Heraus mit den Sprachen!“

Ein inklu­si­ves Schreib­Kunst-Pro­jekt

Der Ver­ein ›Die Wort­fin­der‹ star­tet ein neu­es inklu­si­ves Kunst- und Lite­ra­tur­pro­jekt. Das für 2019 bis 2022 geplan­te Pro­jekt „Her­aus mit den Spra­chen!“ bin­det rund 1000 Men­schen mit unter­schied­lichs­ten Sprech- und Schreib­mög­lich­kei­ten ein: Von Men­schen ohne Laut- und Schrift­spra­che bis hin zu pro­fes­sio­nel­len Autoren. Bil­der von Künst­lern, die weder spre­chen noch schrei­ben kön­nen bil­den die Grund­la­ge. Dafür füh­ren wir zunächst einen Kunst­wett­be­werb durch. Die­ser rich­tet sich an Men­schen mit einer soge­nann­ten geis­ti­gen Behin­de­rung, die selbst nicht schrei­ben und sich auch münd­lich nicht oder nur ein­ge­schränkt zu ihren Bil­dern äußern kön­nen.

Eine fach­kun­di­ge Jury wird aus den Ein­rei­chun­gen zehn Preis­trä­ge­rIn­nen aus­wäh­len. Zu den Bil­dern der aus­ge­wähl­ten Künst­le­rIn­nen ent­ste­hen in inklu­si­ven Schreib­werk­stät­ten Tex­te. Die Schreib­werk­stät­ten fin­den 2020 an zehn Orten im deutsch­spra­chi­gen Raum statt und wer­den von einer Mit­ar­bei­te­rin des Ver­eins ›Die Wort­fin­der‹ gelei­tet. Men­schen jeden Alters mit und ohne Behin­de­rung kön­nen dar­an teil­neh­men. Durch die Ein­bin­dung von Mit­ar­bei­tern der regio­na­len Behin­der­ten- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ist das Pro­jekt von vorn­her­ein auf Nach­hal­tig­keit ange­legt. Die Mit­ar­bei­ter wer­den wäh­rend der drei­tä­gi­gen Schreib­werk­stät­ten geschult, so dass sie die Arbeit spä­ter fort­set­zen kön­nen. Die Orte kön­nen so zu Keim­zel­len für die wei­te­re Ver­brei­tung die­ses Modells inklu­si­ver Schreib­grup­pen­ar­beit wer­den. Z

usätz­lich füh­ren wir im Herbst 2020 einen Lite­ra­tur­wett­be­werb für Men­schen mit einer soge­nann­ten geis­ti­gen Behin­de­rung durch. Dabei kön­nen Tex­te zu aus­ge­wähl­ten Kunst­wer­ken ver­fasst wer­den. Eine Jury wählt aus allen Tex­ten die­je­ni­gen aus, die spä­ter ver­öf­fent­licht wer­den. Aus den aus­ge­wähl­ten Bil­dern und Tex­ten ent­steht ein schön gestal­te­tes Buch. Indem wir dabei auch pro­fes­sio­nel­le Schrift­stel­ler ein­be­zie­hen, errei­chen wir eine gro­ße Ziel­grup­pe für das Buch. Zahl­rei­che Men­schen kom­men so mit der Viel­falt der Gedan­ken, Wort- und Bild­spra­chen von Men­schen mit kogni­tiv-intel­lek­tu­el­ler Beein­träch­ti­gung in Berüh­rung, ein inter­kul­tu­rel­ler Dia­log im wei­tes­ten Sin­ne ent­steht. Sie kön­nen sich auf unter­schied­li­che Art am Pro­jekt „Her­aus mit den Spra­chen!“ betei­li­gen: 1. Per­so­nen mit einer soge­nann­ten geis­ti­gen Behin­de­rung bewer­ben sich als Künst­ler. 2. Ihre Ein­rich­tung bewirbt sich als Aus­tra­gungs­ort für eine der zehn Schreib­werk­stät­ten. 3. Per­so­nen mit einer soge­nann­ten geis­ti­gen Behin­de­rung rei­chen im Rah­men eines 2020 statt­fin­den­den Wett­be­werbs Tex­te zu aus­ge­wähl­ten Kunst­wer­ken ein. Die Bewer­bungs­pha­se zu Punkt 1 und 2 beginnt ab sofort. Ein­sen­de­schluss sowohl für den Kunst­wett­be­werb als auch für die Bewer­bung um eine Schreib­werk­statt ist der 31. August 2019.

