Mi 29. April 2020

TERMIN VERLEGT! Lesung und Gespräch mit John von Düf­fel

Die Ver­an­stal­tung wur­de ver­legt! Sie fin­det vor­aus­sicht­lich am 9. Sep­tem­ber 2020 statt.
John von Düf­fel: ›Der bren­nen­de See‹

Lesung und Gespräch mit dem Autor zum The­ma ›Kli­ma­wan­del‹
Mode­ra­ti­on: Sil­ke Behl
Eine Ver­an­stal­tung vom Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, vir­tu­el­len Lite­ra­tur­haus und der Stadt­bi­blio­thek Bre­men
19 Uhr
Zen­tral­bi­blio­thek, Wall-Saal, Am Wall 201

Foto: Katja von Düffel
Foto: Kat­ja von Düf­fel


 

 

 

 

John von Düffels Ele­ment ist das Was­ser, als lei­den­schaft­li­cher Schwim­mer hat er in sei­nen bis­he­ri­gen Büchern (etwa in sei­nem Debüt „Wassererzählungen“ oder dem Roman „Vom Was­ser”) immer wie­der davon geschrie­ben. In sei­nem neu­en Buch „Der bren­nen­de See“ nähert er sich dem Was­ser als knap­pe Res­sour­ce, als Poli­ti­kum, als Lebens­be­din­gung und Kli­ma-Kom­po­nen­te und nicht zuletzt als Fra­ge des Zusam­men­le­bens der Genera­tio­nen. Für den in Ber­lin leben­den Schrift­stel­ler und Dra­ma­tur­gen ist die Beschäftigung mit dem Ele­ment exis­ten­zi­ell: Ohne Was­ser kein Leben. Der Umgang mit dem Was­ser spie­gelt den Umgang unse­rer Gesell­schaft mit ihren natürlichen Lebens­grund­la­gen.

Zum Inhalt des Buches:

Han­nah, Toch­ter eines Schrift­stel­lers, kehrt nach dem Tod ihres Vaters in die Stadt ihrer Kind­heit zurück. An sei­nem Erbe ist sie wenig inter­es­siert. Doch als Han­nah ers­te Schrit­te unter­nimmt, die Woh­nung des Ver­stor­be­nen aufzulösen, fin­det sie an sei­nem Toten­bett das Foto einer Unbe­kann­ten. In der flim­mern­den Hit­ze eines erneut rekordverdächtig tro­cke­nen Aprils begibt Han­nah sich mit die­sem Bild auf Spu­ren­su­che. Bald muss sie erken­nen, dass nicht nur die ver­trau­te Land­schaft ihrer Kind­heit sich in Staub und Rauch auflöst. Alle Bil­der der Ver­gan­gen­heit ent­glei­ten ihr, das ihres Vaters nicht zuletzt. Als sie dann auf die Fri­days-for- Future-Akti­vis­tin Julia stößt, die sich in ihrem Kampf um Kli­ma­ge­rech­tig­keit auf fragwürdige Wei­se radi­ka­li­siert hat, muss sie fest­stel­len, dass ihr Vater die­ser jun­gen Frau am Ende näherstand als ihr. Womöglich ist sie sogar die wah­re Toch­ter des Schrift­stel­lers…

In Lesung und Gespräch stellt John von Düffel sei­nen neu­en Roman vor. Der Abend wid­met sich den aktu­el­len Fra­gen unse­rer Zeit: In wel­chem Zustand hin­ter­las­sen die älteren Genera­tio­nen die Erde? Wie kann die aktu­el­le Ent­wick­lung auf­ge­hal­ten wer­den, so wie es die jun­gen Kli­ma­ak­ti­vis­ten for­dern? Fängt man vor der eige­nen Haustür an oder muss man glo­bal agie­ren? Lau­fen wir auf einen Kli­ma­kon­flikt und damit auf einen Genera­tio­nen­kon­flikt zu, der sich zuneh­mend radi­ka­li­sie­ren wird? Den Abend mode­riert Dr. Sil­ke Behl vom vir­tu­el­len Lite­ra­tur­haus Bre­men.

Wer ist unser Gast?

John von Düffel wur­de 1966 in Göttingen gebo­ren, er arbei­tet als Dra­ma­turg am Deut­schen Thea­ter Ber­lin und ist Pro­fes­sor für Sze­ni­sches Schrei­ben an der Ber­li­ner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Roma­ne und Erzählungsbände bei DuMont, u. a. ›Vom Was­ser‹ (1998), ›Hou­we­landt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014) und zuletzt ›Das Klas­sen­buch‹ (2017). Sei­ne Wer­ke wur­den mit zahl­rei­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net, u. a. mit dem aspek­te-Lite­ra­tur­preis und dem Nico­las-Born-Preis.

Ein­tritt: 6,- /4,- €
Kar­ten­vor­ver­kauf ab März in der Zen­tral­bi­blio­thek am Wall Büchertisch: Buch­hand­lung Leu­wer

Eine Ver­an­stal­tung vom Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor, vir­tu­el­len Lite­ra­tur­haus & der Stadt­bi­blio­thek Bre­men.