DOPPELPACK

Mit der Lese­rei­he »Dop­pel­pack« hat das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor von 2014 bis 2017 regel­mä­ßig jeweils zwei Autor*innen ver­schie­de­nen Alters an einem Abend zusam­men. Unter der Über­schrift »2 Autor*innen – 2 Genera­tio­nen – ein The­ma« gas­tier­te die Lese­rei­he an ver­schie­de­nen Orten wie der Dete, dem Kuß Rosa oder dem Kar­ton. Im Sep­tem­ber 2019 wird Dop­pel­pack nach 2 Jah­ren Pau­se im Kuko­on in der Bre­mer Neu­stadt neu auf­ge­legt. Am 12. Sep­tem­ber tre­ten ab 20 Uhr mit Klaus Johan­nes Thies und Jani­ne Lancker zwei inter­es­san­te Akteur*innen der Bre­mer Lite­ra­tur­sze­ne ans Mikro­fon.

Die bei­den Autor*innen wer­den an die­sem Abend jeweils eine knap­pe hal­be Stun­de eige­ne Erzäh­lun­gen oder Minia­tu­ren zum The­ma »Aus dem Fens­ter« lesen.

Offe­ne Büh­ne
Unter dem­sel­ben The­ma steht die Offe­ne Büh­ne, die im Anschluss an die Lesung für vier wei­te­re Schriftsteller*innen aller Alters­klas­sen für eine wei­te­re hal­be Stun­de geöff­net wird (je Autor*in maxi­mal sie­ben Minu­ten).

Mode­riert wird der Abend vom Geschäfts­füh­rer des Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tors Jens Laloire, der auch die Anmel­dun­gen für die Offe­ne Büh­ne annimmt (jens.laloire@literaturkontor-bremen.de).

Der Ein­tritt ist frei – nach der Lesung geht der Hut rum

Do. 12. Sep­tem­ber 20 Uhr – Kuko­on, Bun­ten­tor­stein­weg 29

INFORMATIONEN ZU DEN 2 AUTOR*INNEN

Foto: Laura-Müller-Hennig
Foto: Lau­ra-Mül­ler-Hen­nig

Jani­ne Lancker, 1979 in Bre­men gebo­ren. Magis­ter der Kultur‑, Sprach- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten. 2009 erschien ihr Debüt “Wei­ße Frucht”, das Kurz­pro­sa und Mär­chen­ad­ap­tio­nen beinhal­tet. Sie ist Mit­glied im Ver­band Deut­scher Schrift­stel­ler. Mit­be­grün­de­rin der Autorin­nen­al­li­anz Fräu­lein Schmiss. Lesun­gen u.a. in Bre­men, Ham­burg und Ber­lin. Ver­öf­fent­li­chun­gen in Zeit­schrif­ten und Antho­lo­gi­en. Jani­ne Lancker führt für das Bre­mer Lite­ra­tur­kon­tor Schreib­werk­stät­ten für Nachwuchsautor*nnen durch und hat­te einen Lehr­auf­trag für Krea­ti­ves-Schrei­ben an der Uni­ver­si­tät Bre­men inne. “Kul­tur- und Krea­tiv­pi­lo­tin Deutsch­land 2010”, aus­ge­zeich­net vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie. 2017 erschien ihr Fach­buch „Flip­chart­de­sign“ im Beltz-Ver­lag.

Foto: Silke Hennig
Foto: Sil­ke Hen­nig

Klaus Johan­nes Thies, gebo­ren 1950 in Wup­per­tal, war über vie­le Jah­re als frei­er Mit­ar­bei­ter bei Radio Bre­men tätig und schreibt Pros­ami­nia­tu­ren und Hör­spie­le. Ver­öf­fent­li­chun­gen u. a. in „Manu­skrip­te“ und „Akzen­te“ sowie Ein­zel­bän­de u. a. bei Achil­la Pres­se und Reclam. 2015 erschien der Band „Unsicht­ba­re Übun­gen. 123 Phan­ta­si­en“ in der edi­ti­on AZUR – mit einem Nach­wort von Micha­el Krü­ger. 2018 folg­te der Band „Aus mei­nem Fens­ter. Park­platz-Rhaps­odi­en“, in dem Thies facet­ten­reich und mit viel Witz die all­täg­li­chen Gescheh­nis­se auf einem  Park­platz an der Bre­mer Edu­ard-Gru­now-Stra­ße zu lite­ra­ri­schen Per­len ver­ar­bei­tet. Er bestaunt die Cho­reo­gra­phi­en des Ein- und Aus­par­kens, er zählt und räso­niert, er träumt und  erin­nert sich. Und die Leser*innen fol­gen ihm dabei nur zu gern: Denn die­ser Park­platz ist nichts ande­res als die Pro­jek­ti­ons­flä­che unse­rer all­täg­li­chen Sehn­süch­te.

Der Park­platz ist einer jener typi­schen Nich­tor­te, aus dem Thies aber etwas ande­res macht. Weil sein Blick ver­weilt, wird das All­täg­li­che porös, facet­ten­reich, fremd. Der Erzäh­ler selbst erwähnt die Pro­to­kol­le der Mini-Ereig­nis­se, die Geor­ges Perec 1974 in einem Café an der Place Saint-Sul­pi­ce fest­hielt. „Aus mei­nem Fens­ter“ schil­lert zwi­schen Perec, Wil­helm Gen­azi­no und den Roma­nen in Pil­len­form von Gior­gio Man­ga­nel­li. Wer den Band zuschlägt, stellt sich unwei­ger­lich eine Wei­le lang ans Fens­ter.“
Mai­ke Albath in der Süd­deut­schen Zei­tung

Nächs­ter Ter­min:
Do, 21. Novem­ber, mit Micha­el Augus­tin und Lui Kohl­mann zum The­ma ›Bil­der­wel­ten‹