NÄHE in Zeiten von Distanz

Foto: Rike Oehlerking
Foto: Rike Oeh­ler­king
Nach knapp 50 Zusen­dun­gen von über 40 Schreiber*innen ist das Pro­jekt Ende April 2020 zu Ende gegan­gen.
Einen aus­führ­li­chen Arti­kel des Weser-Kurier zum Ver­lauf des Pro­jekts gibt es hier›› 
Ein wei­te­rer Arti­kel zum Pro­jekt ist im deutsch-tsche­chi­schen Online-Maga­zin ›jádu‹ erschie­nen, ver­fasst wur­de er von Janika Rehak. Zu fin­den ist er hier››

Ein Brief­aus­tausch zwi­schen Bet­ty Kolod­zy und Bremer*innen

in Koope­ra­ti­on mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor

Wie schafft man Nähe bei einem Abstand von 1,50 bis 2 Metern und Besuchs­ver­bot Sind Kurz­nach­rich­ten oder Sky­pe die Ant­wort auf Social Distancing? Oder könn­te man, in die­ser Zeit des gefühl­ten Still­stands, nicht gleich auf eine aus heu­ti­ger Sicht anti­quier­te Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on zurück­grei­fen: auf den Brief­wech­sel, der durch sei­ne ent­schleu­nig­te Geschwin­dig­keit wie das Pen­dant zum gedämm­ten Geräusch­pe­gel aktu­el­ler Städ­te erscheint?

Als beken­nen­de Nicht-Whats­App-Use­rin wagt sich die Bre­mer Schrift­stel­le­rin Bet­ty Kolod­zy in die­ses Expe­ri­ment und freut sich ab sofort über Ihre hand­ge­schrie­be­ne oder getipp­te Post zum The­ma „Nähe“, die sie sehr ger­ne beant­wor­ten wird.

Bit­te sen­den Sie ab heu­te und in den kom­men­den Wochen Ihre Tex­te, Post­kar­ten, Gedich­te, Kurz­ge­schich­ten, Minia­tu­ren oder klas­si­schen Brie­fe an fol­gen­de Adres­se:

Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, Goe­the­platz 4, 28203 Bre­men

Stich­wort: Pro­jekt „Nähe“

Nicht ver­ges­sen! Den­ken Sie als Absen­der auch dar­an, Ihre eige­ne Adres­se anzu­ge­ben, wenn Sie wol­len, dass Bet­ty Kolod­zy Ihnen ant­wor­tet. Ihre Adres­se wird selbst­ver­ständ­lich ver­trau­lich und dem Daten­schutz­ge­setz ent­spre­chend behan­delt.

Nach über 40 Zusen­dun­gen endet das Pro­jekt am 25. April.

Infor­ma­tio­nen zur Autorin

Foto: Kerstin Rolfes
Foto: Kers­tin Rol­fes

Bet­ty Kolod­zy lebt als freie Autorin in Bre­men. Zusam­men mit dem Tän­zer und Cho­reo­gra­fen Tomas Bün­ger insze­nier­te sie ihren Erzähl­band „Istan­bul Wal­king“ im Thea­ter Bre­men. Für ihren Roman „Lux und Leben“ erhielt sie das Bre­mer Autoren­sti­pen­di­um (2013), ein Jahr spä­ter den Wie­ner Werk­statt­preis und das Resi­denz­sti­pen­di­um des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors in den Künst­ler­häu­sern Worps­we­de für den Roman „Im Som­mer kom­men die Flie­gen“. Dar­über hin­aus lehrt sie Krea­ti­ves Schrei­ben an Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und in Über­gangs­wohn­hei­men. 2016 initi­ier­te sie das Pro­jekt „Hei­mat: Spra­che für Men­schen mit Flucht­hin­ter­grund“. 2019 erhielt sie für „Hei­mat: Spra­che für geflüch­te­te Frau­en“ den ers­ten Bre­mer Frau­en­kul­tur­för­der­preis des Sena­tors für Kul­tur.