­strömt, ist über­wäl­ti­gend.

Jetzt stützt sie sich hin­ter ihm auf ihrem Arm ab und schiebt ihre Hand von hin­ten in sei­ne Hose unter sei­nen Hin­tern, den er bereit­wil­lig hebt. Ihre Hand arbei­tet sich vor, bis ihr dicker Mit­tel­fin­ger gegen sei­nen noch jung­fräu­li­chen Anus drückt, und für Simon fühlt sich das rich­tig an. Rich­tig gut sogar.

Soll John doch wei­ter sin­gen und lass Mer­le ihn doch anschmach­ten. Er wird auf jeden Fall Din­ge tun, die kras­ser sind als das, was Mer­le sich mit John vor­stel­len mag.

Diver­se Songs und eini­ge Joints spä­ter sind die jun­gen Hip­pies end­lich auf die Idee gekom­men, die alle leben­den und toten Hip­pies immer und in jedem Jahr­zehnt ihres Daseins über­kam. Sie sind nachts im Mond­schein durch den Wald zum Fluss gelau­fen, um nackt zu baden.

Alle jun­gen Hip­pies sprin­gen in kind­li­cher Freu­de in den Fluss, und Petes Hun­de lau­fen auf­ge­regt bel­lend mit ihnen. Mer­le und John sind weni­ger kind­lich. Sie gehen neben­ein­an­der bis sie zur Hüf­te im Was­ser sind, dann tau­chen sie gemein­sam ein, wobei ihre Hin­ter­tei­le für einen Moment syn­chron aus dem Was­ser ragen.

Nur Megan und Simon ste­hen noch eini­ge Meter von­ein­an­der ent­fernt am Ufer. Mer­le und John tau­chen gleich­zei­tig auf, lachen, dann schwimmt Mer­le so schnell sie kann zum ande­ren Ufer und John folgt natür­lich so schnell er kann. Er folgt ihr an Land und hin­ter die Bäu­me, hin­ter denen Mer­le gera­de ver­schwun­den ist.

Der Mond scheint über­all hin, beson­ders auf Megan, die sich ihrer ganz beson­de­ren Nackt­heit nicht schämt. Sie ist ent­we­der sehr tap­fer oder so sehr Hip­pie, dass alles Natür­li­che in irgend­ei­ner Wei­se schön für sie ist. Sogar sie selbst, dabei wür­den sich alle Jun­gen und Män­ner auf die­sem Pla­ne­ten, die sie schön fän­den, fra­gen, was wohl nicht mit ihnen stimmt.

Simon weiß genau, was mit ihm nicht stimmt. Er ist wütend, gede­mü­tigt und will Rache. Eigent­lich kei­ne Gefüh­le, die zu sexu­el­ler Span­nung füh­ren, aber er sieht die­se unge­heu­re Frau an und sein Schwanz reagiert.

War­te noch“, sagt er, als Megan sich anschickt ins Was­ser zu stei­gen. „Ich lang­wei­le mich im Was­ser. Ich weiß eigent­lich nie, was ich dar­in machen soll.“