DOPPELPACK

Mit der Lese­rei­he »Dop­pel­pack« hat das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor von 2014 bis 2017 regel­mä­ßig jeweils zwei Autor*innen ver­schie­de­nen Alters an einem Abend zusam­men. Unter der Über­schrift »2 Autor*innen – 2 Genera­tio­nen – ein The­ma« gas­tier­te die Lese­rei­he an ver­schie­de­nen Orten wie der Dete, dem Kuß Rosa oder dem Kar­ton. Seit Sep­tem­ber 2019 legt das Lite­ra­tur­kon­tor nach 2 Jah­ren Pau­se die Lese­rei­he neu auf.

Offe­ne Büh­ne
Unter dem­sel­ben The­ma des Abends steht die Offe­ne Büh­ne, die im Anschluss an die Lesung für vier wei­te­re Schriftsteller*innen aller Alters­klas­sen für eine wei­te­re hal­be Stun­de geöff­net wird (je Autor*in maxi­mal sie­ben Minu­ten).

Mode­riert wird der Abend vom Geschäfts­füh­rer des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors Jens Laloire, der auch die Anmel­dun­gen für die Offe­ne Büh­ne annimmt (jens.laloire@literaturkontor-bremen.de).

Der Ein­tritt ist frei – nach der Lesung geht der Hut rum

Do 21. Novem­ber 20 Uhr – Kuko­on, Bun­ten­tor­stein­weg 29
zum The­ma »Bil­der­wel­ten« mit Micha­el Augus­tin & Lui Kohl­mann

Unter der Über­schrift »2 Autor*innen – 2 Genera­tio­nen – ein The­ma« tre­ten an die­sem Abend mit Micha­el Augus­tin und Lui Kohl­mann zwei viel­sei­ti­ge Akteur*innen der Bre­mer Lite­ra­tur­sze­ne ans Mikro­fon, die bei­de nicht nur exzel­lent und mit viel Sinn für Humor zu tex­ten ver­ste­hen, son­dern genau­so ver­siert mit dem Zei­chen­stift han­tie­ren. Dem­entspre­chend wer­den die bei­den Autor*innen an die­sem Abend jeweils eine gute hal­be Stun­de eige­ne Erzäh­lun­gen, Minia­tu­ren und Comics zum The­ma »Bil­der­wel­ten« prä­sen­tie­ren.

Unter dem­sel­ben Mot­to steht die Offe­ne Büh­ne, die im Anschluss an die Lesung ab ca. 21.45 Uhr für vier wei­te­re Schriftsteller*innen aller Alters­klas­sen für eine hal­be Stun­de geöff­net wird (je Autor*in maxi­mal sie­ben Minu­ten).

Mode­riert wird der Abend vom Geschäfts­füh­rer des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors Jens Laloire, der auch die Anmel­dun­gen für die Offe­ne Büh­ne annimmt (jens.laloire@literaturkontor-bremen.de).

Der Ein­tritt ist frei – nach der Lesung geht der Hut rum

Foto: privat
Foto: pri­vat

Lui Kohl­mann (1995) stu­diert Freie Kunst in Bre­men. Zu ihrem Schaf­fen zäh­len Gedich­te, Wun­der­tü­ten, Comics, Trick­fil­me, Künst­ler­bü­cher und Kurz­ge­schich­ten. Sie ist die Grün­de­rin der Qua­dro­po­den-For­schungs­ge­sell­schaft, Haupt­ak­tio­nä­rin des Kot­zei­mer­her­stel­lers Kotz & CoKg und auto­di­dak­ti­sche Spe­zi­al­kon­di­to­rin für fäkal­hu­mo­ris­ti­sches Gebäck. Außer­dem hat sie Tex­te in der Mini­Lit-Rei­he des Lite­ra­tur­kon­tors ver­öf­fent­licht und ihre Arbei­ten bereits u.a. im Rah­men von Bre­men liest, Lit­Clips & auf dem Zine-Fes­ti­val vor­ge­stellt.

 

 