Sie fin­den alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen dafür auf den fol­gen­den Sei­ten und auch auf unse­rer Home­page: www.diewortfinder.com

Ausschreibung zum Dresdner Lyrikpreis 2020

Der Dresd­ner Lyrik­preis wird zur För­de­rung des gegen­wär­ti­gen poe­ti­schen Schaf­fens durch den Ober­bür­ger­meis­ter der Lan­des­haupt­stadt Dres­den aus­ge­lobt und alle zwei Jah­re ver­ge­ben. Im Novem­ber 2020 wird der mit 5.000 Euro dotier­te Preis zum drei­zehn­ten Mal ver­lie­hen.

Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber, die in Euro­pa leben und in deut­scher oder tsche­chi­scher Spra­che schrei­ben, kön­nen von Ver­la­gen, Her­aus­ge­bern und Redak­tio­nen von Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten, Autoren­ver­bän­den und lite­ra­ri­schen Ver­ei­ni­gun­gen vor­ge­schla­gen wer­den. Wei­ter­hin sind Eigen­be­wer­bun­gen aus­drück­lich erwünscht! Die Bewer­be­rIn­nen müs­sen min­des­tens drei Ver­öf­fent­li­chun­gen ent­we­der in Buch­form (auch inner­halb einer Antho­lo­gie), in einer Lite­ra­tur­zeit­schrift oder bei aus­ge­wähl­ten Lite­ra­tur­platt­for­men (lyrik­li­ne, poe­ten­la­den, fix­poe­try) nach­wei­sen, die nicht älter als zwei Jah­re sein soll­ten. Aus­schließ­li­che Publi­ka­tio­nen im Eigen­ver­lag wer­den nicht akzep­tiert. Ein­sen­de­schluss für Bewer­bun­gen ist der 31. Juli 2019.

Ein­ge­reicht wer­den sol­len min­des­tens 6 und höchs­tens 10 selbst­ver­fass­te Gedich­te in sie­ben­fa­cher maschi­nen- oder com­pu­ter­ge­schrie­be­ner Aus­fer­ti­gung und eine knap­pe bio­bi­blio­gra­phi­sche Dar­stel­lung mit aktu­el­ler Anschrift. Da das zwei­stu­fi­ge Aus­wahl-ver­fah­ren anony­mi­siert ist, darf auf den Tex­ten nicht der Autoren­na­me erschei­nen. Statt­des­sen muss ein Kenn­wort auf allen Text­sei­ten sowie auf der geson­der­ten Bio­bi­blio­gra­phie ange­ge­ben wer­den.

Die Vor­ju­ry ist jeweils mit tsche­chi­schen und deutsch­spra­chi­gen Mit­glie­dern besetzt. Sie wäh­len aus den Ein­sen­dun­gen in jeweils ihrer Spra­che bis 31. Okto­ber 2019 je bis zu 5 Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten aus. Die Aus­wahl erfolgt ohne Anse­hen der Per­son, d.h. die Namen der Autorin­nen und Autoren wer­den den Juro­rIn­nen nicht bekannt gege­ben.

Anschlie­ßend wer­den die Tex­te der nomi­nier­ten Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber von renom­mier­ten lite­ra­ri­schen Über­set­ze­rin­nen und Über­set­zern in die jeweils ande­re Spra­che über­tra­gen und der eben­falls zwei­spra­chig besetz­ten Haupt­ju­ry zur Ver­fü­gung gestellt.

Im Herbst 2020 wer­den die nomi­nier­ten Autorin­nen und Autoren zu einem Lese­wett­be­werb nach Dres­den ein­ge­la­den. Dort prä­sen­tie­ren sie vor Haupt­ju­ry und Publi­kum in jeweils zehn Minu­ten Aus­zü­ge ihrer Wett­be­werbs­bei­trä­ge. Die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber müs­sen grund­sätz­lich bereit sein, im Fal­le der Nomi­nie­rung beim Fina­le in Dres­den vor Publi­kum zu lesen und an dem drei­tä­gi­gen Rah­men­pro­gramm mit Lesun­gen, Work­shops und gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten teil­zu­neh­men. Sämt­li­che damit ver­bun­de­nen Kos­ten wer­den vom Ver­an­stal­ter über­nom­men.

