Bremen liest!“, Freitag, 30.08.2019, ab 19 Uhr

Das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm der bun­ten Ver­an­stal­tung „Bre­men liest!“ bot so eini­ge Mög­lich­kei­ten, den Frei­tag­abend zu genie­ßen. Zum Bei­spiel um 19 Uhr in der gut gefüll­ten Buch­hand­lung Sieg­lin im Vier­tel, wo man die teil­wei­se recht amü­san­ten Kurz­ge­schich­ten von Hei­drun Immen­dorf kos­ten konn­te. Noch mehr Gäs­te hat­ten sich um 20 Uhr in der Hum­boldt Buch­hand­lung ver­sam­melt, was bei dem war­men Wet­ter und der Grö­ße der Buch­hand­lung ein wenig erstaun­lich war. Gegen die etwas höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren hal­fen küh­le Geträn­ke und Knab­ber­zeug sowie die wun­der­vol­le Lesung von Ernes­to Sala­zar-Jimé­nez hin­weg. Er las aus sei­nem Pro­sa­pro­jekt „Leich­tig­keit der Ein­sam­keit“, was sich als genau­so poe­tisch und fein­füh­lig her­aus­stell­te, wie es klingt. Die bemerk­ba­re Unsi­cher­heit des Autors stör­te kaum und ließ ihn nur umso sym­pa­thi­scher erschei­nen. Er brach­te sei­ne Emo­tio­nen mit geflü­gel­ten Wor­ten und hin­rei­ßend bild­haf­ter Spra­che zum Aus­druck.

Um 21 Uhr stand die Lesung von Lui Kohl­mann auf dem Pro­gramm. Da die Buch­hand­lung Bun­ten­tor aller­dings bereits schon bis auf den letz­ten Platz belegt war, ging es direkt wei­ter ins Kuko­on. Dort konn­te man mit einer offe­nen Büh­ne, einem sym­pa­thi­schen Mode­ra­tor und der DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür gemüt­lich den Abend aus­klin­gen las­sen. Auch hier boten die gele­se­nen Tex­te eini­ge Gele­gen­hei­ten zum Ein­tau­chen in die Gefühls­wel­ten ihrer Autoren oder Prot­ago­nis­ten. Sie brach­ten einen zum Schmun­zeln und zum Nach­den­ken. Dies war bei den lecke­ren Geträn­ken und der ent­spann­ten, fami­liä­ren Atmo­sphä­re des Kuko­ons ein wirk­lich gelun­ge­ner Abschluss einer tol­len Ver­an­stal­tung.

Text: Sinik­ka Schulz (Prak­ti­kan­tin im Lite­ra­tur­kon­tor)