Foto: privat
Foto: pri­vat

Micha­el Augus­tin (1953) hat in Kiel und Dub­lin stu­diert und lan­ge als Rund­funk­re­dak­teur gear­bei­tet. Er ist zwar viel in der Welt unter­wegs, hat sei­nen Haupt­wohn­sitz aber immer noch in Bre­men. Hier arbei­tet er als Schrift­stel­ler, über­setzt Gedich­te aus dem Eng­li­schen und zeich­net für Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten im In- und Aus­land. Er ist Hono­ra­ry Fel­low in Wri­ting der Uni­ver­si­tät Iowa, wur­de mit dem Fried­rich-Heb­bel-Preis und dem Kurt-Magnus-Preis der ARD aus­ge­zeich­net und war 2003/2004 Wri­ter in Resi­dence und Gast­pro­fes­sor am Dick­in­son Col­le­ge in Penn­syl­va­nia. 2006 war er Wri­ter in Resi­dence an der Uni­ver­si­tät Bath/England und 2009 im Hein­rich Böll Cot­ta­ge in Irland. Sei­ne Bücher wur­den ins Eng­li­sche, Iri­sche, Spa­ni­sche, Ita­lie­ni­sche, Pol­ni­sche und Nie­der­län­di­sche über­setzt. 2018 erschien unter dem Titel „Wit­hout Pri­or Warning“ bei red­fox­press ein Lyrik und Kunst ver­bin­den­der Gedicht­band in eng­li­scher Spra­che und zuletzt das Buch “Der stärks­te Mann der Welt” (Edi­ti­on Tem­men).

Bücher­tisch Buch­hand­lung Bun­ten­tor


Do 12. Sep­tem­ber 20 Uhr – Kuko­on, Bun­ten­tor­stein­weg 29
zum The­ma »Aus dem Fens­ter«

INFORMATIONEN ZU DEN 2 AUTOR*INNEN

Foto: Laura-Müller-Hennig
Foto: Lau­ra-Mül­ler-Hen­nig

Jani­ne Lancker, 1979 in Bre­men gebo­ren. Magis­ter der Kultur‑, Sprach- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten. 2009 erschien ihr Debüt “Wei­ße Frucht”, das Kurz­pro­sa und Mär­chen­ad­ap­tio­nen beinhal­tet. Sie ist Mit­glied im Ver­band Deut­scher Schrift­stel­ler. Mit­be­grün­de­rin der Autorin­nen­al­li­anz Fräu­lein Schmiss. Lesun­gen u.a. in Bre­men, Ham­burg und Ber­lin. Ver­öf­fent­li­chun­gen in Zeit­schrif­ten und Antho­lo­gi­en. Jani­ne Lancker führt für das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor Schreib­werk­stät­ten für Nachwuchsautor*nnen durch und hat­te einen Lehr­auf­trag für Krea­ti­ves-Schrei­ben an der Uni­ver­si­tät Bre­men inne. “Kul­tur- und Krea­tiv­pi­lo­tin Deutsch­land 2010”, aus­ge­zeich­net vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie. 2017 erschien ihr Fach­buch „Flip­chart­de­sign“ im Beltz-Ver­lag.

 

Foto: Silke Hennig
Foto: Sil­ke Hen­nig

Klaus Johan­nes Thies, gebo­ren 1950 in Wup­per­tal, war über vie­le Jah­re als frei­er Mit­ar­bei­ter bei Radio Bre­men tätig und schreibt Pros­ami­nia­tu­ren und Hör­spie­le. Ver­öf­fent­li­chun­gen u. a. in „Manu­skrip­te“ und „Akzen­te“ sowie Ein­zel­bän­de u. a. bei Achil­la Pres­se und Reclam. 2015 erschien der Band „Unsicht­ba­re Übun­gen. 123 Phan­ta­si­en“ in der edi­ti­on AZUR – mit einem Nach­wort von Micha­el Krü­ger. 2018 folg­te der Band „Aus mei­nem Fens­ter. Park­platz-Rhaps­odi­en“, in dem Thies facet­ten­reich und mit viel Witz die all­täg­li­chen Gescheh­nis­se auf einem  Park­platz an der Bre­mer Edu­ard-Gru­now-Stra­ße zu lite­ra­ri­schen Per­len ver­ar­bei­tet. Er bestaunt die Cho­reo­gra­phi­en des Ein- und Aus­par­kens, er zählt und räso­niert, er träumt und  erin­nert sich. Und die Leser*innen fol­gen ihm dabei nur zu gern: Denn die­ser Park­platz ist nichts ande­res als die Pro­jek­ti­ons­flä­che unse­rer all­täg­li­chen Sehn­süch­te.

Der Park­platz ist einer jener typi­schen Nich­tor­te, aus dem Thies aber etwas ande­res macht. Weil sein Blick ver­weilt, wird das All­täg­li­che porös, facet­ten­reich, fremd. Der Erzäh­ler selbst erwähnt die Pro­to­kol­le der Mini-Ereig­nis­se, die Geor­ges Perec 1974 in einem Café an der Place Saint-Sul­pi­ce fest­hielt. „Aus mei­nem Fens­ter“ schil­lert zwi­schen Perec, Wil­helm Gen­azi­no und den Roma­nen in Pil­len­form von Gior­gio Man­ga­nel­li. Wer den Band zuschlägt, stellt sich unwei­ger­lich eine Wei­le lang ans Fens­ter.“
Mai­ke Albath in der Süd­deut­schen Zei­tung