Bewer­bun­gen für den Dresd­ner Lyrik­preis sind auf dem übli­chen Post­weg (nicht per Ein­schrei­ben) bis zum 31. Juli 2019 ein­zu­rei­chen an:

Lite­ra­tur­haus Vil­la Augus­tin
Andrea O‘Brien
För­der­ver­ein für das Erich Käst­ner Museum/Dresdner Lite­ra­tur­bü­ro e.V.
Anton­stra­ße 1, 01097 Dres­den

Tel. +49 (0)351 804 50 87

 

Wich­ti­ge Hin­wei­se

Ein­sen­dun­gen per E-Mail oder Fax wer­den nicht berück­sich­tigt. Die in sie­ben­fa­cher Aus­fer­ti­gung ein­ge­reich­ten Gedich­te soll­ten in sie­ben Bün­deln (Gedicht 1 – Gedicht X) ge-klam­mert wer­den. Aus Kapa­zi­täts­grün­den kön­nen weder Ein­gangs­be­stä­ti­gun­gen ver­sen­det noch Ein­schrei­ben per Post abge­holt wer­den. Zwi­schen­be­schei­de wer­den nur an die nomi­nier­ten Bewer­be­rIn­nen erteilt. Es erfolgt kei­ne Rück­sen­dung der ein­ge­reich­ten Manu­skrip­te. Der Rechts­weg ist aus­ge­schlos­sen.

Ab 1.11.2019 wer­den die Nomi­nie­run­gen auf der Home­page www.dresdner-lyrikpreis.org ver­öf­fent­licht. Der Name der Preis­trä­ge­rin oder des Preis­trä­gers wird nach der Preis­ver­lei­hung eben­falls auf der ange­ge­be­nen Inter­net­sei­te sowie in der Pres­se bekannt gege­ben.

Europäischer Literaturwettbewerb 2020

Für wen: Kin­der und Jugend­li­che in Euro­pa in zwei Alters­grup­pen
von 8 bis 13 Jah­ren bzw.
von 14 bis 18 Jah­ren
die in deut­scher Spra­che schrei­ben
(zwi­schen 1. Okto­ber 2001 und 1. Okto­ber 2011 gebo­ren)

Bis wann: 30. Sep­tem­ber 2019 (E-Mail-Ein­gang, Post­stem­pel)

The­ma: »anfan­gen«

»Anfan­gen« ist das Mot­to, unter dem wir dich dies­mal zum Lite­ra­tur­wett­be­werb herz­lich ein­la­den.

Egal, ob du eine Fan­ta­sie­geschich­te schreibst oder etwas erzählst, das wirk­lich pas­siert ist (oder pas­siert sein könn­te), aber für jeman­den viel­leicht ziem­lich unglaub­lich klingt, oder von einer Lüge, die nicht ohne Fol­gen geblie­ben ist, oder wovon auch immer – lass dei­ner Fan­ta­sie frei­en Lauf! Das The­ma soll­te also für dich nur eine ers­te Anre­gung sein. Titel und Inhalt dei­ner Tex­te kannst du frei wäh­len! Sicher­lich gibt es eini­ges, was du schon immer nie­der­schrei­ben woll­test – Also, wor­auf war­test du noch?

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.literaturwerkstatt.at

Ausschreibung des Hannsmann-Poethen-Literaturstipendiums 2020

Die Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart schreibt im zwei­jäh­ri­gen Tur­nus das Hanns­mann-Poe­then-Lite­ra­tursti­pen­di­um aus. Bewer­bungs­schluss ist der 30. Sep­tem­ber 2019. Das bun­des­weit ein­ma­li­ge Tan­dem-Sti­pen­di­um rich­tet sich an eine Autorin oder einen Autor sowie an eine Künst­le­rin oder einen Künst­ler einer ande­ren Spar­te, die gemein­sam ein lite­ra­risch-künst­le­ri­sches Pro­jekt in der Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart umset­zen. Das Sti­pen­di­um in Höhe von 15.000 Euro umfasst zusätz­lich die Miet­kos­ten für einen drei­mo­na­ti­gen Auf­ent­halt vom 15. Janu­ar bis zum 15. April 2020 in Stutt­gart sowie einen Zuschuss zum Pro­jekt­bud­get in Höhe von maxi­mal 9.000 Euro. Das inno­va­ti­ve, spar­ten­über­grei­fen­de Sti­pen­di­um bringt Lite­ra­tur mit ande­ren Kunst­for­men (Kunst, Musik, Thea­ter, Film, Neue Medi­en etc.) zusam­men. Die­ser Ansatz belebt die lite­ra­ri­sche, aber auch die gesam­te kul­tu­rel­le Sze­ne und öff­net sie für neue, unge­wohn­te Erfah­run­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.stuttgart.de/hannsmann-poethen-literaturstipendium