Mörderische Schwestern schreiben Arbeitsstipendium aus

Mit ihrem Arbeits­sti­pen­di­um för­dern die Mör­de­ri­schen Schwes­tern e.V. auch im Jahr 2020 eine Kri­mi­schrift­stel­le­rin bei einem span­nen­den Schreib­pro­jekt. Euro­pas größ­ter Kri­mi­au­torin­nen­ver­band unter­stützt mit dem Sti­pen­di­um in Höhe von 1.500 Euro die Arbeit an einem Kri­mi­nal­ro­man oder einer Samm­lung eige­ner Kri­mikurz­ge­schich­ten.

Mit unse­rem Sti­pen­di­um möch­ten wir allen schrei­ben­den Frau­en unab­hän­gig von ihrem Alter hel­fen, sich inten­si­ver ihrem Pro­jekt wid­men zu kön­nen “, erklärt die Prä­si­den­tin der Mör­de­ri­schen Schwes­tern, Caro­la Chris­ti­an­sen. „Die Vor­aus­set­zun­gen der meis­ten Sti­pen­di­en sind oft gera­de für Frau­en mit fami­liä­ren Ver­pflich­tun­gen kaum zu bewäl­ti­gen, wenn zum Bei­spiel Bedin­gun­gen wie ein fes­ter Auf­ent­halt an einem bestimm­ten Ort an die För­de­rung geknüpft sind. Wir wol­len aber auch den Autorin­nen eine Chan­ce geben, die allein auf­grund ihrer fami­liä­ren Situa­ti­on von vie­len Sti­pen­di­en aus­ge­schlos­sen sind. Das Geld soll es ihnen ermög­li­chen, sich Frei­räu­me zum Schrei­ben schaf­fen zu kön­nen.“

Die Mör­de­ri­schen Schwes­tern ver­ge­ben ihr Arbeits­sti­pen­di­um zum sieb­ten Mal. Vie­le bis­he­ri­ge Sti­pen­dia­tin­nen, dar­un­ter Anke Lau­fer, Mar­len Scha­chin­ger und Patri­cia Hol­land Moritz, haben ihre Wer­ke inzwi­schen ver­öf­fent­licht. So erscheint am 13. Janu­ar der Kri­mi ›Die Schnüff­le­rin‹ von Anne von Vas­za­ry, Sti­pen­dia­tin des Jah­res 2016, bei Droemer Knaur.

Die Bewer­bungs­frist für das dies­jäh­ri­ge Sti­pen­di­um beginnt am 15. Janu­ar und endet am 15. März 2020 (es zählt der Ein­gang der Unter­la­gen). Die För­de­rung in Höhe von ins­ge­samt 1.500 Euro läuft über die Mona­te Sep­tem­ber, Okto­ber und Novem­ber.

Bewer­ben kön­nen sich Frau­en unab­hän­gig von Alter, Wohn­ort und bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen mit einem Pro­jekt im Bereich der Span­nungs­li­te­ra­tur. Eine Mit­glied­schaft bei den Mör­de­ri­schen Schwes­tern ist nicht erfor­der­lich. Die Sti­pen­dia­tin ver­pflich­tet sich, ihr Pro­jekt im Rah­men der Voll­ver­samm­lung der Mör­de­ri­schen Schwes­tern im Novem­ber 2020 vor­zu­stel­len. Die Rei­se­kos­ten tra­gen die Mör­de­ri­schen Schwes­tern.

Ein­zu­rei­chen sind ein maxi­mal zwei­sei­ti­ges Expo­sé und eine 15-sei­ti­ge Lese­pro­be in vier­fa­cher gedruck­ter Aus­fer­ti­gung und digi­tal (PDF) sowie ein aus­ge­füll­tes Bewer­bungs­for­mu­lar, eine Kurz­bio­gra­fie und Kurz­bi­blio­gra­fie. Bewer­be­rin­nen wer­den gebe­ten, unbe­dingt die Infor­ma­tio­nen zur Bewer­bung unter https://www.moerderische-schwestern.eu/ueber-uns/aktuelle-projekte/unser-arbeitsstipendium/ zu beach­ten.

Das Bewer­bungs­for­mu­lar for­dern Inter­es­sier­te unter stipendium@moerderische-schwestern.eu bei Jury­se­kre­tä­rin Bar­ba­ra Steu­ten an, die für Rück­fra­gen zur Ver­fü­gung steht.

Über die Mör­de­ri­schen Schwes­tern e.V.: Als größ­tes euro­päi­sches Netz­werk von  Kri­mi­lieb­ha­be­rin­nen ver­ei­nen die Mör­de­ri­schen Schwes­tern e.V. knapp 600 Autorin­nen und Bücher­freun­din­nen aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz. Ziel ist die För­de­rung der von Frau­en ver­fass­ten, deutsch­spra­chi­gen Kri­mi­nal­li­te­ra­tur. Dies erfolgt u.a. über Men­to­ring, das Arbeits­sti­pen­di­um, den Preis „Die Gol­de­ne Augus­te“ sowie die För­de­rung von Fort­bil­dun­gen und poli­ti­scher Teil­ha­be mit Blick auf Autorin­nen- und Frau­en­rech­te. www.moerderische-schwestern.eu